Phillips 66 ist ein breit aufgestelltes Energieunternehmen, dessen Kerngeschäft in der Verarbeitung von Erdöl zu Endprodukten wie Benzin und Diesel liegt. Rückenwind erhält das Unternehmen durch die anhaltenden Spannungen rund um die Straße von Hormus und die dadurch entstehende Verzerrung der globalen Preisstruktur. Das Unternehmen verarbeitet vor allem günstiges US-Rohöl, kann die fertigen Endprodukte jedoch zu den stark gestiegenen Weltmarktpreisen verkaufen. Die Gewinnmarge pro verarbeitetem Barrel weitet sich dadurch aus.
Phillips 66 hat in den letzten Jahren zudem erfolgreich in die Modernisierung seiner Raffinerieanlagen investiert. Dies zeigt sich in einer herausragenden Kapazitätsauslastung von 99 % im letzten Quartal. Noch wichtiger ist jedoch, dass das Unternehmen durch diese Maßnahmen seine Betriebskosten um etwa 15 % auf nur noch 6 USD pro Barrel senken konnte, was die Profitabilität des Unternehmens dauerhaft stärkt.
Die Aktie von Phillips 66 handelt aktuell mit einem geschätzten KGV von 11 und bietet eine Dividendenrendite von knapp 3 %. Am 5. August werden die Zahlen zum 2. Quartal erwartet. Mit dem Ausbruch aus der Base auf ein neues Hoch kann man darauf setzen, dass die Aktie zügig ihren Aufwärtsbewegung Richtung 220 USD ausdehnt. (PSX)