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05.02. 21:59 41,255€ +2,36%
Infineon Technologies AG (2,93%)

Infineon will die KI-Erlöse auf 15 % Umsatzquote heben. Ein Gewinner des hohen Alphabet-Capex für 2026?

Chart-Tweets Jörg Meyer

Im Bereich Data Center profitiert Infineon von seiner führenden Rolle bei Leistungs-Halbleitern. Der Konzern bietet ein umfassendes Portfolio an MOSFETs sowie Galliumnitrid- (GaN) und Siliziumkarbid-Lösungen (SiC) an. Besonders entscheidend ist der Übergang zu Vertical Power Delivery. Da moderne KI-GPUs enorme Stromstärken benötigen, müssen die Leistungsmodule räumlich so nah wie möglich am Prozessor platziert werden, um Energieverluste zu minimieren. Infineon liefert spezialisierte Module für die zweite Stufe der Stromversorgung, die technisch hochkomplex sind und deutlich höhere Margen sowie Verkaufspreise erzielen als klassische Komponenten.

Der Alphabet-Effekt: Investitionsverdopplung auf 175 bis 185 Mrd. USD
Die Aussagen von Alphabet vom 04.02.2026 unterstreichen die enorme Dynamik bei KI-Infrastruktur. Mit einer geplanten Verdoppelung der Investitionen auf 175 bis 185 Mrd. USD setzt der Tech-Gigant ein klares Signal für den weiteren KI-Ausbau. Für Infineon bedeutet dies eine direkte Steigerung der Nachfrage. Da Alphabet und andere Hyperscaler in eigene ASICs und GPUs investieren, steigt der Bedarf an Infineons Power-Management-Chips proportional an. Wichtig: Infineon baut nicht die Rechenkerne, aber sie bauen die hochspezialisierten Leistungs-Halbleiter, ohne die diese KI-Chips nicht funktionieren würden. Da Alphabet seine Investitionen deutlich ausweitet, müssen zehntausende neue Server-Racks gebaut werden. Jedes dieser Racks benötigt Infineons Stromversorgungslösungen.

Optimistischer Ausblick für die KI-Erlöse und die Gründe
Infineon rechnet für das Geschäftsjahr 2026 mit KI-Erlösen von 1,5 Mrd. Euro. Für 2027 wird bereits ein Ziel von 2,5 Mrd. Euro ausgegeben. Damit würde der KI-Umsatz innerhalb von nur drei Jahren um den Faktor 10 steigen. Drei Hauptfaktoren treiben dieses massive Wachstum voran. Das sind die Explosion des Energiebedarfs, der Wechsel in der Architektur hin zu Leistungsmodulen direkt am Prozessor sowie eine breitere Kundenbasis. Die KI-Fantasie sollte auch die Aktie weiter nach oben treiben, der jüngst der Big Picture-Breakout gelang.

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