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Chartanalyse LVMH: Luxusgigant trotzt Gegenwind – Cashflow glänzt, Margen unter Druck

Chartanalysen Patrik Uhlschmied 0 Leser

LVMH (ISIN: FR0000121014) präsentierte im Januar 2026 seine aktuellen Zahlen und zeigte erneut, warum der Konzern als stabilster Player der Luxusbranche gilt. Der Umsatz für das Gesamtjahr 2025 erreichte 80.8 Mrd. USD, was einem leichten Rückgang von 1% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders im zweiten Halbjahr stabilisierte sich das Wachstum, getragen von einer Erholung in Asien und solider Nachfrage in den USA. Beim Gewinn zeigte sich der Druck deutlicher: Das operative Ergebnis sank um 9%, während der Gewinn pro Aktie im Jahresvergleich um 13% zurückging. Gründe hierfür lagen vor allem in negativen Währungseffekten, schwächerem Geschäft in Europa sowie höheren Kosten in der Lieferkette. Trotz dieser Belastungen überzeugte der Free‑Cashflow: Mit 11.3 Mrd. USD legte er um 8% zu und unterstreicht die starke Finanzkraft des Konzerns. Besonders positiv entwickelte sich das Segment Fashion & Leather Goods, das ab dem dritten Quartal wieder organisches Wachstum verzeichnete. Dagegen belasteten rückläufige Umsätze im Bereich Wines & Spirits das Gesamtbild – insbesondere aufgrund schwacher Nachfrage in den USA. Für 2026 gibt sich LVMH vorsichtig optimistisch. Der Konzern erwartet moderates Umsatzwachstum, getragen von einer Normalisierung in Asien und neuen Produktzyklen. Gleichzeitig warnt das Management vor anhaltender geopolitischer Unsicherheit und Währungsschwankungen.

Aus charttechnischer Sicht befindet sich LVMH innerhalb einer mehrjährigen Abwärtsbewegung. Grundsätzlich gilt: solange dieser Abwärtstrend nicht nachhaltig nach oben durchbrochen wird, ist in Summe mit weiter fallenden Kursen zu rechnen. Dieser verläuft aktuell bei ca. 680 Euro. Im Zuge der Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen ist die Aktie deutlich unter Druck geraten. Hierbei handelt es sich überwiegend um Gewinnmitnahmen nach dem vorangegangenen starken Kursanstieg. LVMH befindet sich dadurch bei den Haupt-Korrekturzielen zwischen 510 und 530 Euro. Die Slow Stochastik generierte ein Verkaufssignal und baut die überkaufte Situation ab. Kann sich die Aktie in den nächsten Wochen in dieser Zone stabilisieren, stehen die Chancen gut für eine fortgesetzte Erholungsbewegung mit den Kurszielen bei 597 Euro, gefolgt von 655 Euro. Das Potenzial auf einen Breakout aus dem Abwärtstrend und damit auf eine Wiederaufnahme des übergeordnet führenden Aufwärtstrend ist dadurch gegeben. Voraussetzung bleibt allerdings eine mehrwöchige Bodenbildung in der genannten Unterstützungszone.

Bevorzugtes Szenario: Bodenbildung über 510 Euro abwarten.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: LVMH.