GameStop Corp. (GME) befindet sich in einer tiefgreifenden Metamorphose, bei der sich das Unternehmen vom reinen Verkäufer neuer Videospiele und Hardware wegbewegt und sich als vertrauenswürdige Drehscheibe für den Sekundärmarkt und Sammlerstücke positioniert. Die zentrale Lösung, die der Konzern seinen Kunden heute bietet, ist Sicherheit und Liquidität in oft undurchsichtigen Märkten.
Durch Partnerschaften mit Authentifizierungsdiensten wie PSA können Kunden ihre Sammelkarten direkt in den Filialen zur Bewertung abgeben oder bereits zertifizierte, werthaltige Karten („Graded Cards“) kaufen und verkaufen. Dieses Angebot adressiert das wachsende Bedürfnis nach Echtheitsgarantien im Retro-Gaming- und Trading-Card-Bereich, womit GameStop höhere Margen erzielt als im klassischen Neugeschäft mit Konsolen. Parallel dazu baut das Unternehmen sein „GameStop Retro“-Konzept aus, das gezielt die Nostalgie der Millennials bedient, indem es eine kuratierte Auswahl an älteren Konsolen und Spielen anbietet, die physisch in den Läden verfügbar sind – ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber rein digitalen Vertriebsplattformen.
Interessant ist aktuell das Vertrauen der Insider. CEO Ryan Cohen hat demnach am 20. Januar und 21. Januar Aktien für über 21,3 Mio. USD gekauft und Aufsichtsratsmitglied Alain Attal hat im selben Zeitraum ebenfalls für 510.375 USD Anteile von GameStop gekauft. In Summe haben die beiden Insider an den beiden Tagen Aktien für insgesamt 21.869.575 USD zu Stückpreisen zwischen 20,90 USD und 21,63 USD gekauft. Für Anleger ist dies ein starkes Signal, dass die interne Umstrukturierung – die auch im Januar 2026 weiter vorangetrieben wurde, etwa durch die konsequente Schließung unrentabler Filialen zur Optimierung des Portfolios – nach Ansicht des Managements nun Früchte tragen wird.