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CTS Eventim – Zuschlag zur Erhebung der Pkw-Maut spricht für Wachstumspotenzial

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Wohl dem Unternehmen, das sein Geschäftsmodell auf andere Bereiche, Branchen, Industrien und Regionen übertragen kann. Sowas eröffnet unter Umständen ein einfaches Wachstumspotenzial. Wer einmal erfolgreich geworden ist mit dem Verkauf von Äpfeln, der dürfte auch nicht am Verkauf von Birnen scheitern – so in etwa lautet in diesem Fall die Annahme.

CTS Eventim hat sich als führender Ticketvermarkter in Deutschland und Europa etabliert. Im Schlussquartal 2018 dürfte der Ticketvorverkauf die Tourneen von Rammstein, Herbert Grönemeyer und Pink für ein reges Klimpern in der Kasse gesorgt haben. Das Geschäft mit dem Ticketverkauf und als Konzertveranstalter läuft seit Jahren auf Hochtouren. Laut Konzernvorstandschef Klaus-Peter Schulenberg vertreibe CTS Eventim jährlich über 250 Mio. Tickets in mehr als 20 Ländern.

Und nun hat CTS Eventim also Ende 2018 auch den Zuschlag für die Erhebung der Pkw-Maut in Deutschland bekommen. Die Abgabe soll ab Oktober 2020 erhoben werden – ein Einspruch der Nachbarländer Österreich und den Niederlanden sei von der EU-Kommission abgelehnt worden. CTS Eventim überträgt damit erfolgreich das Geschäftsmodell in einen ganz anderen Bereich. Als Partner habe man sich laut Börse Online das österreichische Infrastrukturunternehmen Kapsch Trafficcom ins Boot geholt, einen Experten mit Maut-Projekten in über 50 Ländern. Primäre Aufgabe von CTS Eventim werde es sein, die Erhebung der Pkw-Maut so komfortabel wie möglich zu gestalten.

Für das SDAX-Unternehmen bedeutet das Pkw-Maut-Projekt den größten Einzelauftrag in der 30-jährigen Konzerngeschichte. Der Deal habe eine Laufzeit von mindestens 12 Jahren. Eine Option auf eine Verlängerung auf 15 Jahre bestehe. CTS Eventim erhalte durch den Zuschlag ein erhebliches Wachstumspotenzial. Die neuen Gelder dürfe Klaus-Peter Schulenberg wohl zur Stärkung des Kerngeschäfts durch Zukäufe nutzen. Für Aktionär dürfe das in einer weiter steigenden Dividende resultieren. Auch für 2018 werde sie wohl wieder erhöht. Nach 50 Cents je Aktie in 2017 sei für das zurückliegende Geschäftsjahr von 59 Cents auszugehen. Angesichts der neuen Wachstumsperspektiven rät Börse Online geduldigen Anlegern mit einem Kursziel von 42 Euro zum Kauf (13 % Potenzial).

Ebenfalls 13 % Potenzial sieht die DZ Bank mit dem Kursziel von 42 Euro für den SDAX-Titel. Analyst Thomas Maul betonte in der letzten Einschätzung, dass der Zuschlag für die Erhebung der geplanten Pkw-Maut die Flexibilität  der Ticketing-Plattform von CTS Eventim unterstreiche. Sollte die Maut ab 2020 eingeführt werden, dann könnte der Gewinn des Konzerns im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen.

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