Aktien New York: Solide Jobdaten keine nachhaltige Stütze
NEW YORK (dpa-AFX) - Auf den ersten Blick starke Zahlen vom US-Arbeitsmarkt haben am Mittwoch an den New Yorker Börsen kein
NEW YORK (dpa-AFX) - Auf den ersten Blick starke Zahlen vom US-Arbeitsmarkt haben am Mittwoch an den New Yorker Börsen kein
In der Welt der Halbleiter entscheidet oft nicht nur die Rechenleistung, sondern die Zuverlässigkeit über Erfolg oder Milliardenverluste. Aehr Test Systems hat sich auf Test and Burn-in-Lösungen spezialisiert. Dabei werden Chips unter extremen thermischen und elektrischen Bedingungen künstlich gealtert, um Produktionsfehler auszuselektieren, bevor sie in teuren Endgeräten verbaut werden. Neuer Fokus: Vom Elektroauto zum KI-Rechenzentrum CEO Gayn Erickson betonte zuletzt mehrfach, dass die Explosion der KI- und Rechenzentrumsinfrastruktur der primäre Treiber für das zukünftige Geschäft ist. Ein technologischer Schlüsselaspekt ist hier das Wafer-Level Burn-in für KI-Prozessoren. Bei modernen, hochpreisigen KI-Modulen, die Prozessoren mit HBM kombinieren, ist es wirtschaftlich essenziell, Fehler bereits auf Wafer-Ebene zu identifizieren. Nur so lässt sich verhindern, dass defekte Chips in kostspielige Substrate verbaut werden. Diese strategische Relevanz spiegelt sich in einer starken Prognose wider. Für das zweite Halbjahr 2026 erwartet Aehr Auftragseingänge zwischen 60 und 80 Millionen US-Dollar, wobei der Großteil auf KI-Prozessoren entfällt. Das Sonoma-System etabliert sich dabei zunehmend als Industriestandard für die Qualifizierung von KI-Chips. Da führende Kunden bereits Kapazitäten für die großflächige Produktion von AI ASICs angefragt haben, stehen Aehr möglicherweise Rekordaufträge ins Haus, was die Visibilität für das Geschäftsjahr 2027 massiv erhöht. Der strategische Ritterschlag durch einen Hyperscaler Wie valide diese Wachstumsversprechen sind, zeigt der heute vermeldete Großauftrag. Ein weltweit führender Hyperscaler, der eigene KI-Beschleuniger entwickelt, hat Aehr mit den Produktionstests der nächsten Chipgeneration beauftragt. Der Auftrag umfasst mehrere „Sonoma“-Systeme sowie die dazugehörigen Testmodule. Sie sind für Prozessoren mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 2.000 Watt ausgelegt und bieten eine präzise thermische Steuerung in mehreren Zonen pro Chip während des Burn-in-Prozesses. Dass der Kunde bereits für die zweite Jahreshälfte 2026 eine signifikante Ausweitung der Kapazitäten prognostiziert, unterstreicht die Marktstellung von Aehr. Folglich sollte die Aktie aus der Konsolidierung ausbrechen!
Cloudflare sorgt mit starken Geschäftszahlen und einem optimistischen Ausblick für deutliche Kursgewinne. Mehrere Brokerhäuser reagieren mit angehobenen Kurszielen, während der Analystenkonsens weiterhin überwiegend auf Kaufen lautet – mit einem Median-Kursziel von 245 USD. Treiber der Dynamik ist vor allem der rasant steigende Bedarf an Cloud-Infrastruktur durch Künstliche Intelligenz. CEO Matthew Prince spricht von einer grundlegenden „Neuplattformierung des Internets“, die die Nachfrage über sämtliche Cloudflare-Dienste hinweg antreibt. Besonders stark wächst laut Management der Datenverkehr durch autonome Software-Agenten, deren Nutzung im Januar allein mehr als verdoppelt hat. Diese Entwicklung verstärkt laut Prince einen positiven Netzwerkeffekt: Mehr KI-Agenten führen zu mehr Code auf der Cloudflare-Plattform, was wiederum zusätzliche Nachfrage nach Sicherheits-, Performance- und Netzwerklösungen generiert. Für Anleger ist entscheidend, dass das Unternehmen trotz kräftigen Wachstums weiterhin in einem hochkompetitiven Cloud-Umfeld agiert. Zudem liegen die Aktien nach dem starken Kursanstieg von über 83 % im Jahr 2025 bislang rund 8 % im Minus im laufenden Jahr – ein Zeichen dafür, dass die Erwartungen bereits hoch sind. Dennoch könnten steigende KI-Workloads, große Vertragsabschlüsse und strukturell wachsender Internetverkehr die Investmentstory weiter stützen. Cloudflare betreibt eine globale Cloud- und Netzwerkplattform, die Websites, Anwendungen und digitale Dienste beschleunigt, schützt und miteinander verbindet.
Lattice Semiconductor (LSCC) gilt gemessen am Auslieferungsvolumen als der weltweit führende Anbieter von energieeffizienten, programmierbaren Logikbausteinen (Low-Power-FPGAs), die nach der Fertigung für den spezifischen Einsatzzweck konfiguriert werden können. Mit geringem Energie- und Platzbedarf werden Chips für kritische Steuerungs-, Verbindungs- und Sicherheitsfunktionen bereitgestellt. Das Management spricht von wichtigen „Companion Chips“ für die Megatrends KI-Rechenzentren und Physical AI. Neue Wachstumschancen bieten etwa Robotik, Humanoide Roboter, Industrieautomatisierung und Robotaxis. Ein wichtiger Wachstumsmotor sind die Produktinnovationen rund um die Nexus- und Avant-Serie, die mit einem Rekord bei neuen Designgewinnen im Gesamtjahr 2025 um 70 % wachsen konnten. Das Kernsegment Communications & Computing konnte im letzten Quartal um 60 % wachsen. Auf Jahresbasis erreichten die Serververkäufe mit +85 % einen neuen Umsatzrekord. Positiv ist hier, dass in einem Serverrack bis zu über 50 FPGAs eingesetzt werden. Die Chip-Anzahl pro Server hat sich seit dem Jahr 2024 auf 3 verdoppelt und auch der durchschnittliche Verkaufspreis nahm von 3 auf 4 USD zu. Für 2026 ist das Segment so gut wie ausgebucht. Das Umsatzwachstum soll sich im 1. Quartal von rund 24 % auf massiv 37 % beschleunigen. Im neuen Fiskaljahr 2026 soll das Umsatzwachstum mindestens 20 % betragen, wobei neue Produkte durch den massiven Ausbau des Portfolios einen Umsatzanteil im mittleren 20 %-Bereich erreichen dürften. Die Aktie könnte nun auf ein neues Allzeithoch ausbrechen.