Chartanalyse Kering: Luxus-Riese vor dem Wendepunkt?
Der französische Luxusgüterkonzern Kering (ISIN: FR0000121485) steht nach der Veröffentlichung der aktuellen Zahlen im Februar 2026 am Scheideweg. Der Umsatz belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 18,2 Mrd. EUR (ca. 19,7 Mrd. USD), was einem Rückgang von 3,5% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders belastete die Neuausrichtung der Kernmarke Gucci, die sich mitten in einer Design-Transformation befindet. Das Ergebnis pro Aktie (EPS) sank im Vergleich zum Vorjahr um 12% auf 28,10 EUR (ca. 30,50 USD). Trotz des schwierigen Marktumfelds in Asien konnte der Free-Cashflow mit 3,1 Mrd. USD stabilisiert werden, was einem leichten Plus von 1,2% entspricht. Diese Kennzahl unterstreicht die hohe Resilienz des Geschäftsmodells. Eine weitere kritische Kennzahl ist die operative Marge, die mit 23,5% leicht unter dem Vorjahreswert liegt, jedoch die hohen Investitionen in das exklusive Store-Netzwerk widerspiegelt. Hinter der Entwicklung steht die Strategie, Gucci weg vom Massenmarkt zurück zu höchster Exklusivität zu führen. Während dieser Prozess kurzfristig Volumen kostet, soll er langfristig die Preismacht sichern. Der Ausblick für 2026 bleibt vorsichtig optimistisch: Das Management erwartet eine schrittweise Erholung der Nachfrage im zweiten Halbjahr, getrieben durch neue Kollektionen und eine Stabilisierung des chinesischen Marktes. Kering setzt zudem verstärkt auf das Segment „Beauty“, um neue Ertragsquellen zu erschließen. Anleger fokussieren sich nun darauf, ob die Talsohle bei den Margen endgültig durchschritten ist.
Aus charttechnischer Sicht arbeitet Kering gerade an einer übergeordneten Bodenbildung. Vorangegangen ist ein massiver Kursverlust ausgehend vom Allzeithoch bei rund 750 Euro bis im Tief bei ca. 150 Euro. In den letzten Monaten konnte von diesen Tiefs ein erster größerer Kursanstieg verzeichnet werden. Allerdings scheiterte die Aktie bislang am Abwärtstrend in Kombination zum Widerstand bei 350 Euro sowie der Zone des GD200 (monthly). Kann sich die Aktie nun in der Unterstützungszone zwischen 220 und 252 Euro stabilisieren, stehen die Chancen für einen übergeordneten Turnaround-Versuch gut. Hierzu sollte Kering allerdings nicht mehr unter 180 Euro fallen. Gelingt der Breakout über den Abwärtstrend, befinden sich die nächsten Kursziele bei 350, gefolgt von 430 und 600 Euro.
Bevorzugtes Szenario: Long-Einstieg zwischen 220 und 250 Euro.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: -.