Von den Aktien am 52-Wochenhoch sollte heute die Nordex ihren neusten Ausbruch festigen. Hintergrund ist eine sehr optimistische Prognose für die mittelfristige EBITDA-Marge.
Windkraft im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz Nordex ist ein führender Anbieter von Offshore-Windkraftanlagen. Ein neuer Wachstumstreiber rückt zunehmend in den Fokus. Der immense Hunger von Rechenzentren nach stabilen und grünen Stromquellen. Im Zuge der KI-Revolution fordern Technologiegiganten CO2-neutrale Energielösungen im Gigawatt-Maßstab. Nordex bedient diesen Bedarf mit hocheffizienten Turbinen der Delta4000-Serie. Das Ergebnis dieser Dynamik ist ein Rekord-Auftragseingang im Bereich Projekte von über 9,3 Milliarden Euro im Gesamtjahr 2025, was die strategische Relevanz der Onshore-Windkraft unterstreicht. Der Orderbestand summiert sich auf 10,1 Milliarden Euro.
Bilanz 2025: Ein Quantensprung bei der Profitabilität Die heute vorgelegten Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 belegen einen beeindruckenden operativen Durchbruch. Nordex steigerte den Konzernumsatz auf rund 7,55 Milliarden Euro. Während das Umsatzwachstum mit 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr moderat ausfiel, explodierte die Profitabilität regelrecht. Das EBITDA verdoppelte sich mehr als deutlich auf 631,0 Millionen Euro (Vorjahr: 296,4 Mio. Euro), was einer Jahresmarge von 8,4 Prozent entspricht. Das Konzernergebnis sprang von 8,8 Millionen Euro im Vorjahr auf beachtliche 274,3 Millionen Euro. Zudem erreichte der freie Cashflow mit 863,3 Millionen Euro einen Rekordwert. Die Nettocashposition liegt um 1,6 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr 2026 prognostiziert das Management einen weiteren Umsatzsprung auf 8,2 bis 9,0 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge zwischen 8 und 11 Prozent. Das eigentliche Ausrufezeichen setzte der Vorstand jedoch mit dem neuen Mittelfristziel einer EBITDA-Marge von 10 bis 12 Prozent.
Technischer Befreiungsschlag: Ausbruch auf das 52-Wochenhoch Nordex gehörte schon in den letzten Wochen zu den führenden Aktien und brach am Dienstag aus. Vor allem der starke Ausblick für die Marge sowie die Fähigkeit ordentliche Free Cash Flows zu generieren, müssten die Aktie antreiben. Zudem sitzt man dank 1,6 Milliarden Euro an Nettocash auf einem guten Polster, um das weitere Wachstum zu finanzieren.