Texas Instruments berichtet ein 6%iges Wachstum im Bereich Automotive und geht von weiterem Wachstum aus. Kommentar vom Management: „Wir haben in der zweiten Jahreshälfte eine Stärke im Automobilbereich festgestellt. Ich denke, dass das langfristige Wachstum in absehbarer Zukunft anhalten wird.“
Das ist auch gut für Infineon, die daher ihren Big Picture-Breakout ausweiten. Ich sehe zudem folgende Gründe bei der Aktie, weshalb sie weiter durchziehen müsste:
1. Die Energie der KI: Während Nvidia das „Gehirn“ liefert, stellt Infineon das „Herz-Kreislauf-System“. Für hocheffiziente Stromversorgungen in Rechenzentren erwartet der Konzern im Geschäftsjahr 2026 eine Umsatzverdopplung auf 1,5 Mrd. Euro. Da die Nachfrage das Angebot übersteigt, ist dieser Bereich ein massiver Wachstumstreiber, der vom Markt bisher kaum eingepreist wurde.
2. Edge AI – Intelligenz vor Ort: Der KI-Trend wandert von der Cloud direkt ins Endgerät. Infineon besetzt diesen Markt mit spezialisierten Mikrocontrollern, die KI-Prozesse lokal verarbeiten. Das sichert Datenschutz sowie Geschwindigkeit und bietet enormes Potenzial für künftig steigende Konsensschätzungen der Analysten.
3. Der Automotive-Turbo: In autonomen Fahrzeugen steigt der Chip-Anteil pro Fahrzeug exponentiell. Marktstudien prognostizieren, dass sich der Halbleiterwert pro PKW bis 2029 auf rund 1.000 US-Dollar fast verdoppelt - bei Level-4/5-Systemen liegt der Bedarf sogar acht- bis zehnmal höher als bei Basismodellen. Trotz zyklischer Schwankungen bleibt Infineon hier der lachende Dritte, da diese Komplexität massive Rechenleistung und Sensorik aus München verlangt.