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Chartanalyse 3M: Zwischen Margendruck, Cashflow-Stärke und neuem Optimismus für 2026

Chartanalysen Patrik Uhlschmied 19 Leser

3M (ISIN: US88579Y1010) hat im Januar 2026 seine neuesten Quartalszahlen vorgelegt und damit ein gemischtes, aber strategisch wichtiges Bild präsentiert. Der Umsatz stieg im vierten Quartal auf 6.1 Mrd. USD, ein Plus von 2.1% gegenüber dem Vorjahr. Während die Topline damit leicht über den Erwartungen lag, zeigte sich der Gewinn pro Aktie deutlich schwächer: Das ausgewiesene EPS fiel auf 1.07 USD, ein Rückgang von 20% im Jahresvergleich. Auf bereinigter Basis hingegen legte der Gewinn pro Aktie auf 1.83 USD zu – ein Plus von 9% und ein Zeichen operativer Stabilisierung. Besonders hervorzuheben ist der Free-Cashflow: Mit 1.3 Mrd. USD im Quartal zeigte 3M eine starke Cash-Conversion, die über 100% lag und damit deutlich über dem Vorjahr. Diese Entwicklung ist entscheidend, da das Unternehmen weiterhin hohe Rückstellungen und Rechtskosten schultern muss. Die operative Marge blieb mit 21.1% stabil und profitierte von Kostendisziplin sowie ersten Effekten der laufenden Restrukturierungen. Für 2026 stellt 3M 3% organisches Wachstum und ein EPS zwischen 8.50–8.70 USD in Aussicht – ein Signal, dass das Management nach Jahren der Belastungen wieder auf nachhaltige Erholung setzt. Treiber sollen neue Produktzyklen, Effizienzprogramme und eine Normalisierung der Lieferketten sein.

Aus charttechnischer Sicht konnte 3M im Big-Picture bereits vor einigen Monaten aus dem mehrjährigen Abwärtstrend nach oben ausbrechen. Damit setzte die Aktie zu einem übergeordneten (Aufwärts-)Trendfortsetzungssignal an. Bisher scheiterte die Aktie allerdings im Bereich des letzten lokalen Zwischenhochs bei ca. 173 USD. 3M könnte angesichts des starken Anstiegs der letzten Jahre in eine untergeordnete, mehrmonatige Verschnaufpause übergehen und einen Pullback einleiten. Die Hauptkorrekturziele befinden sich bei 128 USD und 110 USD. Diese Unterstützungen werden durch die Fibonacci-Retracements der letzten Aufwärtsbewegung verstärkt. Zudem notiert in dieser Zone der Abwärtstrend sowie der sukzessiv ansteigende GD50 (monthly, aktuell bei ca. 118 USD). Für eine untergeordnete Korrektur spricht ebenfalls das Verhalten in der Slow Stochastik. Der Oszillator weist eine überkaufte Situation mit ersten Verkaufssignalen auf. Sollte die Aktie hingegen direkt über 173 USD ansteigen, befindet sich der nächste Widerstand bei 206 USD.

Bevorzugtes Szenario: Long-Einstieg bei ca. 125 USD.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: -.