Nachdem die Stromnachfrage über Jahrzehnte nahezu stagnierte, prognostizieren Experten für die kommenden zwei Dekaden ein Nachfragewachstum, das sechsmal höher liegt als im vorangegangenen Vergleichszeitraum. Der Boom der Künstlichen Intelligenz ist der stärkste Faktor. Der Stromverbrauch von Rechenzentren soll sich bis 2030 mehr als verdoppeln und könnte dann rund 9 % bis 12 % der gesamten US-Stromlast ausmachen. Wir setzen jetzt wegen dem Big Picture-Breakout und dem neuen Ausblick bis 2035 auf Nextera Energy als Profiteur.
Nextera Energy: Der Baumeister für Amerikas Energieversorgung In diesem Marktumfeld positioniert sich Nextera Energy nicht nur als Versorger, sondern als der führende nationale Energie-Infrastrukturentwickler. Den Kern bildet die Tochtergesellschaft Florida Power & Light (FPL), die die größte und effizienteste Erdgaskraftwerksflotte der USA betreibt. Gemeinsam mit der Kernkraft deckt Erdgas rund 90 % des Energiemixes von FPL ab und sorgt für eine stabile Grundlast. Ergänzt wird dies durch die Sparte Nextera Energy Resources, den weltweit größten Player für Wind- und Solarenergie sowie Batteriespeicher. Mithilfe von KI-gestützten Systemen wie „REWIRE“ optimiert das Unternehmen zudem die Einspeisung und Wartung in Echtzeit, um die Betriebskosten weit unter dem Branchenschnitt zu halten.
Rechenzentren bieten eine Wachstumschance Nextera hat das Ziel ausgegeben, bis 2035 mindestens 15 GW an neuer Erzeugungskapazität speziell für sogenannte „Data Center Hubs“ in Betrieb zu nehmen. Das Management sieht hierbei ein Potenzial auf bis zu 30 GW. Diese Hubs sind skalierbare Energiekomplexe, die Hyperscalern wie Google oder Meta eine schnelle Markteinführung ermöglichen. Ein prominentes Beispiel ist die Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks Duane Arnold, das durch einen 25-jährigen Liefervertrag mit Google exklusiv für deren Rechenzentren reaktiviert wird. Um die Bezahlbarkeit für reguläre Privatkunden nicht zu gefährden, finanzieren Tech-Giganten ihre Energieinfrastruktur zunehmend selbst. Nextera fungiert hierbei als Partner, der die Projekte entwickelt, baut und betreibt.
Das EPS wächst um mindestens 8 % p.a. bis 2035. Big Picture-Breakout! Das Management gab am 27.01.2026 eine EPS-Prognose mit einer jährlichen Wachstumsrate von über 8 % bis 2032 ab und visiert denselben Zielkorridor sogar bis 2035 an. Diese zehnjährige Visibilität ist im Versorgungssektor eine Seltenheit. Dieser neue Ausblick kam bei Investoren sehr gut an. Die Nextera Energy-Aktie brach aus der 4-jährigen Korrektur aus und generierte ein bedeutsames Long-Signal. Als Profiteur vom KI-Zeitalter mit einer klaren Perspektive für ein anhaltendes Gewinnwachstum müsste der Weg für höhere Kurse geebnet sein.