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Die uneinholbare Macht der Tech-Stars

Artikel, Kommentare Tim Schäfer 1.354 Leser

Liebe, Leser,

wie sich eine Volkswirtschaft entwickelt, lässt sich kaum prognostizieren. Im März 2020 kam alles zum Stillstand, als das Corona-Virus grassierte. Es kollabierten die Börsen, die Arbeitslosigkeit schnellte in die Höhe. Fabriken schlossen. Heute kommen die Häfen in Los Angeles und Long Beach nicht mehr nach, 100 Containerschiffe warten auf die Entladung, das gab es noch nie. Chips sind vergriffen, Automobilhersteller müssen deshalb ihre Produktion drosseln. Strompreise klettern in ganz Europa auf neue Spitzen. In England ist das Benzin knapp, in China die Kohle. In den USA kostet Öl über 83 USD je Fass, der höchste Stand seit Ende 2014. Die Erdgaspreise in Europa haben sich in diesem Jahr verdreifacht. Die Börsen stürmen auf Rekorde. Ebenso Bitcoin. Wer hat das vorausgesehen? Selbst die Zentralbanken sind überfragt und reagieren nur auf Entwicklungen.

Trotz der vielen Fragezeichen, ist eines ziemlich klar: Die führenden Tech-Konzerne behalten die Oberhand. So schnell nimmt ihnen niemand die Butter vom Brot. Tesla verkaufte an den Autovermieter Hertz gerade 100.000 Elektroautos im Wert von 4,2 Mrd. USD. Der Tesla-Kurs erklomm mit plus 12 % am Tag der Bekanntgabe ein Rekordhoch von über 1.000 USD, der Börsenwert beträgt rund 1 Bio. USD.

Facebook ist fast genauso viel wert. Das soziale Netzwerk hat Mark Zuckerberg wohlgemerkt vor 17 Jahren im Wohnheim in Harvard gegründet. Facebook übertraf im 3. Quartal die Ergebnisprognose der Analysten, diese hatten 3,19 USD je Aktie erwartet, tatsächlich klingelten 3,22 USD in der Kasse. Allerdings landete der Umsatz leicht unter den Erwartungen. Jeden Tag sind auf dem Imperium 1,93 Milliarden Nutzer aktiv. Zuckerberg will Instagram und Facebook attraktiver für 18- bis 29-jährige machen, kündigte er an. Bei den Jüngeren verliert er Boden gegenüber TikTok und Snapchat. Whistleblowerin Frances Haugen, die für Facebook in führender Position gearbeitet hat, wies darauf hin, dass die Nutzung der Facebook-App um 13 % bei US-Teenagern seit 2019 geschrumpft ist. Haugen gab dem „Wall Street Journal“ und anderen Medien wie der „Süddeutschen Zeitung“ interne Dokumente. Sie wirft Facebook vor, dass es besonders jüngeren Menschen Schaden zufügt, indem es Unzufriedenheit und Depression fördere.

Zuckerberg entgegnete, dass eine Kampagne gegen Facebook gefahren werde. Er möchte Hardware, Augmented Reality und Virtual-Reality-Produkte ausbauen. Der Milliardär will damit das Metaverse nach vorne bringen, es ist die Verschmelzung der realen mit der virtuellen Welt.

Netflix gewann 4,4 Millionen Nutzer, so dass der TV-Streamer jetzt 214 Millionen Abonnenten hat. Der wichtigste Markt bleibt Nordamerika (74 Millionen Abos), wobei Europa und Mittlerer Osten aufholen (70,5 Millionen). Ich besitze alle FAANG-Aktien einschließlich Microsoft. Ich gebe kein Stück her.

 

Thema aktien Magazin Nr. 20 / 2021


Facebook will die Plattform der Zukunft bauen. Das große Projekt, das dahintersteht, nennt sich "Metaverse". Facebook-Chef Mark Zucker - berg beschreibt es als "eine virtuelle Umgebung, in der man mit Menschen in digitalen Räumen zusammen sein kann". Unter Metaverse versteht Facebook eine Welt, in der physikalische Realität mit erweiterter (augmented reality, AR) und virtueller Realität (VR) in einer Cyberwelt verschmelzen. Der Begriff stammt vom US-Schriftsteller Neal Stephenson, der in erstmals 1992 in seinem Science-FictionRoman "Snow Crash" benutzte. TraderFox-Gründe und CEO Simon Betschinger vertritt die These, dass virtuelle Welten das größte Business überhaupt werden. Facebook ist daher die größte Depotposition im aktien-Realgeld-Depot. In dieser Ausgabe des aktien Magazins berichten wir über die Pläne von Facebook und berichten darüber wie auch andere Firmen wie Adobe vom Metaverse profitieren können.

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Bildherkunft: TraderFox