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BioNTech – Impfstoffhersteller kann durch riesigen finanziellen Spielraum nun auch andere Therapien weiterentwickeln und Analysten sehen Verdopplungspotenzial

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Die Corona-Pandemie hält Deutschland weiter in Atem. Neue Höchststände bei den Inzidenzen machen täglich neue Schlagzeilen. Die Intensivstationen einzelner Bundesländer funken SOS. Und die Politik hat keine klare Meinung im Entscheidungsloch zwischen alter und neuer Regierung. Experten und Pseudo-Experten melden sich minütlich zu Wort und ändern ihre Ideen ebenso schnell. Wer auch die ausländische Presse verfolgt, der sieht, dass die Welt längst über den Umgang mit der Pandemie in Deutschland lacht oder den Kopf schüttelt. Man will kaum glauben, dass eins der wirksamsten Mittel gegen den Tod durch Covid-19 von einem deutschen Biotech-Unternehmen entwickelt wurde.

BioNTech und dem US-Konzern Moderna ist eine ungekannte zivilisatorische Glanzleistung gelungen mit der Entwicklung von Vakzinen auf Basis der mRNA-Technologie – und das innerhalb kürzester Zeit. Im August wurde bei 450 USD das Allzeithoch markiert (obwohl BioNTech ein deutsches Unternehmen ist, ist die Heimatbörse für die Aktie die US-Technologie-Börse Nasdaq – das Thema „Qualität zählt nichts in der Heimat“ zieht sich also quer durch diese Story).

Focus-Money meint


Nach dem Höhenflug folgte inzwischen die Korrektur. Und die günstigen Kurse habe in der letzten Zeit einige positive Analystenmeinungen zur Folge gehabt. Anfang der Woche meldete sich „Focus-Money“ mit einem Kursziel von 371,50 Euro zu Wort (53 % Potenzial). Abgesehen von dem Impfstoff-Forschungserfolg gegen die Corona-Pandemie, stand bei dieser Empfehlung im Vordergrund, dass die Milliardengewinne des Konzerns nun auch die ursprünglich (= vor Corona) verfolgten Wirkstoffstudien vorantreiben könnten.

Geld habe BioNTech jetzt wirklich genug. Für 2021 sei von einem Nettogewinn von rund 10 Mrd. Euro auszugehen (Wie sich der Stadtkämmerer von Mainz freuen wird über die Explosion der Gewerbesteuer!).

Aber auch im kommenden Geschäftsjahr 2022 werde der Geldregen in der Goldgrube 12 in Mainz nicht versiegen. Es gebe Vorbestellungen für 1,7 Mrd. Impfdosen für 2022. BioNTech könne von ähnlich hohen Erträgen wie in diesem Jahr ausgehen. Mit diesem finanziellen Polster machen sich die beiden Gründer Özlem Türeci und Ugur Sahin an das große Ziel, künftig Krebserkrankungen nicht nur therapierbar, sondern durch mRNA-Wirkstoffe auch heilbar zu machen. Komme es zu einem mit dem Corona-Vakzin vergleichbaren Forschungserfolg, könne sich die Aktie laut Focus-Money auch schnell wieder verdoppeln.

Der Aktionär meint


Auf die breite Pipeline von BioNTech abseits des Vakzins Comirnaty geht auch „Der Aktionär“ in der aktuellen Ausgabe ein. Therapien gegen Krebs stünden nun im Vordergrund. 15 Kandidaten würden in 19 klinischen Studien erforscht. Außerdem arbeite man in Mainz an mRNA-Impfstoffen gegen Malaria, HIV, Tuberkulosebakterien und Influenzaviren. Die Börsenexperten aus Kulmbach sind aber besonders angetan von den Forschungsstudien im Bereich Onkologie. Eine klare Ansage machen sie beim Kursziel für BioNTech. Mit einem Kursziel von 480 Euro sehen sie ein Kurspotenzial von fast 100 %.

Goldman Sachs meint


Die US-Investmentbank „Goldman Sachs“ hat zuletzt ein Kursziel von 433 USD für den Nasdaq-Titel aufgerufen. Im Vordergrund der Empfehlung von Analyst Chris Shibutani stand dabei allerdings die Story rund um Booster-Impfungen gegen Covid-19.

Quelle: Wachstums-Check TraderFox

Hinweis:


Im „aktien Magazin“ informieren wir unsere Leser Woche für Woche über die wichtigsten Kaufempfehlungen renommierter Analystenhäuser und Banken sowie aus Printmedien und Börsenbriefen. Unsere Leser lieben dabei unser Ranking der Top-Kursziele. Sie sehen sofort, welche Aktien laut Analysten das derzeit höchste Kurspotenzial haben!


Bildherkunft: BioNTech