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02.04. 16:37

Devisen: Eurokurs legt vor US-Zollankündigung etwas zu


FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Mittwoch vor den Zollankündigungen in den USA etwas zugelegt. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,0823 US-Dollar gehandelt. Am Vormittag hatte sie noch unter 1,08 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0803 (Dienstag: 1,0788) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9256 (0,9269) Euro.

Auch am Devisenmarkt ist die Spannung vor der Ankündigung von Zöllen durch den US-Präsidenten Donald Trump groß, die am Abend in den Vereinigten Staaten erwartet wird. Der Republikaner sprach in der Vergangenheit von wechselseitigen Zöllen. Bisher ist aber unklar, wie die künftigen US-Zölle aussehen werden, die auf importierte Waren erhoben werden. Entscheidend wird sein, wie hoch diese ausfallen werden und wann sie in Kraft treten.

"Wichtig ist zudem die begleitende Rhetorik, um einen Eindruck von der Chance auf Deals zu bekommen", heißt es in einer Analyse der Dekabank zur Ankündigung der US-Zölle. Nach Einschätzung der Experten ist es aber fraglich, "ob heute wirklich Klarheit geschaffen wird".

Besser als erwartet ausgefallene US-Wirtschaftsdaten bewegten den Markt kaum. Die Privatwirtschaft in den Vereinigten Staaten hat im März mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Laut dem Arbeitsmarktdienstleister ADP ist die Zahl der Beschäftigten im März stärker gestiegen als erwartet. Der monatliche Arbeitsmarkt der US-Regierung wird am Freitag erwartet. Zudem stiegen auch die Auftragseingänge der US-Industrie im Februar stärker als erwartet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83455 (0,83665) britische Pfund, 161,22 (160,93) japanische Yen und 0,9543 (0,9520) Schweizer Franken fest. Die Feinunze kostete am Nachmittag in London 3.125 Dollar. Das waren etwa 11 Dollar mehr als am Vortag./jsl/he