Dow JonesXNYS Kaufen
03.03. 22:38 48.501,27 -0,83%
Nasdaq 100XNAS Kaufen
03.03. 23:16 24.720,08 -1,08%
S&P 500XNYS Kaufen
03.03. 22:34 6.816,63 -0,94%
03.03. 22:36

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Verluste verringert - USA will Schiffe schützen


NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag die Auswirkungen des Iran-Kriegs zu spüren bekommen. Zwar konnten die wichtigsten Indizes im Handelsverlauf einen Großteil ihrer im Tagesverlauf erlittenen Verluste wieder wettmachen, da die USA einen Schutz für Öltanker signalisiert hatte. Dies verlangsamte den Anstieg der Ölpreise deutlich. Damit drückten unter dem Strich Wirtschaftssorgen und die Furcht vor insgesamt deutlich steigenden Preisen auf die Stimmung der Anleger. In Europa und Asien sackten die Kurse ab.

Der Dow Jones Industrial hatte zwischenzeitlich seine bislang in diesem Jahr erzielten Gewinne eingebüßt und war um bis zu 2,6 Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember gesunken. Zum Handelsschluss stand noch ein Minus von 0,83 Prozent auf 48.501,27 Punkte zu Buche.

Der marktbreite S&P 500 verlor 0,94 Prozent auf 6.816,63 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,09 Prozent auf 24.719,50 Punkte nach unten.

Israel hat bei neuen Angriffen auf Teheran wieder den iranischen Machtapparat ins Visier genommen. Äußerungen von US-Regierungsmitgliedern warfen derweil neue Fragen zur Begründung der Angriffe auf - insbesondere, ob sich die USA von Israel in den Krieg hineinziehen lassen haben, der schon jetzt Folgen für einen großen Teil des Nahen Ostens hat.

"Die Märkte reagieren auf jede Schlagzeile", schrieb Analyst Fawad Razaqzada vom Handelshaus Forx.com. Vieles werde nun davon abhängen, ob die Spannungen zurückgehen - oder ob sich die aktuelle Entwicklung als Beginn einer länger anhaltenden Störung der globalen Versorgung mit Rohöl erweist.

Mit etwas Erleichterung nahmen die Anleger zuletzt zur Kenntnis, dass US-Präsident Donald Trump den vom Iran bedrohten Schiffsverkehr in der Straße von Hormus absichern will - auch mit der eigenen Marine. "Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Um jeden Preis würde die USA den freien Fluss von Energie für den Rest der Welt sicherstellen.

Aus Branchensicht mieden Anleger zuletzt vor allem Minenbetreiber, nachdem der Goldpreis stark unter Druck gekommen war. Auch der Preis für Silber gab deutlich nach. Gestiegene Inflationsgefahren im Zuge der höheren Öl- und Gaspreise belasten zunehmend die Edelmetallpreise. Die Möglichkeit speziell der US-Notenbank, die Geldpolitik zu lockern, könnte so eingeschränkt werden. Ein höheres Zinsniveau wirkt sich tendenziell negativ auf Edelmetalle aus, da sie keine Zinsen abwerfen. Damit sackten Coeur Mining um gut zehn und Newmont um mehr als acht Prozent ab.

Am Dow-Ende verloren die als besonders konjunktursensibel geltenden Aktien des Baumaschinenherstellers Caterpillar fast vier Prozent. Dagegen feierten die Anleger die Geschäftszahlen und Ausblicke der Einzelhändler Best Buy und Target - die Papiere zogen unter den besten Werten im S&P 500 um jeweils rund sieben Prozent an.

Die Titel des Datenbankmanagementsystem-Spezialisten MongoDB wurden von einem schwachen Ausblick belastet: Sie brachen um mehr als 22 Prozent ein./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---