Lumen Technologies (LUMN) stellt kritische Infrastruktur für die Ära der KI bereit. Im Kern des Geschäftsmodells steht das sogenannte „Private Connectivity Fabric“ (PCF), eine maßgeschneiderte Netzwerklösung, die speziell für den massiven Datenaustausch zwischen Rechenzentren konzipiert wurde.
Der am 3. Februar 2026 veröffentlichte Bericht zum 4. Quartal 2025 zeigt, dass die aggressive Umstrukturierung unter CEO Kate Johnson Früchte trägt, auch wenn das Umsatzwachstum noch auf sich warten lässt. Während der Umsatz mit 3,041 Mrd. USD im Jahresvergleich um knapp 9 % fiel und damit die Erwartungen der Analysten leicht verfehlte, gelang dem Konzern auf der Ergebnisseite eine massive positive Überraschung. Konsens beim EPS waren -0,27 USD. Erzielt wurden hingegen 0,23 USD. Aus der Perspektive des Konzerns ist dies ein Beweis für die strikte Kostendisziplin und die erfolgreiche Optimierung des Portfolios. Ein wesentlicher Befreiungsschlag war zudem der Abschluss des Verkaufs des Mass-Market-Geschäfts an AT&T Anfang Februar, was dem Unternehmen dringend benötigte Liquidität verschafft und den Schuldenberg signifikant reduziert. Das Management betont, dass der Rückgang im traditionellen Geschäft zwar noch die Bilanz belastet, die neuen Wachstumsbereiche rund um PCF und NaaS jedoch beginnen, diese Lücken sukzessive zu füllen, was die operative Marge unerwartet stützte.
Wachstumstreiber ist insbesondere die Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Lumen profitiert hier direkt von seinen strategischen Partnerschaften, insbesondere mit Microsoft und Corning, die dem Unternehmen bevorzugten Zugang zu Glasfaserkomponenten sichern und es als bevorzugten Partner für Cloud-Giganten etablieren. Die jüngste Kursschwäche hat Präsidentin und CEO Kathleen E. Johnson dazu veranlasst, am 05. Februar 78.685 Aktien zu je 6,35 USD für insgesamt 499.925 USD zu kaufen.