Die Aktie von CoreWeave (i) verzeichnete am 26. Januar einen kräftigen Kursschub, nachdem NVIDIA seine strategische Beteiligung an dem Cloud-Infrastrukturanbieter deutlich ausgeweitet hat. Der Chipkonzern investiert 2 Mrd. USD in CoreWeave-Aktien zu einem Preis von 87,20 USD je Anteilsschein und unterstreicht damit die wachsende Bedeutung des Partners im globalen KI-Ökosystem. Laut Reuters steigt NVIDIA damit zum zweitgrößten Aktionär auf und hält künftig rund 6,3 % der Anteile. Für den Markt ist das mehr als ein reines Finanzinvestment: Die vertiefte Kooperation zielt darauf ab, den Ausbau leistungsfähiger KI-Rechenzentren zu beschleunigen. Diese sollen künftige Generationen von NVIDIA-Systemen nutzen, darunter die kommende Rubin-Plattform sowie Vera-CPUs und BlueField-Speicherlösungen. Entsprechend positiv fiel die Reaktion der Anleger aus.
Auch von Analystenseite erhält CoreWeave Rückenwind. Evercore-ISI-Analyst Amit Daryanani räumte zwar ein, dass die Transaktion erneut Diskussionen über eine mögliche „Zirkelfinanzierung“ im KI-Sektor anheizt, sieht jedoch per saldo eine Stärkung der Bilanz und strategische Vorteile gegenüber Wettbewerbern. Ein früher Zugang zu NVIDIAs Rubin-Architektur könnte CoreWeave laut Daryanani einen Vorsprung gegenüber anderen sogenannten Neocloud-Anbietern verschaffen. Zusätzlich bestätigten die Experten von Jefferies mit einem zwar gesenkten Kursziel von 150 USD auf 120 USD dennoch ihre Kaufempfehlung und verwiesen auf ein Aufwärtspotenzial von rund 20 %. Sie argumentieren, dass das NVIDIA-Investment Risiken reduziert und die Basis für hochmargiges Wachstum legt. Dennoch bleiben aus Anlegersicht Risiken bestehen: Die hohe Kapitalintensität, eine relevante Verschuldung und die Abhängigkeit von Großkunden wie OpenAI machen die weitere Kursentwicklung sensibel für Zinsniveau, Projektverzögerungen und Finanzierungsbedingungen.