Aktien New York: Verluste nach Rekordjagd - Zinssorgen sind zurück
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem jüngsten Rekordlauf an der Wall Street haben die US-Anleger am Donnerstag wieder vorsichtiger agiert. Die
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem jüngsten Rekordlauf an der Wall Street haben die US-Anleger am Donnerstag wieder vorsichtiger agiert. Die
Digital Turbine, das über On-Device-Integrationen und Werbeplattformen Werbetreibende, App-Entwickler, Mobilfunkanbieter und Gerätehersteller miteinander verbindet, um die Monetarisierung und Reichweite von Apps zu optimieren, konnte in den letzten Monaten mit vielen positiven Nachrichten überzeugen. Die Zahlen zum 1. Quartal vom 4. August könnten nun endgültig den Turnaround einleiten. Der Umsatz kletterte um 27 % auf 166,0 Mio. USD und lag rund 21 Mio. USD über der Analystenschätzung. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 0,19 USD nach 0,06 USD im Vorjahresquartal, ein Plus von 217 % und klar über der Konsensschätzung von 0,09 USD. Getragen wurde das Wachstum von beiden Geschäftsbereichen. Das Management erhöhte die Prognose für das Gesamtjahr: Der Umsatz soll nun zwischen 650 Mio. USD und 670 Mio. USD liegen, das bereinigte EBITDA zwischen 145 Mio. USD und 155 Mio. USD. Als Wachstumstreiber nannte CEO Bill Stone den Einsatz von KI-Werkzeugen, die Werbekampagnen gezielter aussteuern und die Erträge der Werbepartner verbessern. Zusätzlichen Rückenwind liefert die im Juni 2026 gestartete Plattform Launchpad, mit der Digital Turbine App-Entwicklern einen alternativen Vertriebsweg abseits der großen App-Stores bietet. Laut einer Playrix-Studie sind 97 % der über Launchpad generierten Downloads inkrementell. Ergänzt wird dies durch eine im Mai 2026 verkündete Partnerschaft mit dem Telekomkonzern Orange, der 340 Mio. Kunden in 26 Ländern bedient. Die Aktie sprang am 5. August 2026 zeitweise um mehr als 40 % nach oben und markierte ein neues Jahreshoch. Hier kann man spekulativ nun darauf setzen, dass die Trendwende gelingt. Das Risiko würde ich spätestens im Bereich von 11,50 USD begrenzen. (APPS)
Zebra Technologies muss man nach starken Quartalszahlen im Blick behalten. Es handelt sich um ein Technologieunternehmen, das durch ein KI-gestütztes Portfolio aus mobilen Computern, Barcodescannern, RFID-Lesegeräten und Spezialdruckern Firmen in Branchen wie Logistik oder Handel dabei unterstützt, ihre Betriebsabläufe intelligent zu vernetzen. Die Zahlen zum 2. Quartal vom 4. August übertrafen die Erwartungen deutlich. Der Umsatz stieg um 20,4 % auf 1,56 Mrd. USD, auf organischer Basis betrug das Wachstum 9 %. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte um 76 % auf 6,35 USD und lag damit 45 % über den Analystenschätzungen. Für das Gesamtjahr 2026 hebt das Unternehmen die Prognose an und erwartet nun ein Umsatzwachstum von 14 bis 16 % sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 20,75 und 21,25 USD, nach zuvor 18,30 bis 18,70 USD. Auf der Kundenkonferenz ZONE 2026 präsentierte Zebra neue Softwareplattformen: Zebra Nucleus zentralisiert das Management globaler Geräteflotten, während KI-gestützte Workcloud-Lösungen Daten direkt zur Frontline leiten. Diese Innovationskraft brachte Zebra den 10. Platz im AI-Readiness-Ranking des Wall Street Journals ein. Ein strategischer Wachstumshebel bleibt die Beteiligung an Apera AI, deren Physical-AI-Technologie Industrieroboter mit visueller 4D-Intelligenz für komplexe Fertigungsaufgaben ausstattet. Im Conference Call betonte das Management zudem die anhaltende Diversifizierung des RFID-Geschäfts über den Einzelhandel hinaus in Bereiche wie Frischwarenlogistik und Paketverfolgung als weiteren Wachstumstreiber. Die Aktie ist mit einem KGV von 17 für 2026 moderat bewertet. Hier kann man jetzt auf einen Updrift Richtung 400 USD setzen. (ZBRA)
Snap-On hat sich als Hersteller von Werkzeugen für den Professional-Bereich einen Namen gemacht und ist für sein einzigartiges Vertriebskonzept bekannt. Am 8. Juni 2026 hat das Unternehmen Diesel Laptops übernommen, das Diagnosesoftware für Lkws anbietet. Bereits am 30. April hatte Snap-on Hi-Force aus dem britischen Daventry übernommen. Der Hersteller von Hochdruck-Hydraulikwerkzeugen beliefert die Öl- und Gasindustrie. Beide Zukäufe stützen sich auf das Vertriebskonzept, das Snap-on von Wettbewerbern unterscheidet: Neben Direktvertrieb und Distributoren verkauft das Unternehmen über ein Netz selbstständiger Franchise-Händler, die mit den markanten rot-weißen Vans direkt bei Werkstätten und Technikern vorfahren und dabei auf konzerneigene Finanzierungsprogramme zurückgreifen. Dieser Kanal erleichtert das Cross-Selling neuer Produktlinien wie Diesel Laptops oder Hi-Force über bestehende Kundenbeziehungen. Operativ bleibt das Fundament stabil: Im 1. Quartal 2026 stiegen die Nettoumsätze um 5,8 % auf 1,21 Mrd. USD, organisch legte das Geschäft um 3,4 % zu. Am 23. Juli wird Snap-on die Zahlen zum 2. Quartal vorlegen. Mit einem KGV von rund 18 bleibt die Aktie, die zuletzt auf ein neues Allzeithoch ausgebrochen ist, moderat bewertet. Hier kann man darauf setzen, dass das Unternehmen erneut solide Zahlen vorlegt und der Aufwärtstrend weitergeht. (SNA)