ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Gewinne - Fed tritt etwas auf die Kursbremse
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Notenbank Fed hat am Mittwoch die Kauflaune an den US-Aktienmärkten etwas gedämpft. Sie betonte im Protokoll
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Notenbank Fed hat am Mittwoch die Kauflaune an den US-Aktienmärkten etwas gedämpft. Sie betonte im Protokoll
Der Online-Casino- und Sportwettenanbieter Rush Street Interactive legt ein insgesamt starkes Zahlenwerk vor und übertrifft vor allem beim Umsatz klar die Markterwartungen. Die Erlöse steigen im vierten Quartal um 27,8 % auf 324,9 Mio. USD und liegen damit laut Analystenkonsens deutlich über den prognostizierten rund 305 Mio. USD. Auch der operative Gewinn verbessert sich sichtbar: Die operative Marge klettert auf 8,8 % nach 4,8 % im Vorjahr. Gleichzeitig meldet das Unternehmen für 2026 eine ambitionierte Prognose mit Umsätzen von 1,38 bis 1,43 Mrd. USD sowie einem erwarteten EBITDA von bis zu 230 Mio. USD – beides über den bisherigen Marktschätzungen. Dennoch bleibt ein Wermutstropfen: Der bereinigte Gewinn je Aktie erreicht lediglich 0,08 USD und verfehlt damit die Erwartungen der Analysten. Anleger reagieren dennoch positiv auf die starke Umsatzdynamik und den optimistischen Ausblick, die Aktie legt nach Veröffentlichung der Zahlen deutlich zu. Aus Investorensicht zeigt sich ein klassisches Wachstumsprofil mit steigender operativer Effizienz, aber weiterhin schwankender Gewinnqualität. Besonders die stark wachsende Nutzerbasis treibt das Geschäft – in den USA und Kanada steigt die Zahl monatlich aktiver Spieler im Jahresvergleich um 37 % auf über 278.000. Konzernchef Richard Schwartz spricht laut Unternehmensangaben von einer „außergewöhnlichen Entwicklung“ mit breiter Stärke über Regionen und Produktkategorien hinweg. Gleichzeitig signalisiert der Ausblick eine verlangsamte, aber weiterhin überdurchschnittliche Expansion: Analysten rechnen laut Marktschätzungen mit rund 16,9 % Umsatzwachstum im kommenden Jahr. Chancen ergeben sich aus der geografischen Expansion und steigenden Skaleneffekten, während regulatorische Risiken, volatile Margen und der intensiver werdende Wettbewerb im Online-Glücksspielmarkt zentrale Unsicherheitsfaktoren bleiben.
Rush Street Interactive (RSI) setzt klar auf eine „Casino-Frist“-Strategie und eine Bibliothek mit über 5.000 Online Casino Spielen aus mehr als 70 Spielestudios an. Abgerundet wird das Angebot auch mit Sportwetten. Durch die starke Präsenz in den USA, Kanada und Lateinamerika kann ein 164 Mrd. USD großer Markt adressiert werden. In den Vereinigten Staaten ist der iCasino-Markt gemessen an den Bruttospielerträgen der letzten 12 Monate mit 9,96 Mrd. USD fast 3,6-mal so groß wie der Sportwettenmarkt. Hinzukommt, dass der durchschnittliche Casino-Spieler branchenweit durch einen höheren Bruttospielertrag 5,6-mal wertvoller als ein reiner Sportwetten-Nutzer. Ein Unterscheidungsmerkmal bietet das noch junge Online-Poker-Angebot, das Spieler bald über 5 US-Bundesstaaten hinweg für große Turniere verbindet. Derzeit gibt es 278.000 monatlich aktive Nutzer (MAUs) in Nordamerika, zu denen 493.000 MAUs aus Lateinamerika hinzukommen. Insgesamt gab es bei Casino-Spielen in Nordamerika mit einem MAU-Wachstum von 51 % im 2. Quartal den zweithöchsten Anstieg in 4,5 Jahren. Zudem dürfte eine kurzfristige Steuerbelastung auf Einzahlungen in Kolumbien im Jahr 2026 beseitigt werden. Geplant ist bis zum Quartalsende außerdem der Marktstart in Alberta (Kanada). Die Experten von Citizens stufen die Aktie nach den gerade verkündeten Rekordzahlen mit einem Kursziel von 24 USD von „Market Perform“ auf „Outperform“ hoch und spricht von einem der widerstandsfähigsten Geschäftsmodelle im Online-Gaming-Bereich mit einem vorteilhaften Produktmix und einer breiten geografischen Präsenz. Gemessen am Gesamtumsatz ist das Unternehmen einer der „größten Profiteure einer Legalisierung von Online-Glücksspielen“. Needham ist mit einer Anhebung von 23 auf 25 USD (Buy) sogar noch optimistischer. Nach einem Rekordjahr mit einem Umsatzplus von 23 % soll sich das Wachstum im Fiskaljahr 2026 auf 21 bis 26 % beschleunigen.
Lincoln Educational Services bietet Weiterbildungsmöglichkeiten für High-School-Absolventen und berufstätige Erwachsene in den Vereinigten Staaten an, darunter Fachhandwerksprogramme zum Elektriker oder KFZ-Mechaniker. Dabei wird das Wachstum durch den Arbeitskräftemangel und den Bedarf an Nachwuchs im Handwerk getrieben. Mit der Eröffnung eines neuen Campus am 18. Februar 2026 in Houston und der Expansion nach Levittown in Pennsylvania bringt man in wirtschaftlich starke, aber im Bereich der Fachausbildung unterversorgte Metropolregionen ein, was dem Unternehmen neue, langfristige Einnahmequellen bringt. Am 17. Februar hat das Unternehmen angekündigt, die Zahlen für das 4. Quartal am 23. Februar veröffentlichen zu wollen. Die Analysten rechnen hier mit einem Gewinn pro Aktie von 0,42 USD. Das würde einem starken Wachstum von über 35 % im Vergleich zum Vorjahresquartal entsprechen. Auch beim Umsatz wird dank der wachsenden Schülerzahlen ein solides, zweistelliges Plus erwartet. In Erwartung, dass die Zahlen extrem stark sein werden, kann hier auf einen weiteren Updrift über die nächsten Tage Richtung 35 USD spekuliert werden. (LINC)