So findet ihr Aktien mit Neubewertungspotenzial - diese Aktien habe ich jetzt im Blick!
Hallo Investoren, Hallo Trader
Bevor wir uns heute drei Unternehmen, die aufgrund eines Up-Gaps ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) aufweisen, zu sprechen kommen, könnt ihr euch sogleich entscheiden, ob ihr den Artikel lieber lesen wollt, oder ob ihr ihn euch lieber auf You-Tube ansehen wollt.
Pivotal-News-Points sind bedeutsame Schlüsselnachrichten, die den Kursverlauf einer Aktie auf Wochen oder gar Monate hinweg stimulieren können. Meist wird ein solcher Schlüsselpunkt durch starke Unternehmenszahlen, neue Produkteinführungen oder einen Wechsel im Management ausgelöst. Die Aktie startet dann mit einem Up-Gap in den Handel und verzeichnet ein hohes Handelsvolumen. Bei starken Up-Gaps trauen sich viele Trader oftmals nicht einzusteigen, da sie glauben, womöglich einen Trade einzugehen der ein schlechtes CRV aufweist. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Bei einem Up-Gap zeigt uns der Chart genau, wo wir einsteigen sollten, und vor allem auch, wo wir unseren Trade beenden sollten, wenn die Aktie nicht durchzieht. Somit ist es durchaus sinnvoll, bei Up-Gaps ein wenig Mut für den Einstieg zu zeigen. Wie immer handelt es sich bei diesem Format um keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung für Aktien oder andere Wertpapierprodukte. Es handelt sich um meine eigene Meinung, die ich euch gerne mitteilen möchte.
Und so gehe ich dabei vor!
Auf der Jagd nach neuen Up-Gaps könnt ihr neben dem TraderFoxTool „Paper“ auch das Tool „Aktien Rankings“ nutzen. Um das Tool zu öffnen, gehe ich auf www.traderfox.de. Dann gehe ich auf Templates öffnen und auf den Pivotal-Point Detektor, der euch Aktien mit einem Up-Gap von mindestens 6 % anzeigt. Um auf das Tool zugreifen zu können, benötigt ihr neben unserer Software das Morningstar Datenpaket, das es für 25 € im Monat gibt. Infos dazu findet ihr unter folgendem Link: https://rankings.traderfox.com

Wenn ich auf Scannen gehe, findet ihr alle Aktien mit einem Up-Gap von mindestens 6 % auf Sicht der letzten 20 Tage. Ich möchte auf drei Aktien eingehen, bei denen ich das CRV aktuell für ganz gut halte und zugleich die Storys gut sind. Es handelt sich dabei um Matson, ARR und Modine Manufactoring. Geordnet habe ich die Aktien nach dem geringsten Abstand zum Jahreshoch.

Modine Manufacturing Co. [MOD | ISIN US6078281002] wurde im frühen 20. Jahrhundert gegründet und hat eine reiche Geschichte bei Heiz- und Kühlsystemen, wobei das Unternehmen bereits 1925 den Kühler für das Ford Modell T lieferte. Das Unternehmen konnte sich auf seine umfangreiche Erfahrung stützen, um maßgeschneiderte HVAC-Ausrüstung, also Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, für KI-Rechenzentren zu entwickeln, darunter Kühler, Kühlverteilungseinheiten und Lüfterwände. Die Wettbewerber von Modine verwenden in der Regel Standard-HVAC-Geräte, die weniger effektiv und weniger energieeffizient sind. Große Akteure sind darauf aufmerksam geworden, und in den letzten zwei Jahren hat das Unternehmen seinen Kundenstamm von einem einzigen Hyperscaler auf fünf erweitert. Es prognostiziert derzeit, dass sich seine Verkäufe im Bereich Rechenzentren in den nächsten zwei Jahren von 1 Mrd. USD auf 2 Mrd. USD verdoppeln werden. Die Marktkapitalisierung liegt bei 9,7 Mrd. USD.

Was treibt die Aktie aktuell an?
Modine Manufactoring hat am 29. Januar angekündigt, seinen Geschäftsbereich Performance Technologies, sprich das Motorengeschäft an Gentherm für rund 1 Mrd. USD zu verkaufen. Die Aktionäre von Modine werden voraussichtlich 40 % des fusionierten Unternehmens besitzen, während die Aktionäre von Gentherm voraussichtlich 60 % besitzen werden.
Nach dieser Bekanntgabe sprang die Aktie von Modine um gut 20 % nach oben. Dennoch könnte die Aktie jetzt noch weiter steigen. Denn letztlich fokussiert man sich nun komplett auf den Rechenzentrumsmarkt, der zuletzt die größte Chance für das zukünftige Wachstum von Modine darstellt. Damit könnte der Markt die Aktie als KI-Infrastruktur-Anbieter neu bewerten. So führen die zunehmende Digitalisierung, Cloud Computing und insbesondere der rasante Aufstieg von KI und High-Density Computing n zu einem beispiellosen Anstieg des Kühlbedarfs in Rechenzentren. Herkömmliche Kühlsysteme sind oft nicht mehr in der Lage, die enorme Wärmelast zu bewältigen, was die Nachfrage nach hochentwickelten, energieeffizienten Lösungen wie denen von Modine ankurbelt.
Das Unternehmen hat auf diese Entwicklung mit einer Reihe von strategischen Schritten reagiert. So hat Modine eine neue Investition von 100 Mio. USD angekündigt, um die Produktionskapazitäten für sein nordamerikanisches Rechenzentrumsgeschäft zu erweitern. Diese Investition soll über die nächsten 12 bis 18 Monate verteilt werden und umfasst den Bau neuer Anlagen in der Nähe von Dallas, Texas, sowie die Erweiterung bestehender Standorte. Parallel dazu wurde eine neue Anlage in Indien eröffnet, um den wachsenden Markt im asiatisch-pazifischen Raum zu bedienen und die globale "local-for-local"-Strategie zu stärken. Die hohe Nachfrage manifestiert sich auch in konkreten Zahlen. Das Unternehmen positioniert sich dabei nicht nur als Lieferant von Produkten, sondern als strategischer Partner, der integrierte, modulare und skalierbare Kühllösungen anbietet. Im TraderFox Qualitäts-Check bekomm die Aktie aktuell 13 von 15 Punkten.

Chartbild
Die Aktie lief das letzte halbe Jahr seitwärts, bevor es aufgrund der Abspaltung über den Widerstand bei 165 USD ausbrechen konnte. Die Aktie notiert nun an einem Allzeithoch und könnte die Bewegung nun rasch Richtung 200 USD fortsetzen. Absichern kann man die Position bei einem Einstieg unterhalb der Unterstützung bei 165 USD. 
Matson [MATX | ISIN US57686G1058] ist in den Bereichen Seetransport und Logistik tätig. Das 1882 gegründete Unternehmen konzentriert sich vor allem auf den Transport zu den inländischen, nicht zusammenhängenden Wirtschaftsräumen von Hawaii, Alaska, Kalifornien und verschiedenen Inseln im Südpazifik. Die Gesellschaft betreibt auch einen Premium-Schnelldienst von China nach Südkalifornien und bietet zudem Dienste nach Okinawa, Japan an. Die firmeneigene und gecharterte Flotte umfasst Containerschiffe, kombinierte Container- und Roll-on/Roll-off-Schiffe sowie speziell angefertigte Leichter. Das 1987 gegründete Unternehmen Matson Logistics erweitert die geografische Reichweite des Matson-Transportnetzes auf dem gesamten US-Kontinent. Zu den integrierten Logistikdiensten des Unternehmens gehören auch intermodaler Schienenverkehr, Straßentransporte, Lagerhaltung, Frachtkonsolidierung, Lieferkettendienste für Asien und die Weiterleitung nach Alaska. Das Unternehmen erwirtschaftet jedoch den Großteil seiner Einnahmen im Seeverkehr. Die Marktkapitalisierung liegt bei 5 Mrd. USD.

Was treibt die Aktie aktuell an?
Matson erwartet, wie Anfang Januar bekannt wurde, für das 4. Quartal 2025 ein operatives Einkommen von 135 bis 145 Mio. USD sowie ein EPS von 4,22 bis 4,70 USD, was die Markterwartung von 2,60 USD weit übertrifft. Getrieben wird dies durch hohe Volumina und Frachtraten im China-Expressdienst infolge des starken E-Commerce-Geschäfts. Ein stabiles Marktumfeld nach dem US-China-Handelsdeal vom Oktober 2025 stützt zudem den positiven Ausblick für das Gesamtjahr 2026.
Der Logistikkonzern profitiert massiv von strukturellen Engpässen bei Mitbewerbern und einer effizienten Kostenstruktur. Durch den Fokus auf Premium-Dienste, die kürzere Transitzeiten als herkömmliche Containerriesen garantieren, erzielt Matson höhere Frachtraten. Zudem stützt das Aktienrückkaufprogramm den Kurs nachhaltig. Die Integration digitaler Tracking-Lösungen optimiert die Auslastung der Schiffe und senkt die operativen Ausgaben. Solange der US-Binnenkonsum stabil bleibt und die Lieferketten aus Asien unter Zeitdruck stehen, bleibt Matson der bevorzugte Partner für zeitkritische Seetransporte und generiert hohe Cashflows. Die Aktie bekommt im TraderFox Qualitäts-Check ebenfalls 13 von 15 Punkten.

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Seit Anfang November hat die Aktie drei Pivotal-News-Points infolge absolviert. Das ist ein starkes Zeichen. Trotz der Turbulenzen am Aktienmarkt bewegt sich die Aktie in einer sehr engen Range. Hier könnte man, sobald die Aktie unter erhöhtem Volumen über die Marke von 162 USD zieht, auf die Trendfolge spekulieren. Spätestens im Bereich von 150 USD würde ich das Risiko begrenzen.
AAR Corp. [AIR | ISIN US0003611052] ist der weltweit größte unabhängige Vertreiber von Flugzeugteilen für die Luftfahrt sowie den Verteidigungsmarkt. Neben dem Vertrieb von Neuteilen und der Wartung von Flugzeugen wird ein weltweiter 24/7-Aircraft-on-Ground-Service angeboten. Zudem werden der Verkauf und das Leasing von gebrauchten Flugzeugen angeboten. Auch Services wie das Flottenmanagement und der Betrieb kundeneigener Flugzeuge für das US-Außenministerium werden übernommen. Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell 4,20 Mrd. USD. 
Was treibt die Aktie aktuell an?
Das Unternehmen profitiert massiv von der Alterung der weltweiten Flugzeugflotten und dem Trend zum Outsourcing komplexer Wartungsarbeiten. Da Fluggesellschaften ihre Bestandsmaschinen länger nutzen, steigt der Bedarf an Ersatzteilen und spezialisierten Serviceleistungen kontinuierlich an. Ein neuer Exklusivvertrag mit Pratt & Whitney zur Distribution von Triebwerksteilen sichert langfristige Cashflows. Zudem treibt die Erholung im Verteidigungssektor und der Ausbau der Kapazitäten in Indien das Wachstum voran. AAR nutzt Skaleneffekte, um die Profitabilität im aktuellen Superzyklus der Luftfahrt weiter zu steigern.
Anfang Januar hat das Unternehmen mit einem Umsatzplus von 20 % auf 712 Mio. USD und einem bereinigten Gewinn pro Aktie von 0,89 USD ein starkes 2. Quartal abgeliefert. Besonders das Segment Parts Supply florierte durch die Integration von Triumph Product Support, was die operative Marge auf ein Rekordniveau von 9,6 % hob. Das Unternehmen profitiert stark von Skaleneffekten: Der globale Footprint (über 20 Länder) erleichtert die Beschaffung. Das Management nennt New Parts Distribution und Trax explizit als höhermargige Wachstumsfelder. Trax ist eine Enterprise-Softwareplattform für den technischen Airline-Betrieb (MRO/Engineering). Sie wird von Airlines, MROs und Leasinggesellschaften genutzt, um Wartung, Lufttüchtigkeit und technische Prozesse durchgängig zu steuern. Trax gehört seit 2016 zu AAR Corp. Das Unternehmen hat zudem mit der Übernahme von HAECO Americas nicht nur wertvolle Kapazitäten in den boomenden Airframe Heavy Maintenance-Bereich gesichert, sondern zugleich einen massiven Auslastungs- und Effizienzhebel angezogen: Die Akquisition brachte neue Verträge über rund 850 Mio. USD ein, die die Standorte in Greensboro und Lake City (North Carolina/Florida) für die kommenden Jahre komplett auslasten. Im TraderFox Wachstums-Check bekommt die Aktie aktuell 13 von 15 Punkten.

Chartbild
Die Aktie lief bis Ende letzten Jahres seitwärts. Anfang des Jahres 2026 konnte sie aufgrund der starken Quartalszahlen ein Up-Gap generieren, das die Aktie zuletzt an das Allzeithoch bei 108 USD geführt hat. Hier hält sie sich aktuell sehr stark. Sollte der Markt in den kommenden Tagen wieder freundlicher tendieren, dann könnte AAR eine der ersten Aktien sein, welche die Trendfolge starten. Hier könnte man sich im Bereich von 107 USD einen Alarm ins System legen.

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Ich wünsche euch eine erfolgreiche Woche!
Bis zum nächsten Mal
Andreas Haslinger
Verwendete Tools:
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Eigenpositionen:
Verantwortlicher Redakteur Andreas Haslinger: Keine