Exasol positioniert sich als Spezialist für Hochgeschwindigkeits-Analytics am Markt. Der Kern des Geschäftsmodells ist eine In-Memory-Datenbanktechnologie, die darauf ausgelegt ist, komplexe Datenabfragen extrem schnell zu verarbeiten. Für Kunden löst Exasol das weitverbreitete Problem langsamer Business-Intelligence-Dashboards. Ein zentraler Baustein des aktuellen Portfolios ist dabei "Exasol Espresso". Diese Lösung fungiert als Beschleuniger (Plug-and-Play) für bestehende BI-Tools wie Tableau oder Microsoft Power BI, ohne dass Kunden ihre gesamte bestehende Dateninfrastruktur austauschen müssen. Dieser Ansatz senkt die Eintrittsbarrieren für Neukunden erheblich, da er keine kostspieligen "Rip-and-Replace"-Projekte erfordert, sondern sich nahtlos in bestehende Cloud- oder On-Premise-Architekturen integriert.
Am 26. Januar hat Montega AG die Aktie mit "Kaufen" und einem Kursziel von 3,60 Euro in die Bewertung aufgenommen. Die Experten haben bei der Einschätzung unter anderem darauf verwiesen, dass Exasol seit 2019 ein jährliches Umsatzwachstum von 12,9 % ausweisen kann. Nach einer Übergangsphase könnte wiederum der profitable und besser planbare Wachstumspfad wieder beschritten werden. In der Analyse heißt es: "Zukünftig dürfte das erwartete Umsatzwachstum (CAGR 2024-2031e: 7,9%) durch die starke Skalierung der Kostenbasis bei hohen Grenzmargen zu einem ausgeprägten Ergebniswachstum führen (EBITDA CAGR 2024-2031e: 29,0%). Gemäß unserem DCF-Modell ergibt sich aus diesen Annahmen ein fairer Wert von 3,60 EUR pro Aktie. Das aktuelle EV/EBITDA von 13,0 (2025e) reflektiert u.E. das starke Ergebniswachstum bei hoher Cash Conversion durch negatives Working Capital und minimalem CAPEX-Bedarf nicht."
Charttechnisch gab es mit dem Ausbruch über den GD 20 und eine Widerstandslinie am 26. Januar bereits zwei prozyklische Kaufsignale.