Die Basler AG hat sich fundamental von einem reinen Komponentenhersteller für Industriekameras zu einem umfassenden Lösungsanbieter im Bereich Computer Vision gewandelt. Während das Kerngeschäft traditionell in der Fertigung robuster Kameras für die Fabrikautomation lag, adressiert der Konzern heute die gesamte Wertschöpfungskette der Bildverarbeitung. Ein zentrales Element der Wertschöpfung ist mittlerweile die Softwarekompetenz, insbesondere durch die "pylon Camera Software Suite", die eine nahtlose Integration der Hardware in Kundenanwendungen ermöglicht. Statt Einzelteile mühsam zu integrieren, erhalten Kunden aus Sektoren wie Medizin, Logistik oder Robotik aufeinander abgestimmte Komplettsysteme, was die Kundenbindung stärkt und die Margen langfristig gegen den reinen Preiskampf bei Hardwarekomponenten absichert.
Der Jahreswechsel 2025/2026 markiert für die Basler AG eine historische Zäsur in der Unternehmensführung. Zum 1. Januar 2026 hat Hardy Mehl den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Dr. Dietmar Ley abgelöst, der das Unternehmen über 25 Jahre prägte. Gleichzeitig trat Dr. Kai Jens Ströder als neuer CTO an, um die Innovationskraft in den Bereichen Produktentstehung und technologische Entwicklung zu sichern. Diese planmäßige Stabübergabe wird von den Kapitalmärkten als Signal der Kontinuität bei gleichzeitiger strategischer Erneuerung gewertet.
Sowohl der scheidende CEO als auch der neue Vorstandsvorsitzende Hardy Mehl tätigten mehrfach Aktienkäufe. Im Zeitraum zwischen dem 18. Dezember 2025 und 13. Januar 2026 wurden Insiderkäufe zu Stückpreisen zwischen 13,70 Euro und 14,53 Euro je Aktie für insgesamt 275.872 Euro gemeldet. Diese Insiderkäufe senden ein starkes Signal an die Aktionäre, dass das Management trotz eines weiterhin verhaltenen Marktumfelds von der inneren Stärke und der künftigen Wertentwicklung des Unternehmens überzeugt ist. KI und die fortschreitende Automatisierung außerhalb der klassischen Fabrikhallen dürften Wachstumstreiber bleiben.