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Rückt die Monetarisierung von WhatsApp und dem Messenger nun näher?

Artikel, Hot-News David Engelhardt 990 Leser

Der Vorstandsvorsitzende von Meta Platforms, Mark Zuckerberg, verkündete seinen Mitarbeitern am Donnerstag, dass WhatsApp und der  Messenger Dienst die nächste Welle des Umsatzwachstums des Unternehmens antreiben würden. Gleichzeitig bemühte er sich darum, Bedenken über die Finanzen von Meta nach den ersten Massenentlassungen zu zerstreuen.

Zuckerberg beschrieb die beiden Nachrichten-Apps als "sehr früh in der Monetarisierung". "Wir sprechen viel über die sehr langfristigen Möglichkeiten wie das Metaverse, aber die Realität ist, dass Business Messaging wahrscheinlich die nächste große Säule unseres Geschäfts sein wird, während wir daran arbeiten, WhatsApp und Messenger mehr zu monetarisieren", sagte er.

Meta ermöglicht es einigen Verbrauchern, mit Händlern über die Chat-Apps zu sprechen und Transaktionen durchzuführen, einschließlich einer neuen Funktion, die am Donnerstag in Brasilien angekündigt wurde. WhatsApp hat eine neue Funktion für seine Nutzer eingeführt, die es ihnen ermöglicht, etwas von einem Unternehmen über den Instant-Messaging-Dienst zu finden, zu benachrichtigen und zu kaufen.

Der Technologieriese kündigte letzte Woche an, 11.000 Mitarbeiter zu entlassen, um das Unternehmen zu verkleinern, nachdem es Milliarden in das Metaverse investiert hatte - eine Plattform für virtuelle Realität, die über Headsets zugänglich ist und die Zuckerberg als die Zukunft des Internets gepriesen hat. Die jüngsten Kommentare Zuckerbergs spiegeln nun ein Stück weit eine Verschiebung der betrieblichen Ausrichtung wider.

Viele Investoren sahen diesen starken Fokus auf das Metaverse seit längerem kritisch, da das Kerngeschäft von Meta, die Einnahmen durch Werbung, in diesem Jahr stark gelitten hatte. Die Folge war eine Halbierung des Aktienkurses.

Zuckerberg gab in einer internen Ansprache an die Mitarbeiter auch einige Details darüber bekannt, wie viel das Unternehmen in das Metaverse investiert hat. Metas größte Ausgaben sind die Mitarbeiter, welche die Social-Media-Apps betreuen, sagte er. Etwa 20 % der Ausgaben entfallen auf Reality Labs, die Metaverse-Einheit. Davon beziffert sich etwa die Hälfte der Ausgaben auf Augmented-Reality-Produkte wie Headsets, während 40 % des Budgets der Einheit für virtuelle Realität und 10 % für soziale Plattformen für virtuelle Welten ausgegeben wurden, so Reuters.


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