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Andritz AG: Rekorde beim Auftragseingang und Auftragsbestand!

Chart-Tweets Marvin Herzberger

Die Andritz AG hat am 29. April den Q1-Bericht präsentiert. Der Auftragseingang erreichte mit 3,6 Mrd. Euro (+54,3 %) einen historischen Rekordwert, was den Auftragsbestand auf 12,37 Mrd. Euro hob. Der Umsatz stieg leicht auf 1,79 Mrd. Euro, während das Konzernergebnis um 2,9 % auf 91,8 Mio. Euro zulegte. Trotz der stabilen EBITA-Marge von 8,2 % mahnt der Konzern zur Vorsicht: Der außergewöhnliche Auftragspeak resultiert aus der Bündelung mehrerer Projekte und sei nicht eins zu eins auf das Gesamtjahr hochzurechnen. Dennoch bestätigt das Management die Jahresprognose mit einem Zielumsatz von bis zu 8,3 Mrd. Euro und einer angestrebten Marge von bis zu 9,1 %.

Das Segment Hydropower erwies sich als Wachstumsmotor mit einem Plus beim Auftragseingang von knapp 230 % auf 1,88 Mrd. Euro. Ein zentrales Produkt-Highlight ist die Ausstattung des Saidongar-Projekts in Indien, das mit 3.000 Megawatt zum größten Pumpspeicherkraftwerk des Landes avanciert. Parallel dazu sicherte sich der Bereich Pulp & Paper einen strategischen Großauftrag für die größte Papiermaschine Afrikas in Algerien. Die Strategie sieht vor, die Marktführerschaft durch einen steigenden, margenstarken Service-Anteil abzusichern, um die Abhängigkeit von zyklischen Großinvestitionen zu verringern.

Die Wachstumstreiber sind untrennbar mit der globalen Energiewende und der Nachfrage nach kreislauffähigen Verpackungen verbunden. Insbesondere der Bedarf an Netzstabilisierung durch Pumpspeicher bietet langfristiges Potenzial. Strategisch liegt die Priorität nun auf der effizienten Abarbeitung des Rekord-Auftragsbestands bei gleichzeitiger Kostendisziplin. Für Anleger positioniert sich der Konzern als Profiteur des „Green Transition“-Megatrends, der ökologische Transformation mit einer soliden Bilanzstruktur verbindet. Die Fokussierung auf digitale Serviceleistungen soll sicherstellen, dass die hohe Auslastung nachhaltig in attraktive Cashflows übersetzt wird. Die Prognose für 2026 wird bestätigt.
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