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DAX Analyse zum 22. Januar 2019: Erste Gewinnmitnahmen nach dem Breakout – drohen weitere Abwärtsbewegungen?

Blog, DAX-Analysen Patrik Uhlschmied 314 Leser

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

ich gehe für die nächsten Handelstage insgesamt weiterhin von steigenden Kursen aus. Diese Einstellung vertrete ich auch auf Sicht von mehreren Wochen. Kurzfristig ist mit Gegenbewegungen der Bären zu rechnen.

Nachdem der DAX die vergangene Woche mit einem wahren Kursfeuerwerk beendete, begann er in die neue Handelswoche eher verhalten. Selbst solide Wirtschaftsnachrichten aus China konnten den deutschen Leitindex nicht zu einer Aufwärtsbewegung führen. Das Bruttoinlandsprodukt in China konnte im Dezember um 6,4 Prozent gesteigert werden, womit die Chinesen innerhalb der Erwartungen lagen. Die Industrieproduktion legte hingegen um 5,7 Prozent zu, wobei hier lediglich 5,3 Prozent erwartet wurden. Dennoch eröffnete der DAX mit einem Abwärts-Gap von rund 30 Punkten. Bis zum Tagesschlusskurs verlor er sogar 0,7 Prozent. Im Fokus standen die Aussagen der britischen Premierministerin Theresa May. Sie bleibt überwiegend bei ihrem Brexit-Abkommen, welches noch in der vergangenen Woche mit deutlicher Mehrheit vom britischen Parlament abgelehnt wurde. Darüber hinaus konnten die US-Amerikaner nicht stützen. In den USA waren die Börsen aufgrund des Martin Luther King Day’s geschlossen. Ebenfalls wurde der DAX von den enttäuschenden Aussagen zu den Unternehmenszielen von Henkel belastet. Der Konsumgüterhersteller will nach dem schwachen Vorjahr seine Investitionen ausweiten, um das Wachstum anzukurbeln. Allerdings verzichtet Henkel hierbei zunächst auf eine bessere Marge.

Für den morgigen Handelstag stehen vor allem die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im Fokus. Diese werden um 11:00 Uhr veröffentlich. Erwartet wird hierbei ein negativer Wert von -18,4. Somit weist der Indikator eher auf Pessimismus bei institutionellen Anlegern auf.

Wichtige Kursmarken

Unterstützungen: 11.010 & 10.762 Punkte

Widerstände: 11.570 und 11.690 Punkte

Ausblick für die nächsten Handelstage – Tagesansicht

Der DAX notiert am oberen Bollinger Band. Beide Bänder umschließen gemeinsam mehr als 90 Prozent aller Kursbewegungen. Ebenfalls notiert die Slow Stochastik massiv im überkauften Bereich und setzt hier bereits zu einem weiteren Verkaufssignal an. Das MACD-Histogramm ist voller Optimismus und könnte ebenfalls zu einer Abkühlung ansetzen. Ich gehe daher davon aus, dass der DAX im kurzfristigen Kontext nochmals nachgibt. Insgesamt bleibe ich jedoch weiterhin bullisch eingestellt.

Ich erwarte ein Ansteuern des ersten Unterstützungsbereichs von 11.010 Punkten. Hier befindet sich das letzte lokale Tief von November 2018 sowie die Oberkante der jüngsten, mehrtägigen Konsolidierung. Maximal erwarte ich im Zuge dieser potenziellen Korrektur ein Ansteuern des zweiten Unterstützungsbereichs von 10.762 Punkten. Hier befindet sich die Unterkante der Seitwärts-Range sowie der GD20 (daily, aktuell bei ca. 10.753 Punkte).

Nach Erreichen dieser Unterstützungen erwarte ich eine fortgeführte Aufwärtsbewegung bis zum Widerstandsbereich von 11.570 bis 11.690 Punkte. Hier befinden sich die entscheidenden Hochs aus Ende 2018 sowie der mittelfristige Abwärtstrend von 13.170 Punkten.

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Trading-Strategie – 4Stundenansicht

Bietet mir der DAX die Möglichkeit auf eine mehrtägige Korrektur, suche ich einen Long-Einstieg im Bereich von 10.835 Punkte. Diese Kursmarke befindet sich inmitten des Unterstützungsbereichs der Tagesansicht. Hier notiert das erste entscheidende Fibonacci-Retracement der jüngsten Erholungsbewegung. Voraussetzung hierfür ist, dass die 4Stundenansicht massiv überverkauft ist.

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