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11.06. 20:03

Aktien New York: Gewinnserie droht zu reißen


NEW YORK (dpa-AFX) - Am US-Aktienmarkt haben am Dienstag die Indizes ihre Auftaktgewinne abgegeben. Der Dow Jones Industrial notierte zuletzt 0,06 Prozent schwächer bei 26 048,13 Punkten. Die jüngste Gewinnserie droht damit zu reißen. Der Leitindex hatte die letzten sechs Handelstage jeweils im Plus geschlossen.

Am Markt scheint der Optimismus nach der einstweiligen Einigung zwischen den USA und Mexiko im Zollstreit nun wieder etwas zu schwinden, auch weil US-Präsident Donald Trump im Handelskonflikt mit China mit weiteren Zöllen gegen das Reich der Mitte droht, sollte sich Chinas Präsident Xi Jinping sich einem Treffen mit Trump beim G-20-Gipfel im japanischen Osaka Ende des Monats entziehen.

Der marktbreite S&P 500 gab zuletzt um 0,08 Prozent auf 2884,28 Punkte nach. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 drehte vorübergehend ebenfalls ins Minus, stand zuletzt aber wieder knapp im Plus mit 7504,25 Punkten.

Im Dow waren die Anteile des Flugzeug- und Rüstungsindustriekonzerns United Technologies wie schon am Vortag das Schlusslicht mit einem Minus von zuletzt 3,5 Prozent. Der Grund: US-Präsident Trump hat offenbar Wettbewerbsbedenken bei der geplanten Übernahme des Rüstungskonzerns Raytheon . Raytheon verloren bislang fast 5 Prozent, nachdem sie am Montag um knapp ein Prozent zugelegt hatten. Topwert im Dow waren die Aktien des Telekommunikationskonzerns Verizon mit plus 1,9 Prozent.

Es gab im Telekomsektor aber auch Verlierer, etwa Sprint mit minus 3,9 Prozent. Den Anteilen setzte zu, dass eine Gruppe von US-Staaten gegen die milliardenschwere Übernahme des US-Mobilfunkers durch die US-Tochter der Deutschen Telekom klagen will. Grund für die Klage ist eine mögliche Einschränkung des Wettbewerbs sowie höhere Preise für Endverbraucher. T-Mobile US verloren 1,7 Prozent.

Die Papiere von Cree gaben um 2 Prozent nach, nachdem der LED-Hersteller seine Ziele für das laufende Geschäftsquartal gesenkt hatte. Das Unternehmen reagierte damit auf eine erwartete Abschwächung der Nachfrage sowie auf US-Sanktionen gegen den chinesischen Telekomausrüster Huawei.

Auch Analystenkommentare sorgten für Bewegung. So rutschten die Anteile von Beyond Meat um 22 Prozent ab, nachdem Ken Goldman von der US-Bank JPMorgan sie von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft hatte. Die Aktien des Fleischersatz-Herstellers habe in zwei Handelstagen fast 70 Prozent an Wert gewonnen, begründete der Experte sein neues Anlagevotum. Damit sei selbst das außerordentlich hohe Umsatz- und Gewinnpotenzial des Unternehmens nun eingepreist.

Dagegen ging es für JetBlue um dreieinhalb Prozent bergauf. Citigroup-Analyst Kevin Crissey sieht mehrere kurz- und langfristige Kurstreiber für die Aktien der Fluggesellschaft und empfiehlt sie deshalb nun zum Kauf. Die Ticketpreise entwickelten sich vorteilhaft, während die Treibstoffpreise gleichzeitig sänken, erklärte Crissey./ajx/fba