AB Electrolux (i.) positioniert sich als Anbieter integrierter Erlebnisse in den Bereichen "Taste" (Kochen und Kühlen), "Care" (Wäschepflege) und "Wellbeing" (Raumklima). Der Konzern versucht dabei, sich durch Premiumisierung und Nachhaltigkeit vom reinen Preiskampf im Massenmarkt abzuheben. Das Produktportfolio umfasst weltweit bekannte Marken wie Electrolux, AEG und Frigidaire, die zunehmend vernetzte und energieeffiziente Lösungen anbieten, um den steigenden regulatorischen Anforderungen und dem Umweltbewusstsein der Konsumenten zu begegnen.
Am 30. Januar hat der Konzern den Bericht für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Nach einer herausfordernden Phase konnte der Konzern eine deutliche operative Verbesserung vermelden, wobei die operative Marge im 4. Quartal auf 4,3 % kletterte. Der Cashflow konnte fast auf das Doppelte des Vorjahresniveaus gesteigert werden. Parallel dazu trat eine neue Organisationsstruktur in Kraft, welche die bisherigen "Business Areas" durch geographisch fokussierte "Regionen" ersetzt und eine dedizierte Region Asien-Pazifik (APAC) schafft, um dortige Wachstumschancen agiler zu nutzen. Das Management reagierte auf die Herausforderungen im Januar mit der Ankündigung, die strengen Kostensenkungsmaßnahmen fortzuführen und das Portfolio weiter zu bereinigen, was an der Börse mit einem deutlichen Kursanstieg honoriert wurde.
Für 2026 gibt es eine realistische, aber vorsichtige Prognose. Es wird eine weitgehend neutrale Marktnachfrage erwartet, weshalb das Gewinnwachstum primär aus internen Effizienzsteigerungen und nicht aus einem bloßen Volumenboom kommen soll. Konkret plant Electrolux weitere Kosteneinsparungen in einer Größenordnung von 3,5 Mrd. bis 4,0 Mrd. SEK für 2026. Die langfristige Perspektive stützt sich auf die Innovationskraft in Europa und Lateinamerika sowie die Hoffnung, dass sich die Lieferketten- und Zollproblematik in Nordamerika stabilisiert.