Während die Schlagzeilen von Softwaregiganten und Chipherstellern dominiert werden, operiert die KSB (i) im Maschinenraum der globalen Infrastruktur. Als weltweit drittgrößter Akteur in einem rund 51 Mrd. Euro schweren Markt für Pumpen und Armaturen besetzt das Traditionsunternehmen eine kritische Schlüsselposition. In einer Welt, die zunehmend von komplexen Flüssigkeitskreisläufen abhängt, ist KSB kein bloßer Zulieferer, sondern ein unverzichtbarer Enabler technologischer Fortschritte. Entsprechend soll der Auftragseingang von 3,1 Mrd. Euro im Jahr 2024 auf über 4 Mrd. Euro per 2030 wachsen. Beitragen dazu sollte auch ein Ausbau der Positionierung im fragmentierten Markt für Ventile. Denn dieser wird auf 89 Mrd. Euro geschätzt und KSB vereint erst 0,4 % auf sich.
Profiteur vom Umbau der Weltwirtschaft: Von Kernenergie bis KI Die Neuausrichtung der Weltwirtschaft mit mehr Kernenergie, Rohstoffsicherung und dem KI-Wettrennen spielt KSB direkt in die Hände, da das Unternehmen für jeden Megatrend hochspezialisierte Lösungen bereithält. Der immense Energiebedarf moderner Rechenzentren für KI führt zu einer Renaissance der Kernenergie. Das ist ein Sektor, in dem KSB mit seinen Primärkühlmittelpumpen (wie der RUV-Serie) technologisch weltweit führt. Diese Aggregate müssen extremen Drücken und Temperaturen standhalten, um die Reaktorsicherheit zu garantieren. Gleichzeitig verlangt der Bau gigantischer Data Center nach massiven Kühlkapazitäten. Hier kommen KSB-Hocheffizienzpumpen der Etanorm- oder Etaline-Reihe zum Einsatz, die in geschlossenen Kühlkreisläufen für die notwendige Abwärmeabfuhr sorgen. Auch im Bergbau, getrieben durch den Hunger nach Kupfer und Lithium, ist KSB unverzichtbar. Unter der Marke GIW liefert das Unternehmen massive Pumpen, die Gesteinsgemische fördern können.
Value-Perle mit 11er KGV und Margenpotenzial Finanziell präsentiert sich der Konzern als klassische Value-Aktie mit attraktivem Aufwärtspotenzial. Mit einem für 2026 geschätzten KGV von 11 ist das Unternehmen im Vergleich zur Qualität moderat bewertet. Das Management verfolgt dabei eine ambitionierte Strategie. Bis 2030 soll die EBIT-Marge von derzeit 8,2 % auf 10 % steigen. Der Hebel liegt hierbei im hochprofitablen Service- und Wartungsgeschäft. Da die installierte Basis in den neuen Wachstumsfeldern stetig wächst, generiert KSB langfristige, margenstarke Cashflows, die das zyklische Neugeschäft absichern. Charttechnisch bedeutet der Ausbruch aus der Base auf das 52-Wochenhoch ein neues Long-Signal.