Rekordinvestitionen in Milliardenhöhe haben die Microsoft-Aktie zuletzt auf Talfahrt geschickt und viele Anleger zunächst verunsichert. Doch während die Börse nervös auf die kurzfristigen Kosten schaut, zündet der Konzern mit neuen, eigenständigen KI-Agenten bereits die nächste Stufe der technologischen Revolution.
Aus der Konzernperspektive war der Februar geprägt von der Verarbeitung der jüngsten Quartalszahlen, die zwar starke Umsätze zeigten, aber auch offenbarten, dass die Ausgaben für KI-Infrastruktur – also Rechenzentren und Chips – auf ein Rekordhoch von rund 37,5 Milliarden US-Dollar gestiegen sind. Die Börse reagierte nervös auf diese hohen Kosten, da kurzfristige Gewinne dadurch geschmälert werden. Für Anleger ist es jedoch entscheidend zu verstehen, dass das Management diese Ausgaben als notwendiges Fundament betrachtet, um die dominante Marktposition im Cloud-Computing langfristig zu sichern, ähnlich wie ein Fabrikbesitzer, der erst teure Maschinen kaufen muss, bevor er die Produktion hochfahren kann.
Für Investoren, die nicht auf das schnelle Geld, sondern auf langfristiges Wachstum setzen, könnte das aktuelle Kursniveau nach der Korrektur eine klassische "Buy the Dip"-Gelegenheit darstellen. Durch den Kursrückgang ist die Aktie bewertungstechnisch wieder attraktiver geworden, da das Verhältnis von Aktienkurs zum erwarteten Gewinn (KGV) gesunken ist und nun unter dem 5-Jahres-Durchschnitt liegt. Am 18. Februar hat Direktor John W. Stanton dieses Szenario ebenfalls genutzt, um 5.000 Aktien zu je 397,35 USD für insgesamt rund 1,99 Mio. USD (exakt: 1.986.750 USD) zu kaufen. Sein Aktienbestand hat sich dadurch auf 83.905 Aktien vergrößert.