ROUNDUP: Kion verdient etwas mehr als erwartet - Jahresprognose konkretisiert
FRANKFURT (dpa-AFX) - Beim Gabelstaplerhersteller Kion
Die im MDax
Der Experte verwies aber auch darauf, dass Kion im Staplergeschäft weiterhin Probleme habe. Eine verfehlte Marge habe lediglich durch geringere Konzernkosten ausgeglichen werden können, schrieb er. Dies deutet laut Gupta auf Probleme bei Produktmix und Auslastung hin. Seinen Berechnungen zufolge müssten die Margen in der Staplersparte im zweiten Halbjahr in den prozentual zweistelligen Bereich kommen, um die Jahresziele zu erreichen.
Kion und seine Mitstreiter kämpfen seit geraumer Zeit mit der wirtschaftlichen Schwäche insbesondere in Europa. Hinzu kommt die zunehmende Konkurrenz aus China, die mit günstigen Staplern und Flurförderzeugen die Branche aufmischt.
Im zweiten Jahresviertel sank der Auftragseingang bei Kion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Fünftel auf gut 2,8 Milliarden Euro. Vor einem Jahr hatte eine Rekordnachfrage im Projektgeschäft das Quartal angetrieben. Das Auftragsbuch ist per Ende Juni mit fast 5,1 Milliarden Euro etwas stärker gefüllt, als vor einem Jahr, hier helfen den Frankfurtern auch Währungseffekte.
Der Umsatz verbesserte sich nun um knapp 8 Prozent auf rund 2,9 Milliarden Euro. Dabei lieferten vor allem die Geschäfte in Nordamerika Rückenwind, während jene in Europa, sowie im Mittleren Osten und Afrika weiterhin schwächelten. Im größten Absatzmarkt Westeuropa schaffte Kion ein kleines Plus.
Von den Konzernerlösen blieben vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie Sondereffekten mit 224 Millionen Euro über 18 Prozent mehr übrig. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn verbesserte sich sogar noch etwas stärker auf 115 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatten Kosten für das anberaumte Sparprogramm das Ergebnis belastet.
Nach dem ersten Halbjahr kann Kion die Geschäftsentwicklung im Gesamtjahr jetzt besser einschätzen und präzisierte die Erwartungen für Umsatz, bereinigten operativen Gewinn sowie die Rendite auf das eingesetzte Kapital innerhalb der ursprünglich angegebenen Prognosebandbreiten. Die Spanne für den freien Barmittelzufluss grenzte das Management ebenfalls ein und senkte das untere Ende etwas.
Es erwartet nun einen Umsatz von 11,525 bis 12,025 Milliarden Euro, statt zuvor 11,4 bis 12,3 Milliarden Euro. Davon sollen als bereinigter operativer Gewinn 880 bis 980 Millionen Euro bleiben und nicht mehr 850 Millionen bis 1,04 Milliarden Euro, wie bislang geschätzt.
Die Frankfurter erwarten 2026 außerdem freie Barmittelzuflüsse von 420 bis 540 Millionen Euro nach 430 bis 570 Millionen Euro zuvor - und eine Rendite auf das eingesetzte Kapital zwischen 8,4 und 9,4 Prozent, statt 8,3 bis 9,7 Prozent./lew/niw/mis