Der US-Wohnungsbau bekommt Rückenwind. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kam zuletzt wieder deutlich zurück und liegt aktuell bei 4,41 %. Das entlastet die Hypothekenzinsen, die den Häusermarkt seit zwei Jahren bremsen. Im US-Markt fehlen nach Branchenschätzungen rund 10 Mio. Häuser. Das ist ein struktureller Engpass, der die Nachfrage trägt. Die Übernahme von Taylor Morrison durch Berkshire Hathaway für 8,5 Mrd. USD Anfang Juni rückt die gesamte Branche wieder etwas mehr in den Fokus.
Ich selbst bin langfristig in Toll Brothers investiert. Mir gefallen hier die starken Fundamentaldaten und der Fokus auf den Luxusmarkt. Bei Dream Finders Home kann ich mir jetzt eine spekulative Positionierung als Turnaorund vorstellen. Der Bauträger aus Jacksonville arbeitet mit einer kapitalschonenden Strategie, bei der Grundstücke per Optionen statt per Kauf gesichert werden. Im 1. Quartal 2026 stieg das Neugeschäft trotz schwieriger Lage um 19 % auf 2.408 Einheiten, der Auftragsbestand erreichte 2.377 Häuser im Wert von 1,1 Mrd. USD. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 13 Mio. USD oder 11 Cent je Aktie. Für 2026 hält das Management an der Auslieferung von 9.250 Häusern fest.
Doch sollten die Renditen schneller als gedacht sinken, dann könnte es bei der Aktie zu einem überdurchschnittlichen Anstieg kommen. Die Shortquote ist mit rund 24 % sehr hoch. Bei einem geringen Streubesitz von 27 Mio. Aktien und rund 13 Tagen zur Eindeckung erzeugt jede positive Überraschung Druck nach oben. Mit einem KGV von etwa12 ist die Aktie nicht teuer. Das durchschnittliche Kursziel von 21,50 USD liegt rund 30 % über dem aktuellen Kurs von 176,70 USD. Bei Dream Finders Homes treffen eine hohe Shortquote, eine niedrige Bewertung und eine Branche im Aufwind auf einen Markt, der noch keine Zinssicherheit hat. Mit dem Ausbruch über die Marke von 16,50 USD, kann man jetzt darauf setzen, dass die Aktie die letzten Hoch bei 21 USD zeitnah wieder anläuft. (DFH)