Aktien Frankfurt: Erholung nach Trumps Zoll-Kehrtwende
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach drei schwachen Tagen infolge des neuerlichen Zollschocks hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag zur Erholung angesetzt. Denn
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach drei schwachen Tagen infolge des neuerlichen Zollschocks hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag zur Erholung angesetzt. Denn
Cabaletta Bio (CABA) hat sich auf die Revolutionierung der Autoimmunbehandlung durch Zelltherapie spezialisiert. Das Unternehmen verfolgt mit seiner CARTA-Strategie (Chimeric Antigen Receptor T cells for Autoimmunity) einen potenziell heilenden Ansatz. Das Kernstück des Portfolios ist Rese-cel (ehemals CABA-201), eine CD19-CAR-T-Zelltherapie. Durch eine einmalige Infusion körpereigener, genetisch modifizierter T-Zellen werden die krankheitsverursachenden B-Zellen im Körper tiefgreifend und transient eliminiert. Dies ermöglicht dem Immunsystem einen „Neustart“, bei dem gesunde B-Zellen nachwachsen, ohne das pathologische Gedächtnis der Krankheit wiederherzustellen. Für Patienten mit schweren Erkrankungen wie Myositis, systemischem Lupus erythematodes (SLE) oder systemischer Sklerose bietet dies die Aussicht auf eine lang anhaltende Remission ohne die Notwendigkeit einer dauerhaften medikamentösen Therapie. Am 12. Januar hat das Unternehmen strategische Prioritäten präsentiert, wobei insbesondere die aktive Rekrutierung für die pivotale Myositis-Studie im Fokus steht. Ein entscheidender Aspekt für Investoren ist hierbei die erklärte Absicht, bereits 2027 den Zulassungsantrag (BLA) einzureichen. Gleichzeitig adressiert Cabaletta proaktiv eines der größten Hindernisse der CAR-T-Therapie: die Skalierbarkeit. Durch die FDA-Genehmigung zur Nutzung der automatisierten Cellares-Plattform positioniert sich das Unternehmen technologisch so, dass Produktionskosten gesenkt und Kapazitäten für den Massenmarkt gesichert werden können. Das Vertrauen in diese Strategie wird durch massive Insider-Käufe unterstrichen. Am 21. Januar haben acht Insider Aktien zu Stückpreisen zwischen 2,19 USD und 2,28 USD für kumuliert 296.188 USD gekauft. Die Insider könnten dabei auf die veröffentlichten strategischen Prioritäten sowie die interne Zuversicht in die bevorstehenden Daten-Readouts gewertet werden.
Entegris (ENTG) hat sich als Spezialist für die Kontaminationskontrolle als unverzichtbarer Partner innerhalb der Halbleiterindustrie positioniert. Geliefert werden hochreine Materialien, Spezialchemikalien und Komponenten bereit, mit denen sich selbst winzige Verunreinigungen verhindern lassen, die Chips unbrauchbar machen könnten. Kunden sind führende Halbleiterhersteller wie TSMC, Intel und Micron bis hin zu Ausrüstungs- und Materialzulieferer wie Applied Materials oder Lam Research. Der Übergang von zu Sub-5- Sub-2-Nanometer-Technologien steigert mit der zunehmenden Komplexität auch die Reinheitsanforderungen. Der seit August 2025 neu amtierende CEO Dave Reeder will Entegris daher tiefer in das Ökosystem integrieren und nicht nur in Chipfabriken, sondern bereits Die Integration in das Ökosystem soll unter dem seit August 2025 neu amtierenden CEO Dave Reeder ausgeweitet werden, um schon beim Transport für reinere Ausgangsmaterialien in Chipfabriken zu sorgen. Damit entstehen neue Umsatzchancen mit Zulieferern. Neue Fabriken in Colorado und Taiwan werden hochgefahren. Auch China ist mit einem sequenziellen Wachstum von 8 % im letzten Quartal eine wichtige Stütze, wo die lokale Fertigung zur Umgehung von US-Exportbeschränkungen im Jahr 2026 auf über 90 % ausgebaut werden soll. Advanced-Logic-Chips und HBM-Speicher für KI-Anwendungen sind wichtige Treiber, wobei auch 3D-NAND und Advanced Packaging neue Chancen bieten. Needham hob das Kursziel mit einer Nachfrageverbesserung in den letzten 90 Tagen von 100 auf 150 USD (Strong Buy) an. Entegris bestätigte nach der bereits eingeleiteten Trendwende am 21. Januar die Prognose für das 4. Quartal. Auch die UBS ist optimistisch und rechnet mit einem Gewinn von über 5 USD je Aktie (Konsens: 3,98 USD) bis 2027. Die Aktie könnte nun wieder zum Mehrjahreshoch tendieren.
Coda Octupus bietet proprietäre 4D-Sonar- und DAVD-Technologien an und positioniert sich damit als wichtiger Wegbereiter für autonome Unterwasser- und Verteidigungsanwendungen. Mit einer Marktkapitalisierung von nur 120 Mio. USD handelt es sich um einen Micro-Cap. Die EchoScope- und DAVD-Plattformen von Coda, die durch über 70 Patente geschützt sind, dürften ein margenstarkes Wachstum vorantreiben. Im 3. Quartal wuchs der Umsatz um 29,1 % auf 7,1 Mio. USD. Ich denke wir werden hier eine Umsatzbeschleunigung in den kommenden Quartalen sehen, da neue Produkte an Zugkraft gewinnen. So wurde mit der PIPE NANO GEN Series im September ein hochauflösendes Echtzeit-3D-Sonar in kompakter Form eingeführt. Daneben skaliert die DAVD-Plattform massiv. Neben den kabelgebundenen Systemen werden 16 neue unabhängige Systeme für Spezialkräfte und Minenräumteams zur Auslieferung vorbereitet. Auch die Übernahme von Precision Acoustics Limited dürfte zukünftig zum Wachstum beitragen. Damit wurde ein völlig neues Segment für akustische Sensoren und Materialien geschaffen, das zuletzt schon rund 1,3 Mio. USD zum Umsatz beisteuerte. Am 29. Januar stehen die Q4-Zahlen an. Kommt es hier zu einem Up-gap nach starken Zahlen, dann kann ich mir hier einen Einstieg vorstellen. (CODA)