04.09. 19:21

Veröffentliche Daten: Berlin will Betroffene kontaktieren


BERLIN (dpa-AFX) - Nach der Veröffentlichung teilweise sensibler Daten aus der Berliner Verwaltung wollen die Behörden mit den betroffenen Menschen Kontakt aufnehmen. "Sofern im Rahmen der Analyse einzelne betroffene Personen identifiziert werden, werden diese risikobasiert und entsprechend der gesetzlichen Vorgaben von den zuständigen Senatsverwaltungen informiert", hieß es in einem Schreiben der Senatskanzlei. Bürger, die unabhängig davon Kenntnis erlangen, "dass ihre Daten veröffentlicht wurden oder für Straftaten wie Betrug oder Identitätsmissbrauch genutzt werden, sollten Strafanzeige erstatten".

Derzeit würden die Sicherheitsbehörden eine intensive Datenprüfung durchführen, so die Senatskanzlei. "IT-Forensiker im Auftrag des Landes Berlin untersuchen die veröffentlichten Daten mit Hochdruck. Daraus werden die entsprechenden Maßnahmen abgeleitet."

Das Ultimatum der Hackergruppe Rhysida nach ihrem Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung und ihrer Lösegeldforderung an den Senat ist am Freitag abgelaufen. Nach Angaben von Experten wurde der komplette Datensatz im Darknet veröffentlicht. Zuvor hatte die Gruppe ein Lösegeld von 30 Bitcoin gefordert - umgerechnet rund zwei Millionen Euro. Der Berliner Senat hatte vorab bekräftigt, auf derartige Erpressungen nicht einzugehen und kein Lösegeld zu zahlen. Mit dem Ablauf des Ultimatums drohte die Veröffentlichung der bei dem Hackerangriff erbeuteten Daten./wpi/DP/stw