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Chartanalyse Beiersdorf: Trotz Rekordzahlen im Würgegriff der Gewinnmitnahmen

Chartanalysen Patrik Uhlschmied 24 Leser

 

Der Hamburger DAX-Konzern Beiersdorf (ISIN: DE0005200000) hat mit seinen im März 2026 vorgelegten Jahreszahlen die Erwartungen des Marktes operativ deutlich übertroffen. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 8,4% auf 10,28 Mrd. EUR (ca. 11,15 Mrd. USD). Besonders beeindruckend entwickelte sich das EPS, das mit 4,12 USD ein Plus von 11,5% gegenüber dem Vorjahreswert von 3,7 USD markierte. Doch warum kam es nach der Bekanntgabe zum abrupten Abverkauf? Marktteilnehmer verwiesen auf das Prinzip „Buy the Rumor, Sell the Fact“. Da die Aktie im Vorfeld der Zahlen bereits stark gelaufen war, nutzten Investoren die guten Nachrichten für massive Gewinnmitnahmen. Zudem enttäuschte der Ausblick beim Free-Cashflow leicht, da für 2026 höhere Investitionen in die US-Produktionsstandorte angekündigt wurden. Um den Kurs zu stützen, bestätigte Beiersdorf jedoch die Fortführung des massiven Aktienrückkaufprogramms mit einem Volumen von weiteren 500 Mio. USD bis Ende 2026. Dies untermauert die starke Cash-Position, denn der Free-Cashflow lag mit 1,32 Mrd. USD (+9,2% zum Vorjahr) auf Rekordniveau. Analysten hoben zudem die EBIT-Marge hervor, die dank Effizienzprogrammen auf 15,4% gesteigert werden konnte. Langfristig bleibt die Story durch die Erholung von La Prairie und die Dominanz von Nivea intakt, auch wenn der Markt kurzfristig Luft abgelassen hat.

Aus charttechnischer Sicht steht die Beiersdorf-Aktie vor einer relevanten Entscheidung. Aufgrund des starken Abverkaufs nach Bekanntgabe der Quartalszahlen wurde der langjährige Aufwärtstrend nach unten durchbrochen. Geschieht dies per Monatsschlusskurs, könnte ein langjähriger Abwärtstrend folgen. Entscheidend hierfür ist ein Unterbieten der Unterstützung von 80 Euro in Kombination zum GD200 (monthly). In einem solchen Fall befinden sich die nächsten übergeordneten Unterstützungen bei 66 und 48 Euro. Das Bild hellt sich erst nachhaltig auf, wenn die Aktie wieder über 102 Euro ansteigen kann. Die Slow Stochastik signalisiert zwar einen massiv überverkauften Zustand, konnte bisher jedoch kein Kaufsignal generieren.

Bevorzugtes Szenario: Short-Einstieg unter 80 Euro.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: -.