Die Aktie von Albemarle geriet zuletzt deutlich unter Druck, obwohl es keine unternehmensspezifischen Negativmeldungen gab. Aus Anlegersicht dürfte vielmehr eine Kombination aus Gewinnmitnahmen und wachsender Sensibilität für die Entwicklung der Rohstoffpreise ausschlaggebend gewesen sein: Nachdem der Titel zuvor außergewöhnlich stark gestiegen war – seit Jahresbeginn um fast 30 %, in den vergangenen drei Monaten um fast 90 % und binnen sechs Monaten sogar um mehr als 160 % – reichte bereits ein leichter Rücksetzer beim Lithiumpreis, um Nervosität auszulösen. Zwar liegt der Referenzpreis für Lithium mit zuletzt rund 23.000 USD je Tonne weiterhin deutlich über dem Niveau von etwa 9.000 USD zu Jahresbeginn, doch die kurze Unterbrechung des steilen Aufwärtstrends fällt in ein Umfeld allgemein schwächerer Rohstoffmärkte, in dem auch Gold, Silber und Kupfer kräftig nachgaben.