Zwei vielversprechende Aktien aus der zweiten Reihe mit neuen Allzeithochs
Jazz Pharmaceuticals - Big Picture Ausbruch aufgrund von zwei Pivotal News Points
Jazz Pharmaceuticals (JAZZ) hat sich in den vergangenen Jahren vom Anbieter einzelner Nischenmedikamente zu einem diversifizierten Spezialpharmaunternehmen entwickelt. Der irisch-amerikanische Konzern mit Hauptsitz in Dublin konzentriert sich auf zwei Kernbereiche: Schlafmedizin und Onkologie.
Gegründet im Jahr 2003 lag der Fokus des Unternehmens zunächst auf dem Medikament Xywav (früher Xyrem genannt), ein Medikament gegen Narkolepsie (eine seltene Schlafstörung). Einen strategischen Wendepunkt markierte in 2021 die Übernahme von GW Pharmaceuticals, wodurch das Unternehmen Zugang zu Epidiolex erhielt, einem zugelassenen Cannabis-basierten Medikament gegen seltene Epilepsieformen.
Das Geschäftsmodell basiert auf patentgeschützten Arzneimitteln mit hoher Spezialisierung. Wichtige Umsatzträger sind bereits genannten Medikamente Xywav und Epidiolex im Bereich Neurologie sowie Krebsmedikamente wie Rylaze im Onkologiebereich. Jazz Pharmaceuticals erzielt seine Erlöse vor allem in den USA.
Im Wettbewerb steht das Unternehmen unter anderem mit UCB aus Belgien und Biogen im Neurologiebereich sowie mit Amgen in der Onkologie.
Seit November hat es zwei Pivotal News Points gegeben. Der erste stammt vom 17. November 2025, als Jazz Pharmaceuticals zusammen mit Zymeworks positive Ergebnisse aus der Phase-III-Studie HERIZON-GEA-01 für ihr gemeinsames Krebsmedikament Ziihera® (Wirkstoff zanidatamab-hrii) veröffentlichten. Diese positiven Daten gelten als potenziell „praxisverändernd“, weil sie Ziihera als neue Standard-Therapieoption für die Erstbehandlung von HER2-positiven GEA-Patienten positionieren könnten. Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung, die bislang begrenzte Behandlungsoptionen hatte und oft mit schlechter Prognose verbunden ist. Die Aktie schoss infolge dieser Pivotal News im Hoch um knapp 23 % nach oben. Wir sahen das höchste Handelsvolumen seit September 2020! Im Anschluss an diesen Pivotal News Point folgte eine dreimonatige Seitwärtskonsolidierung. So eine Konsolidierung ist sehr gesund. Denn sie zeigt, dass die neue Bewertung für die großen Finanzinstitutionen vertretbar ist.
Am Dienstag, dem 24. Februar, erhielten wir den zweiten Pivotal News Point, als das Unternehmen nachbörslich seine Quartalszahlen vorlegte. Am Mittwoch legte die Aktie um über 13 % zu und realisierte damit einen Big Picture Ausbruch auf ein neues Allzeithoch. Das letzte Allzeithoch stammte aus Juli 2015! Der Quartalsumsatz von 1,20 Mrd. USD lag 10 % über dem Vorjahr und toppte die Erwartungen der Analysten. Für das Jahr 2025 konnte man mit 4,3 Mrd. USD einen Rekordumsatz erzielen. Der Quartalsgewinn je Aktie von 6,64 USD lag ebenfalls über dem Vorjahreswert und schlug die Erwartungen der Wall Street.
Außerdem gab das Management eine Umsatzprognose für 2026 heraus. Diese muss dem Markt gefallen haben. Des Weiteren wurde auf den klinischen Fortschritt des Antikörpers zanidatamab (Ziihera) eingegangen, der ein strategisches Thema für den Konzern darstellt. Das Unternehmen plant, im ersten Quartal 2026 eine ergänzende Zulassungsunterlage (sBLA) bei der amerikanischen Zulassungsbehörde (FDA) im „Real-Time Oncology Review“-Programm einzureichen, mit dem Ziel, zanidatamab in erste Linie HER2-positiver Magen-Darm-Adenokarzinome (HER2+ GEA) zu bringen. Die FDA hat hierzu eine bahnbrechende Therapie-Zertifizierung erteilt, was Entwicklungs- und Zulassungsprozesse beschleunigen sollte.
Charttechnisch sieht die Aktie sehr bullisch aus. Mutige Trader können am Allzeithoch bei 198 USD einsteigen. Alternativ bietet es sich an auf eine Konsolidierung zu warten und dann den Ausbruch zu handeln.

Quelle: https://desk.traderfox.com/

Quelle: Wachstums-Check TraderFox
FTAI Aviation - Spezialist für Flugzeugtriebwerke mit geplantem neuem Standbein im Bereich Energieinfrastruktur für Rechenzentren
FTAI Aviation (FTAI) hat sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Akteur in der spezialisierten Nische des Triebwerk-Leasings und der Flugzeugwartung entwickelt.
Ursprünglich als Teil einer größeren Infrastruktur-Investmentgesellschaft unter dem Namen Fortress Transportation and Infrastructure Investors gegründet, konzentriert sich das Unternehmen heute fast ausschließlich auf die Luftfahrtinfrastruktur.
Das Geschäftsmodell basiert auf dem Erwerb, der Vermietung und der Instandhaltung von Triebwerken, wobei der klare Fokus auf dem weit verbreiteten CFM56-Modell liegt. Dieses Modell treibt einen Großteil der weltweiten Mittelstreckenflotten an und sorgt für einen stabilen Strom an Einnahmen aus Wartung, Reparatur und Betrieb.
Im direkten Wettbewerb steht das Unternehmen mit Branchenriesen wie AerCap Holdings NV und Air Lease Corporation.
Was dem Markt aktuell sehr gut gefallen zu scheint, ist die Tatsache, dass FTAI Aviation angekündigt hat, Teile seines Geschäftsmodells in Richtung Energieinfrastruktur für Rechenzentren zu erweitern. Konkret geht es darum, ausgemusterte Flugzeugtriebwerke beziehungsweise deren Kernkomponenten in stationäre Gasturbinen umzurüsten, um damit Strom für große Rechenzentren bereitzustellen.
Der Hintergrund ist klar: Der starke Ausbau von Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz führt zu einem sprunghaften Anstieg des Strombedarfs. Viele Betreiber von Rechenzentren suchen nach schnellen, flexibel installierbaren Energiequellen, insbesondere dort, wo Netzanschlüsse begrenzt sind. Hier könnten umgerüstete Turbinen als dezentrale Stromerzeuger eingesetzt werden.
FTAI Aviation verfügt über umfangreiche Erfahrung im Zerlegen, Reparieren und Wiederaufbereiten von Triebwerken. Dieses technische Know-how könnte grundsätzlich auf industrielle Anwendungen übertragen werden. Ähnliche Konzepte gibt es bereits am Markt, bei denen Flugtriebwerke als Basis für stationäre Gasturbinen dienen.
Ein Beispiel: Man stelle sich vor, dass ein Betreiber eines KI-Rechenzentrums kurzfristig 50 Megawatt zusätzliche Leistung benötigt, und dass lokale Stromnetz überlastet sei. Dann könnte eine umgerüstete Turbine als temporäre (oder sogar dauerhafte) Lösung dienen.
Strategisch stellt dies auch einen Schritt dar, die Abhängigkeit vom klassischen Luftfahrtzyklus zu verringern, und ein zweites Standbein im Energiesektor zu etablieren.
Am Mittwoch, dem 25. Februar, hat das Unternehmen Quartalszahlen vorgelegt. Umsatz und Gewinn je Aktie lagen zwar über dem Vorjahrsniveau, jedoch unter den Erwartungen der Analysten. Im Rahmen der Quartalszahlen wurde auch die neue Energie-/Rechenzentrums-Initiative („FTAI Power“) ausdrücklich erwähnt. Es handelt sich hierbei noch nicht um einen erlösgenerierenden Bereich im aktuellen Quartal. Das Unternehmen bestätigt jedoch offiziell die Entwicklung der FTAI Power-Plattform, die CFM56-Triebwerke in 25-Megawatt-Gasturbinen für Datenzentren (z. B. KI-Rechenzentren) umwandelt. Die Produktion dieser Turbinen soll ab 2026 starten, und das mittelfristige Ziel ist, 100 Einheiten pro Jahr zu fertigen. FTAI werde dafür ältere Flugtriebwerke nutzen, die als aeroderivative Stromturbinen eingesetzt werden können. Die erwartete Umbauzeit pro Einheit beträgt 30-45 Tagen, so das Management.
Der Chart der Aktie sieht sehr bullisch aus. Obwohl die Aktie gestern aufgrund der Quartalszahlen zunächst mit einem Gap Down von 4 % startete, drehte sie schnell ins Plus und markierte ein neues Allzeithoch. Als die Aktie gestern das vorherige Allzeithoch herausnahm, hätte man eine Position eröffnen können. Es bietet sich weiterhin an, die Aktie zwischen 310 USD und 320 USD zu erwerben.

Quelle: Wachstums-Check TraderFox
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