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Aehr Test Systems sichert sich Hyperscaler-Großauftrag. Folgt der Chart-Ausbruch?

Chart-Tweets Jörg Meyer

In der Welt der Halbleiter entscheidet oft nicht nur die Rechenleistung, sondern die Zuverlässigkeit über Erfolg oder Milliardenverluste. Aehr Test Systems hat sich auf Test and Burn-in-Lösungen spezialisiert. Dabei werden Chips unter extremen thermischen und elektrischen Bedingungen künstlich gealtert, um Produktionsfehler auszuselektieren, bevor sie in teuren Endgeräten verbaut werden.

Neuer Fokus: Vom Elektroauto zum KI-Rechenzentrum
CEO Gayn Erickson betonte zuletzt mehrfach, dass die Explosion der KI- und Rechenzentrumsinfrastruktur der primäre Treiber für das zukünftige Geschäft ist. Ein technologischer Schlüsselaspekt ist hier das Wafer-Level Burn-in für KI-Prozessoren. Bei modernen, hochpreisigen KI-Modulen, die Prozessoren mit HBM kombinieren, ist es wirtschaftlich essenziell, Fehler bereits auf Wafer-Ebene zu identifizieren. Nur so lässt sich verhindern, dass defekte Chips in kostspielige Substrate verbaut werden. Diese strategische Relevanz spiegelt sich in einer starken Prognose wider. Für das zweite Halbjahr 2026 erwartet Aehr Auftragseingänge zwischen 60 und 80 Millionen US-Dollar, wobei der Großteil auf KI-Prozessoren entfällt. Das Sonoma-System etabliert sich dabei zunehmend als Industriestandard für die Qualifizierung von KI-Chips. Da führende Kunden bereits Kapazitäten für die großflächige Produktion von AI ASICs angefragt haben, stehen Aehr möglicherweise Rekordaufträge ins Haus, was die Visibilität für das Geschäftsjahr 2027 massiv erhöht.

Der strategische Ritterschlag durch einen Hyperscaler
Wie valide diese Wachstumsversprechen sind, zeigt der heute vermeldete Großauftrag. Ein weltweit führender Hyperscaler, der eigene KI-Beschleuniger entwickelt, hat Aehr mit den Produktionstests der nächsten Chipgeneration beauftragt. Der Auftrag umfasst mehrere „Sonoma“-Systeme sowie die dazugehörigen Testmodule. Sie sind für Prozessoren mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 2.000 Watt ausgelegt und bieten eine präzise thermische Steuerung in mehreren Zonen pro Chip während des Burn-in-Prozesses. Dass der Kunde bereits für die zweite Jahreshälfte 2026 eine signifikante Ausweitung der Kapazitäten prognostiziert, unterstreicht die Marktstellung von Aehr. Folglich sollte die Aktie aus der Konsolidierung ausbrechen!

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