Die Super Group (SGHC) zog sich als globale Holdinggesellschaft für führende digitale Glücksspielmarken in den letzten beiden Jahren bewusst aus dem stark umkämpften US-Markt zurück, um den Fokus auf andere wachstumsstarke Märtke in Afrika, Europa und Amerika zu richten. Derzeit gibt es Lizenzen in über 20 Ländern mit dem Sportwettenanbieter Betway und dem Multi-Marken-Online-Casino Spin.
Afrika ist für 42 % der Gesamterlöse verantwortlich, wo das Spielvolumen bei Casinospielen und Sportwetten im letzten Quartal um 32 % bzw. 31 % zunahm. Außerhalb Afrikas war Apricot wichtiger und langjähriger Softwarepartner und Lizenzgeber für die Sportwetten-Technologie von Betway, die nun nach der abgeschlossenen Akquisition für rund 140 Mio. Euro vollständig in Eigenbesitz übernommen wurde. In Neuseeland wird derzeit auf den lokalen Regulierungsrahmen gewartet, der im 2. Quartal in Alberta (Kanada) gesichert werden dürfte. Zudem werden im 1. Halbjahr 2026 auch Online-Slots (virtuelle Spielautomaten) in Deutschland eingeführt.
CEO Neal Menashe verweist nun auf ein herausragendes Jahr 2025, in dem diese Strategie mit einem Rekordwachstum bei den Kundenzahlen für dauerhafte Vorteile sorgen soll. Im 4. Quartal stieg die Anzahl der durchschnittlich monatlich aktiven Kunden um 16 % auf 6,1 Mio. an. Für das Fiskaljahr 2026 hob das Management die Umsatzziele auf mindestens 2,55 Mrd. USD (Konsens: 2,09 Mrd. USD) an. Auch das bereinigte EBITDA soll die Marke von über 680 Mio. USD überschreiten, nachdem es im Geschäftsjahr 2025 einen Anstieg von 57 % auf 560 Mio. USD gab. Die Aktie könnte mit einem attraktiven KGV von 13,6 den Breakoutversuch in Richtung Allzeithoch starten.