Mit der zunehmenden Inferenz (KI-Agenten, Allgemeine KI) – NVIDIA-CEO rief das Inferenzzeitalter bei KI aus - rückt die physische Begrenzung der KI-Revolution in den Fokus: die Stromversorgung. 2G ENERGY (i) positioniert sich hierbei als kritischer Enabler. Nach einem soliden Geschäftsjahr 2025, in dem der Umsatz punktgenau am oberen Ende der Prognose von 380 bis 400 Mio. Euro mit 398 Mio. Euro (+6%) landete, schaltet das Unternehmen nun beim Thema Rechenzentren in den nächsten Gang.
Data Center-Aufträge sollen in Kürze gemeldet werden Die entscheidende Nachricht liegt in der Pipeline. 2G Energy steht unmittelbar vor dem Abschluss substanzieller Aufträge für US-Rechenzentren, wie es heute heißt. Hier geht es nicht um Kleinanlagen, sondern um Projekte im hohen zweistelligen bis dreistelligen Megawattbereich. Ein Megawatt entspricht dabei rund 1 Mio. Euro an Umsatz. Das Management erwartet bereits im zweiten Quartal 2026 „signifikante Anzahlungen“, während die Auslieferung und Fakturierung bereits in der zweiten Jahreshälfte starten sollen. Während die hohen Gaspreise in Europa zuletzt das Sentiment belasteten, bietet der US-Markt mit seinem Hunger nach dezentraler, grundlastfähiger Energie massives Skalenpotenzial. Das Auslandsgeschäft wuchs bereits 2025 um 19% auf 198 Mio. Euro und ist nun erstmals so groß wie der Inlandsmarkt.
Wachstumschance durch Gas-Reservekraftwerke und wieder mehr Service Trotz einer holprigen ERP-Umstellung im zweiten Halbjahr 2025, die das Servicegeschäft kurzzeitig ausbremste, blieb der Umsatz in diesem margenstarken Segment mit 169 Mio. Euro auf Rekordniveau stabil. Mit dem nun greifenden IT-System und einer wachsenden installierten Basis ist der Service-Pfad für 2026 geebnet. Zusätzlich fungiert die deutsche Kraftwerksstrategie mit ihren 12 Gigawatt als zweiter Wachstumstreiber. Als Anbieter von wasserstofffähigen (H2-ready) Lösungen ist 2G in die Planung großer Versorgungsunternehmen für Gas-Reservekraftwerke eingebunden. Erste Beauftragungen werden hier ab 2027 erwartet.
Fazit Mit einer bestätigten Umsatzprognose von 440 bis 490 Mio. Euro für 2026 signalisiert der Vorstand ein mögliches Wachstum von bis zu 23%. Die Aktie, die zuletzt unter den Energiekosten-Sorgen litt, dürfte die anstehenden Data Center-News als Katalysator für einen neuen Aufschwung nutzen. Das macht die Aktie jetzt auf der Long-Seite aussichtsreich.