Chartanalyse Netflix: Streaming-König im Werberausch
Der Streaming-Pionier Netflix (ISIN: US64110L1061) schreibt im März 2026 die Regeln der Unterhaltungsindustrie neu. Während die Konkurrenz mit schrumpfenden Budgets kämpft, meldet Netflix einen beeindruckenden Zuwachs von 12,4 Mio. Neukunden im abgelaufenen Quartal. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 15% auf 10,8 Mrd. USD, während der Gewinn pro Aktie (EPS) mit 5,10 USD die Erwartungen der Wall Street deutlich übertraf. Mittlerweile nutzen über 45% der Neukunden die günstigere werbegestützte Option, was die durchschnittlichen Erlöse pro Nutzer (ARM) stabilisiert. Ein strategischer Meilenstein war zudem die erfolgreiche Live-Übertragung der ersten exklusiven NFL-Spiele im Januar 2026, die ein Millionenpublikum banden und Werbekunden anzogen. Der Free-Cashflow erreichte mit 2,3 Mrd. USD einen neuen Höchststand, den das Management für massive Aktienrückkäufe nutzt. Hintergrund der aktuellen Stärke ist das Ende des Passwort-Sharings, das Millionen von Trittbrettfahrern in zahlende Mitglieder verwandelte. Für den Ausblick 2026 fokussiert sich Netflix verstärkt auf „Live-Experience“-Inhalte und Gaming-Integrationen, um die Abwanderungsquote (Churn Rate) weiter zu senken. Trotz regulatorischer Hürden in Europa bleibt die operative Marge mit 24% auf Rekordniveau, was Netflix zur unangefochtenen Cash-Maschine im Sektor macht.
Aus charttechnischer Sicht befindet sich Netflix innerhalb eines langfristig intakten Aufwärtstrends. Im Zuge der letzten Monate ist die Aktie allerdings in eine untergeordnete Korrekturbewegung übergegangen. Währenddessen baute die Slow Stochastik die überkaufte Situation ab. Nachdem die ersten Korrekturziele in Form der Fibonacci-Retracements angesteuert wurden, zeigte Netflix eine erste Gegenbewegung. Solange die Aktie den Widerstand bei 111 USD jedoch nicht nachhaltig nach oben überwinden kann, ist mit einer zweiten Abwärtswelle zu rechnen. Bei einer potenziellen, zweiten Abwärtsbewegung könnte die Aktie einen Pullback zurück zum GD50 (monthly, aktuell bei ca. 64 USD) einleiten. In dieser Zone erwäge ich den Aufbau erster Positionen.
Bevorzugtes Szenario: Long-Einstieg bei 64 USD.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: -.