Der US-Kosmetik- und Beautyhändler Ulta Beauty meldet für das vierte Quartal 2025 solide Umsatzzahlen, kann damit jedoch die Börse nicht überzeugen. Der Konzern steigert den Quartalsumsatz um 11,8 % auf 3,90 Mrd. USD und übertrifft damit die Analystenschätzungen von 3,83 Mrd. USD leicht. Der Gewinn je Aktie liegt mit 8,01 USD nahezu im Rahmen der Erwartungen. Gleichzeitig wächst das Geschäft auf vergleichbarer Fläche um 5,8 %, nachdem im Vorjahresquartal lediglich 1,5 % erreicht wurden. Dennoch reagieren Investoren enttäuscht: Vor allem der deutliche Rückgang der operativen Marge von 14,8 % auf 12,2 % belastet die Bewertung. Unternehmenschefin Kecia Steelman erklärt laut Analystenkonferenz, dass die starke Feiertagssaison sowie eine höhere Kundenaktivität und Marktanteilsgewinne den Umsatz angetrieben hätten – insbesondere in den Segmenten Parfüm und Haarpflege.
Die eigentliche Belastung für die Aktie liegt jedoch im Ausblick. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet das Management einen Gewinn je Aktie von rund 28,05 bis 28,55 USD, was leicht unter den bisherigen Marktschätzungen liegt. Auch beim Wachstum der vergleichbaren Filialumsätze zeigt sich der Konzern vorsichtig und prognostiziert ein Plus von 2,5 % bis 3,5 %. Steelman verweist auf ein zunehmend selektives Konsumverhalten sowie geopolitische Unsicherheiten, die die Kauflaune der Verbraucher beeinflussen könnten. Gleichzeitig investiert Ulta verstärkt in Marketing, Technologie und das Einkaufserlebnis in den Filialen, was kurzfristig die Kosten erhöht. Finanzchef Chris Del Orfus betont jedoch, dass diese Investitionen langfristig zu Produktivitätsgewinnen und weiterem Marktanteilswachstum führen sollen. Für Anleger entsteht damit ein gemischtes Bild: Einerseits bleibt das Umsatzwachstum robust, andererseits könnten steigende Kosten und intensiver Wettbewerb – etwa durch große Onlinehändler – die Margenentwicklung vorerst begrenzen.