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Chartanalyse LVMH: Das Geschäft mit Luxusgütern läuft trotz Inflation und Krisenstimmung prächtig!

Artikel, Chartanalysen Wolfgang Zussner 483 Leser

Hallo Trader und Investoren, 

heute möchte ich euch ein Update zur Aktie von LVMH geben. Der Luxusgüterkonzern ist mit über 325 Mrd. Euro an der Börse bewertet.

Das Geschäft mit Luxusgütern läuft trotz Inflation und Krisenstimmung prächtig. Der Grund dafür ist, dass Schmuck, teure Uhren oder die richtigen Autos vor der Geldentwertung schützen können. 

Die unbestrittene Nummer 1

Geht es um Luxus, führt an dem französischen Luxusgüterkonzern definitiv kein Weg vorbei. Die unbestrittene Nummer 1 der Branche verfügt über 70 weltbekannte Edelmarken wie beispielsweise Louis Vuitton, Moët, Christian Dior oder auch Tiffany und ist hervorragend am Luxusgütermarkt positioniert. Trotz Pandemie, Krieg und Inflation läuft das Geschäft mit sündhaft teuren Produkten rund, wie der Blick auf die aktuellen Geschäftszahlen zeigt. 

Bildquelle: https://www.lvmh.com/houses/

Die Franzosen konnten die Erlöse im ersten Halbjahr um knapp 30 Prozent auf insgesamt 36,7 Milliarden Euro steigern. Dabei kletterte allein der Gewinn um 23 Prozent auf mehr als 6 Milliarden Euro. Die Markterwartungen wurden mit diesem Ergebnis klar übertroffen.

Die Zahl der Reichen wächst

Zugute kommt der gesamten Branche, dass viele Reiche selbst während der Krise permanent ihr Vermögen ausbauten. Laut Schätzungen der Beratungsgesellschaft Capgemini wuchs die Zahl der Dollar-Millionäre 2021 sowohl weltweit als auch in Deutschland deutlich. In Deutschland gibt es inzwischen 1,63 Millionen Millionäre. Rund 100.000 Menschen stiegen auf Sicht eines Jahres in diese Liga auf. Weltweit steigerten die Millionäre laut dem World Wealth Report ihr Vermögen im vergangenen Jahr um 8 Prozent auf den Rekordwert von insgesamt 86 Billionen US-Dollar.

Ein Grund für den derzeitigen Run auf Luxus dürfte der Nachholbedarf sein. Viele Geschäfte blieben durch Covid-19 und die Lockdowns geschlossen und hielten die kaufwillige Kundschaft davon ab, die Luxusboutiquen zu stürmen. Die Branche verzeichnete im Krisenjahr 2020 den größten Einbruch ihrer Geschichte. Ein anderer Aspekt ist, dass Luxusgüter wie Uhren und Schmuck, aber auch hochpreisige Autos, die nur in geringen Stückzahlen produziert werden, als Sachwerte gefragt sind.

Luxusgüter bieten Inflationsschutz

In inflationären Zeiten bieten Luxusgüter oder auch Kunst einen guten Schutz vor der Geldentwertung. Und da trotz der jüngsten Zinserhöhungen in Sachen Inflation noch lange kein Licht am Ende des Tunnels in Sicht ist, dürften die Geschäfte mit Luxusgütern weitergehen. 

Gerade in Zeiten wie diesen, sprechen mehrere Gründen für Luxusaktien. Zum einen die Absicherung gegen die Inflation. Zum anderen, weil der Sektor langfristige Wachstumschancen bietet, und drittens, weil die Margen und Erträge stabil sind. Dicke Geschäfte mit Luxusartikeln versprechen sich die Konzerne auch weiter in den aufstrebenden Schwellenländern. Die Zahl der Vermögenden steigt auch dort kontinuierlich an. Die Kundschaft in den Schwellenländern ist besonders luxushungrig.

Luxusaktien sind aber alles andere als ein billiges Schnäppchen. Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse in diesem Sektor liegen in der Regel zwischen 25 und 50. Hermès wird mit einem 2023er KGV von 44 fast doppelt so hoch bewertet wie LVMH. Langfristig sprechen die Resistenz in Krisenzeiten und die hervorragenden Wachstumsaussichten für ein Investment in den Luxussektor. Die Marktforscher von Statista haben errechnet, dass die Umsätze der Luxusbranche von derzeit 280 Milliarden Euro bis zum Jahr 2027 weltweit auf 347 Milliarden Euro ansteigen werden. Dies wäre ein jährliches Wachstumsplus von 4,5 Prozent. 

Luxus spielt in einer anderen Liga

LVMH spricht mehrheitlich eine Zielgruppe an, deren Kaufkraft auch während einer Konjunkturkrise hoch ist. Die Kunden des Unternehmens leisten sich die Luxusartikel meist nicht nur einmal. Für die Stammkundschaft von LVMH gehören die Luxusmarken des Unternehmens zum Alltag, wie für andere Menschen der Einkauf bei Rewe, Kaufland oder Aldi.

Die Stammkundschaft von LVMH bekommt eine Rezession zwar auch zu spüren. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihren gewohnten luxuriösen Lebensstil stark einschränken, ist deutlich geringer, wie die aktuellen Zahlen von LVMH zeigen.

LVMH steigert die Margen

Auch für LVMH haben sich die Einkaufspreise und damit die Produktionskosten erhöht. Bisher hat der Luxusgüterkonzern aber keinerlei Problem, die gestiegenen Kosten an seine Endkonsumenten weiterzugeben. Deshalb konnte auch der Gewinn in der ersten Jahreshälfte kräftig wachsen. 

Der operative Gewinn legte um 33,4 % zu. Das Wachstum fiel hier sogar stärker aus als auf der Umsatzseite. Die operative Marge hat sich auf 27,9 % erhöht. LVMH gelingt dabei das Kunststück, während die Weltwirtschaft in eine Krise schlittert, seine Margen zu steigern. Dies zeigt die erstklassige Qualität des Unternehmens.

LVMH wächst überall

Auf Segmentebene erreichte das Unternehmen in allen Bereichen ein hohes zweistelliges Wachstum. Das stärkste Plus gelang LVMH im Segment Mode & Lederwaren. Der Umsatz stieg hier um 31 %. Aber auch die Spirituosen-Sparte, in die sich Marken wie Möet, Veuve Clicquot, Dom Pérignon und Hennessy einreihen, präsentierte sich mit 23 % Umsatzwachstum sensationell.

Analysten-Support 

Viel Potenzial sieht die britische Investmentbank Barclays, die das Kursziel erst kürzlich von 825 auf 840 Euro angehoben hat. Die Einstufung mit Overweight wurde bestätigt. In unsicheren Zeiten empfiehlt es sich laut den Experten, auf besonders exklusive Marken zu setzen.

Aktien Qualitäts-Check

Im Qualitäts-Check auf aktie.traderfox.com erhält LVMH 13 von 15 möglichen Punkten.

Der Spezialist für Luxusgüter weist ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 11,30 % in den letzten 5 Jahren, sowie ein EPS-Wachstum von 24,72 % aus. Die Aktie legte im Durchschnitt der letzten 10 Jahre um 18,06 % jährlich zu.

Fazit

Mit einem 2022er Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22,90 ist das Papier günstig bewertet. Das aktuelle Kursniveau macht die Aktie attraktiv.

Sehen wir uns nun den Tageschart von LVMH (MOH) an:

Vom Rekordhoch Anfang des Jahres, ging es mit der Aktie des Luxusgüterkonzerns in Folge in Richtung Süden, bis die Bullen im Juli die 50-Tagelinie wieder zurückerobern konnten. Nach einer Performancephase rutschten die Kurse dann wieder bis unter die 50-Tagelinie. Wenn die LVMH-Aktie wieder Stärke zeigen sollte, möchte ich sofort informiert werden. Dazu habe ich mir bei 669 Euro einen Alarm direkt in den Chart gelegt.

Das TraderFox System informiert mich zuverlässig in Echtzeit per Push Notifications am Handy oder per E-Mail, sollte die Alarmlinie durchbrochen werden.

Liebe Trader und Investoren, ich wünsche euch noch viele erfolgreiche Trades und Investments.

Bis zur nächsten spannenden Story,

Wolfgang Zussner

Verwendete Tools:

TraderFox Trading-Desk: https://www.traderfox.com

Aktien-Terminal: https://aktie.traderfox.com

Aktien-Vergleich: https://viz.traderfox.com/aktien-vergleiche

Tipp: Registriert euch kostenlos auf https://www.traderfox.de für das TraderFox Trading-Desk, um Kursalarme im Chart einzurichten und diese dann per Email oder per Push-Notification zu.

Haftungsausschluss:

Dieser Text/Video dient ausschließlich Informationszwecken. Die Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf irgend eines Wertpapiers dar. Der Kauf von Aktien ist mit hohen Risiken behaftet. Ihre Investitionsentscheidungen dürfen Sie nur nach eigener Recherche und nicht basierend auf unseren Informationsangeboten treffen. Wir übernehmen keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die durch Verwendung unserer Informationen entstehen.

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Der Autor handelt regelmäßig mit den erwähnten Wertpapieren und besitzt eventuell Positionen in den genannten Wertpapieren.