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Chartanalyse Netflix: Geplatzte WBD-Übernahme beflügelt – J.P. Morgan sieht Ziel bei 120 USD!

Artikel, Chartanalysen Wolfgang Zussner 118 Leser

Hallo Trader und Investoren,

heute sehen wir uns die Aktie von Netflix an. Der Streaming-Pionier ist mit 411 Mrd. USD an der Börse bewertet.

Nach einem starken Aufwärtstrend, der im Sommer 2025 bei 134 USD gipfelte, ging die Aktie von Netflix (NFLX) in einen deutlichen Korrekturmodus über. Dabei rutschte der Kurs unter die 40-Wochenlinie, was charttechnisch zunächst ein bärisches Signal war. Aktuell sehen wir eine sehr dynamische, grüne Wochenkerze, die den Kurs wieder in Richtung der 98-USD-Marke katapultiert hat. Das „Highlight“ im Chart neben dem bullischen Impuls ist die Slow Stochastik, welche im extrem überverkauften Bereich (nahe der 0-Linie) ein Kaufsignal generiert hat (die grüne Linie kreuzt die rote nach oben). Historisch gesehen waren solche Kreuzungen in diesem tiefen Bereich (siehe Ende 2023) oft der Startschuss für mehrmonatige Rallys. Der „Deckel“ liegt momentan beim gleitenden 40-Wochen-Durchschnitt bei knapp 109 USD. Ein Ausbruch darüber würde den Weg in Richtung des Allzeithochs ebnen.

Bevorzugtes Szenario: Long-Einstieg, SL unter 85 USD.

Nach der geplatzten Übernahme von Warner Bros. Discovery hat J.P. Morgan die Netflix-Aktie von „Neutral“ auf „Overweight“ hochgestuft. Obwohl das Kursziel leicht von zuvor 124 auf 120 USD gesenkt wurde, signalisiert die Bank damit ein Aufwärtspotenzial von fast 25 % gegenüber dem aktuellen Kursniveau. Netflix bewahrt sich ohne die Übernahme seine Cash-Reserven, vermeidet hohe Integrationsrisiken und behält seine volle operative Flexibilität. Durch das Scheitern des Deals wird erwartet, dass der Streaming-Gigant eine Entschädigungszahlung von etwa 2,8 Mrd. USD erhält. Entgegen der Sorge, Künstliche Intelligenz könnte die Medienbranche stören, sieht J.P. Morgan KI als „Rückenwind“ für Netflix. Sie soll die Personalisierung der Inhalte verbessern, die Werbeumsätze durch präziseres Targeting steigern und langfristig die Produktionskosten senken.