Südzucker AGEI Kaufen
31.03. 12:40 13,260€ +9,23%
Südzucker AG (11,53%)

Warum jetzt die Aktie von Südzucker durchstartet – Preise für Ethanol und Zucker steigen!

Chart-Tweets Jörg Meyer

Mit Verbio hatten wir zum Start des Iran-Krieg den „Top-Profiteur“ in den Live-Trading-Sektionen sowie der Trader-Zeitung herausgearbeitet. Seither stieg die Aktie um nahezu 100 %. Jetzt beginnt sich mit SÜDZUCKER ein weiterer Wert in Bewegung zu setzen, der zumindest von den gestiegenen Preisen für Ethanol profitiert. So haben sich die Preise für pflanzliches Ethanol mit einer Treibhausgaseinsparung von 75 % seit Ende Februar um über 15 % erhöht.

Der Ethanol-Turbo und der Iran-Faktor
Der globale Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs hat die Energiemärkte in Aufruhr versetzt – und Südzucker sitzt als einer der größten Bioethanol-Produzenten (via CropEnergies) in der ersten Reihe. Steigende Ethanolpreise verbessern nicht nur direkt die Margen im Kraftstoffsegment, sondern wirken auch als indirekter Preistreiber für Zucker. In Regionen wie Brasilien wird bei hohen Energiepreisen vermehrt Zuckerrohr zur Ethanolproduktion umgeleitet, was das globale Zuckerangebot verknappt.

MWB stufte auf Kaufen mit Ziel 15 Euro
Die Analysten von MWB hatten am Montag ihr Kursziel von 9,00 Euro auf 15,00 Euro angehoben. Trotz erwarteter Sonderabschreibungen von bis zu 550 Mio. Euro im Segment Zucker für das Geschäftsjahr 2026, sieht das Analysehaus klare Anzeichen für eine Marktwende. Direkt profitiert der Konzern durch deutlich höhere Deckungsbeiträge in der Bioethanol-Sparte. Indirekt führt der energetische Preisdruck dazu, dass globale Wettbewerber – insbesondere in Südamerika – ihre Produktion massiv in Richtung Biokraftstoffe verschieben. Dies entzieht dem Weltmarkt signifikante Zuckermengen, was die Notierungen stützt. In den letzten Wochen stiegen die Zuckerpreise bereits um über 10%.

Barclays: Von „Untergewichten“ direkt auf „Übergewichten“
Besonders bemerkenswert ist die radikale Neubewertung durch Barclays. Die britische Bank übersprang die „Halten“-Stufe und stufte das Papier gleich um zwei Stufen hoch. Die Analysten betonnen, dass die aktuellen Ethanol-Preissprünge die Gewinne der kommenden zwei Jahre „klar steigern“ und operative Risiken drastisch reduzieren dürften. Trotz der jüngsten Kursgewinne notiert die Aktie immer noch rund 35 % unter ihren Höchstständen von 2023, was ein attraktives Bewertungsfenster öffnet.

Fazit: Die klassische Nachzügler-Wette
Südzucker ist eine Nachzügler-Chance. Der Markt könnte wegen den gestiegenen Preisen nun eine bessere Ertragsentwicklung spielen, zumal die USA auch eine Reduktion des Iran-Kriegs erwägen und das ohne die Öffnung der Straße von Hormus.

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