Transocean – Spezialist für Tiefseebohrungen steht vor einem neuen Wachstumsimpuls.
Auch wenn der Ölpreis mittlerweile seit 20 Monaten in einem Abwärtstrend feststeckt, gibt es laut Börse Online (Ausgabe 02/2026) in der Branche Aktien, die für ein Investment infrage kommen, weil die Nachfrage Vorhersagen zufolge in den nächsten 25 Jahren weiter steigen dürfte. Gerade der Spezialist für Tiefseebohrungen Transocean [WKN: A0REAY, ISIN: CH0048265513] könnte Nutznießer einer neuen Investitionswelle werden.
Transocean werde als weltweit führender Dienstleister zum Profiteur von neuen Offshore-Projekten mit Bedarf nach Ultra-Deepwater- und Harsh-Environment-Bohrungen.
Weltweiter Marktführer im Bereich Ultra-Deepwater- und Harsh-Environment-Bohrungen
Der Konzern verfüge derzeit über eine Flotte von 34 mobilen Offshore-Einheiten (26 Ultra-Deepwater- und 8 Harsh-Environment-Rigs). Das sei die höchste Spezifikation im Offshore-Markt und mache Transocean zu einem bevorzugten Partner für anspruchsvolle Explorationsvorhaben.
Auch im Geschäftsjahr 2025 habe Transocean einige Großaufträge gewinnen können und verfüge derzeit über ein Backlog von rund 6,7 Mrd. USD. Damit habe der Konzern eine hohe Planungssicherheit bis ins Jahr 2027 hinein.
Neue Großaufträge füllen das Backlog und langfristige Vereinbarungen mit Branchengrößen festigen die Marktposition
In Australien habe Transocean einen Auftrag in Höhe von 130 Mio. USD für das Deepwater Skyros Projekt erhalten. In Norwegen sei das Unternehmen für Bohrungen in Spitzbergen und in Indien mit einem Ultra-Deepwater-Drillship aktiv.
Neue langfristige Vereinbarungen habe Transocean in Brasilien und im Golf von Mexiko mit den Branchenriesen BP und Petrobas abschließen und somit die starke Marktposition festigen können.
Für das 3. Quartal habe der Konzern solide Finanzkennziffern vorgelegt. Der Umsatz habe gegenüber dem Vorjahr um über 8 % auf 1,03 Mrd. USD zugelegt. Das bereinigte EBITDA habe 397 Mio. USD betragen und die Marge 38,7 %. Aus dem operativen Geschäft habe Transocean im 3. Quartal einen Cashflow von 246 Mio. USD generieren können.
Tagessätze von 460.000 USD und mehr und eine Auslastungsquote zwischen 76 und über 90 %
Bei einem Bohrvorhaben verdiene Transocean mehr als 460.000 USD beim Einsatz von Ultra-Deepwater-Rigs pro Tag und komme auf eine Flottenauslastung von 76 %. Bei Harsh-Environment-Rigs liege die Auslastung sogar bei mehr als 90 %.
Angesichts einer steigenden globalen Offshore-Nachfrage stehe Transocean vor einem frischen Wachstumsimpuls. Die Auslastung der Ultra-Deepwater-Flotte könne auf über 90 % zulegen, wenn ab Ende 2026 die Ölnachfrage wieder anziehe. Hauseigene Katalysatoren seien die zunehmende Nachfrage nach High-Spec-Rigs, die fortschreitende Flottenmodernisierung und die Erfolge beim Schuldenabbau und der daraus resultierenden Reduktion der Zinslast. Börse Online rät mit einem Kursziel von 4,80 Euro zum Kauf (26 % Potenzial).

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