Dynatrace verzeichnet nach der Vorlage der Zahlen zum 1. Quartal von Anfang August ein deutlich erhöhtes Handelsvolumen. Seither konsolidiert die Aktie in einer engen Range, könnte nun aber bereit seit, weiter zu ziehen. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn lag man zuletzt über der Konsensschätzung der Analysten. Auffällig war meines Erachtens der Ausblick für das Geschäftsjahr 2027: Das Management um CEO Rick McConnell senkte zwar die Umsatzprognose leicht, hob aber die Gewinnprognose auf 1,97 USD bis 1,99 USD je Aktie an, oberhalb des bisherigen Korridors von 1,93 USD bis 1,95 USD. Die Botschaft an den Markt: Profitabilität wiegt schwerer als reines Umsatzwachstum, und die operative Marge skaliert zuverlässig.
Am 25. August 2026 unterstrich Morgan Stanley diese Einschätzung mit einer Hochstufung von Equal-Weight auf Overweight, verbunden mit einer Anhebung des Kursziels von 58 USD auf 65 USD. Das ergibt ein Potenzial von knapp 30 %. Das Analystenhaus sieht die Observability-Branche in der stärksten Nachfragephase seit 2022, getrieben von Cloud-Wachstum und den ersten Effekten unternehmensweiter KI-Investitionen. Für die Geschäftsjahre 2028 und 2029 rechnet Morgan Stanley mit einem ARR-Wachstum von jeweils über 20 %.
Dynatrace überwacht mit der Engine Davis AI Cloud-Infrastrukturen und Unternehmensanwendungen und identifiziert Performance-Engpässe automatisiert. Wiederkehrende Umsätze im Großkundensegment und hohe Wechselkosten der Plattform stabilisieren das Geschäft gegenüber längeren Verhandlungszyklen bei Neukunden.
Mit der Kombination aus Zahlen-Beat, angehobener Gewinnprognose und Analysten-Rückenwind könnte die Aktie nun bereits ein, die Marke von 60 USD in Angriff zu nehmen. (DT)