Chartanalyse Intel: Zwischen Umsatzrückgang, Cashflow-Stärke und einem vorsichtigen Ausblick
Intel (ISIN: US4581401001) hat im Januar 2026 seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt und damit ein gemischtes Bild präsentiert. Der Umsatz lag bei 13.7 Mrd. USD, was einem Rückgang von 4% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Beim Gewinn pro Aktie zeigte sich hingegen eine deutliche Verbesserung: Das bereinigte EPS erreichte 0.15 USD, deutlich über den Erwartungen und klar stärker als im Vorjahr, in dem Intel noch tiefer in den roten Zahlen steckte. Besonders hervorzuheben ist der Free‑Cashflow. Intel generierte im Quartal einen adjusted Free‑Cashflow von 2.2 Mrd. USD, getragen von einem operativen Cashflow von 4.3 Mrd. USD – ein starkes Signal angesichts der weiterhin angespannten Lieferketten und hohen Investitionen in neue Fertigungstechnologien. Strategisch wichtig: Intel meldete Fortschritte bei der Einführung seiner 18A‑Fertigung und einem beschleunigten Wachstum im Data‑Center‑ und AI‑Segment, das im Quartal um 15% gegenüber dem Vorquartal zulegte. Dennoch bleibt der Ausblick verhalten. Für das erste Quartal 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatzkorridor von 11.7–12.7 Mrd. USD, dessen Mittelpunkt unter den Analystenschätzungen liegt. Zudem rechnet Intel nur mit einem ausgeglichenen bereinigten EPS – ein klares Zeichen, dass die Lieferengpässe und der Preisdruck im PC‑Segment noch nicht überwunden sind. Damit steht Intel zwischen operativer Erholung und strukturellem Gegenwind – ein Spannungsfeld, das den Kursverlauf prägen dürfte.
Aus charttechnischer Sicht gelang der Intel-Aktie zuletzt eine Art Befreiungsschlag im Big-Picture. Die Aktie konnte über den mehrjährigen Abwärtstrend nach oben ausbrechen. Wenn dieser Ausbruch nun verteidigt werden kann und die Aktie im Falle eines Pullbacks nicht signifikant unter 32 USD fallen sollte, könnte der übergeordnete Aufwärtstrend fortgesetzt werden. Das Szenario verdichtet sich, wenn das letzte lokale Zwischenhoch von 2023/2024 bei ca. 50 USD nachhaltig nach oben überwunden werden kann. Dann befinden sich die nächsten Ziele bei 57 und 68 USD.
Bevorzugtes Szenario: Long-Einstieg bei ca. 36 USD.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: -.