Infront EU 50III Kaufen
06.10. 19:32 6.254,99 +0,31%
Infront FrankreichIII Kaufen
06.10. 19:32 7.840,84 -0,18%
Infront GB 100III Kaufen
06.10. 19:32 10.543,22 +0,19%
Infront SchweizIII Kaufen
06.10. 19:32 13.773,61 +0,25%
06.10. 18:28

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Freundlich - Sinkende Ölpreise geben Auftrieb


PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Dienstag moderat zugelegt. Sinkende Ölpreise, eine Entspannung an den Anleihemärkten sowie rekordhohe Indizes an den US-Börsen sorgten für Entlastung. Die Bereitschaft zu größeren Risiken bleibe jedoch gering, bemerkte Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets. "Die Anleger wollen investiert bleiben, aber nicht mehr jedes Risiko mitnehmen."

Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 schloss mit einem Plus von 0,48 Prozent bei 6.272,23 Punkten. Außerhalb der Euroregion gewann der Schweizer Leitindex SMI 0,62 Prozent auf 13.788,93 Zähler. Für den britischen FTSE 100 ging es um 0,42 Prozent auf 10.541,69 Punkte aufwärts.

Die Ölpreise gerieten nach Hinweisen auf steigende Öltransporte durch die Straße von Hormus merklich unter Druck. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent fiel auf 97,61 US-Dollar. Das waren 2,74 Dollar weniger als am Vortag. Die Ölförderländer aus der Golfregion transportieren trotz immer noch hoher Sicherheitsrisiken immer größere Mengen durch die strategisch wichtige Meerenge.

An den europäischen Anleihemärkten gab es Signale der Entspannung, vor allem in Frankreich. Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen, Vorsitzende des "Rassemblement National", schlug in einem Haushaltsplan vor, das Staatsdefizit bis 2032 unter 3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu senken. Die hohe französische Staatsverschuldung hatte zuletzt Sorgen vor einer neuen Schuldenkrise des Euroraum geweckt.

Aus Branchensicht waren europaweit Aktien aus den Sektoren Reise sowie Nahrungsmittel und Getränke am stärksten gefragt. Am unteren Ende des Branchentableaus rangierten Telekom- und Industrietitel.

Schwächster Wert im EuroStoxx 50 waren erneut Schneider Electric mit einem Verlust von 4,5 Prozent auf 260,50 Euro. Die US-Bank JPMorgan hatte die Papiere des Technologiekonzerns von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 345 auf 310 Euro gesenkt. Analyst Phil Buller verwies zur Begründung auf die tags zuvor angekündigte Übernahme des US-Softwarespezialisten PTC . Mit dem Zukauf bauten die Franzosen ihren weniger attraktiven Industrieautomatisierungsbereich aus. Am Montag hatten die Schneider-Papiere bereits 10 Prozent eingebüßt.

Ein mutmaßlicher Hacker-Angriff zog die Anteilscheine von Asos um fast zehn Prozent nach unten. Tausende Nutzerinnen und Nutzer des Online-Modehändlers bekamen auf ihren Smartphones übereinstimmenden Berichten zufolge einen kryptischen Text angezeigt mit dem Titel: "Asos hacked". Am Nachmittag bestätigte das Unternehmen eine "unbefugte Kundenbenachrichtigung"./edh/he