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Drei Unternehmen aus der Unterhaltungsbranche mit spannenden Stories!

Artikel, Aktienanalysen Marius Müllerhoff 85 Leser

IMAX – Großleinwand statt Streaming und neues Allzeithoch


IMAX (IMAX) ist vielen als Kinobetreiber bekannt. Das Unternehmen ist jedoch weit mehr als das. So stellt IMAX die Technologie bereit, die das Kinoerlebnis in eine andere Liga hebt, und verdient daran auf eine Weise, die viele überrascht.

Gegründet 1967 in Kanada unter dem Namen Multiscreen Corporation, hat sich IMAX über sechs Jahrzehnte zur weltweit führenden Plattform für Premium-Kinoerlebnisse entwickelt.

Das Geschäftsmodell basiert auf zwei Säulen:

  • Technologie, Produkte und Dienstleistungen
  • Inhaltslösungen

Im Technikbereich lizenziert und verkauft IMAX seine proprietären Projektionssysteme an Kinobetreiber weltweit. Kernprodukt ist das sogenannte IMAX-Lasersystem, das mit deutlich größeren Bildformaten, höherer Helligkeit und verbesserter Tonqualität arbeitet als herkömmliche Kinosäle.

Im Bereich Inhaltslösungen verdient IMAX an der digitalen Neubearbeitung von Filmen für das eigene Format sowie an umsatzabhängigen Lizenzgebühren, die Kinobetreiber je nach Einspielergebnis zahlen. Das Netzwerk umfasste per Ende März 2026 ca. 1.800 Systeme in Kinos weltweit mit einem Auftragsbestand von knapp 450 weiteren Systemen.

Die übergeordnete „Story“, die der Markt rund um IMAX spielt, ist die Rückkehr des Premiumkinos als Gegengewicht zur Streaming-Flut. Immer mehr Studios drehen Filme speziell für das IMAX-Format, zuletzt Christopher Nolans „The Odyssey". Auch Formel-1-Rennen und Musikevents sollen das Angebot über klassische Kinofilme hinaus erweitern. Somit positioniert IMAX sich als Live-Erlebnisplattform, nicht nur als Leinwand.

Im Wettbewerb steht IMAX vor allem Dolby Cinema und CJ 4DPlex mit seinem ScreenX-Format gegenüber.

Die jüngsten Quartalszahlen wurden am 30. April 2026 veröffentlicht. Der Umsatz im ersten Quartal 2026 sank um 6 % gegenüber dem Vorjahr auf 81 Millionen US-Dollar und lag damit im Rahmen der Analystenerwartungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich auf 0,17 US-Dollar, verglichen mit 0,13 US-Dollar im Vorjahresquartal, und übertraf die Konsenserwartung der Analysten von 0,15 US-Dollar. Belastet wurde das Quartal durch schwache Einspielergebnisse in China, wo der Vergleichswert aus dem Vorjahr durch den Kassenerfolg „Ne Zha 2" ungewöhnlich hoch lag. Außerhalb Chinas wuchs der Kassenerlös hingegen um 67 %. Für das Gesamtjahr 2026 bekräftigte das Management seine Prognose von 1,4 Milliarden US-Dollar Kassenerlös, was einem Rekord entspräche.

Am 21. Mai 2026 gab es einen Pivotal News Point, als das Wall Street Journal berichtete, dass IMAX einen möglichen Verkauf des Unternehmens prüft und sich in sehr frühen, inoffiziellen Gesprächen mit verschiedenen Interessenten befindet. Die Aktie reagierte sofort: Sie hatte am 21. Mai bei 33,88 US-Dollar geschlossen und eröffnete am 22. Mai bei 38,52 US-Dollar. Als mögliche Käufer nannten Analysten von Wedbush unter anderem Sony, Netflix, Apple und Amazon, da IMAXs proprietäre Technologie, die globale Marke und das Kinobetreibernetz als strategisch wertvolle Übernahmeziele gelten. Ein Insider betonte jedoch, dass es sich lediglich um sehr frühe Sondierungsgespräche handelt und noch keine ernsthaften Verhandlungen begonnen haben. Positive News aus den Sondierungsgesprächen können die Aktie in der nahen Zukunft weiter befeuern, während negative News vermutlich in einem Gap Down resultieren würden. Das ist ein Risiko, das man beachten sollte.

Seit dem Pivotal News Point hat es Anschlusskäufe gegeben. Die Aktie steht am Allzeithoch. Nach fünf von sechs Plustagen in Folge benötigt die Aktie eine Konsolidierung. Dem Ausbruch aus dieser Konsolidierung kann gefolgt werden.

Imax Wachstumscheck

Quelle: Wachstums-Check TraderFox

Madison Square Garden Sports – NBA Champion und eine geplante Aufspaltung


Madison Square Garden Sports Corp. (MSGS) ist eines der bekanntesten Sportunternehmen der USA und Eigentümer zweier Ikonen des amerikanischen Profisports: New York Knicks aus der NBA (Nordamerikanische Basketballliga) und New York Rangers aus der NHL (Nordamerikanische Eishockeyliga).

Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis in die 1990er-Jahre zurück, als die Dolan-Familie die Knicks und Rangers über Cablevision erwarb. Heute hält das Unternehmen zusätzlich zwei Nachwuchsteams: die Westchester Knicks und die Hartford Wolf Pack.

Das Geschäftsmodell stützt sich auf drei wesentliche Einnahmequellen. Den größten Anteil liefern Ticketverkäufe und Logenmieten im Madison Square Garden in Manhattan, der als eine der bekanntesten Sportarenen der Welt gilt. Hinzu kommen Erlöse aus nationalen und lokalen Medienrechten sowie Einnahmen aus Sponsoringverträgen mit Unternehmenspartnern. Zuletzt schloss das Unternehmen neue Mehrjahrespartnerschaften mit PwC und Polymarket ab und verlängerte Vereinbarungen mit Anheuser-Busch und Infosys.

Die aktuell vom Markt gespielte „Story“ dreht sich um zwei Themen: den sportlichen Höhenflug der Knicks (vor knapp zwei Wochen sind sie nach über 50 Jahren wieder NBA Champion geworden) und eine mögliche Unternehmensaufspaltung. So reichte MSGS eine Registrierungserklärung bei der US-Börsenaufsicht SEC für einen möglichen Börsengang der Rangers als eigenständiges Unternehmen ein. Hinsichtlich des Playoff-Erfolgs der Knicks schätzen Analysten, dass dieser zusätzliche Einnahmen von rund 140 Millionen US-Dollar generiert hat.

Im Wettbewerb steht MSGS vor allem mit der Atlanta Hawks-Muttergesellschaft Altanta Spirit und Liberty Media, dem Eigentümer der Atlanta Braves, die ebenfalls als börsennotierte Sportholdings agieren.

Die zuletzt veröffentlichten Quartalszahlen stammen vom 8. Mai 2026 und beziehen sich auf das dritte Geschäftsquartal, das am 31. März 2026 endete. Der Umsatz stieg um 2 % auf 432 Millionen US-Dollar gegenüber dem Vorjahresquartal, getragen von höheren Einnahmen pro Spieltag in allen Kategorien sowie gestiegenen nationalen Medienrechtsgebühren. Der Verlust je Aktie belief sich auf 0,83 US-Dollar, nach einem Verlust von 0,59 US-Dollar im Vorjahresquartal, und verfehlte damit die Analystenerwartungen. Das strategisch bedeutsamste Ereignis des Quartals bleibt der im Februar angekündigte Plan, die Knicks und die Rangers in zwei eigenständige, börsennotierte Gesellschaften aufzuspalten, wobei die Transaktion als steuerfreie Abspaltung strukturiert werden soll.

Das Allzeithoch wurde kurz am 12. Juni (Freitag) markiert und damit einen Tag vor dem Gewinn der NBA-Meisterschaft. Seitdem hat es Gewinnmitnahmen gegeben. Es war vermutlich ein klassisches „Kaufe das Gerücht, verkaufe die Nachricht"-Muster (auf Englisch bekannt als „buy the rumor, sell the news"), selbst wenn die eigentliche Meisterschaft noch nicht gewonnen war (die Knicks führten die best-of-seven Serie jedoch bereits mit 3:1).

Aktuell befindet sich die Aktie zwischen ihrem gleitenden 21 und 50 Tagedurchschnitt. Nach zwei „Inside Days“ bietet es sich an, die Aktie zu kaufen, wenn sie das Hoch von gestern herausnimmt.

Madison Square Garden Sports Wachstumscheck

Quelle: Wachstums-Check TraderFox

Sphere Entertainment - Das Unternehmen hinter der spektakulärsten Spielstätte der Welt steht am Allzeithoch


Sphere Entertainment (SPHR) ist eines der ungewöhnlichsten Unternehmen an der New Yorker Börse. Es ist ein Unterhaltungskonzern, der auf vollständig eintauchende Erlebnisse setzt und damit ein neues Genre in der Veranstaltungsbranche geschaffen hat.

Das Unternehmen ging aus der Madison Square Garden Entertainment Corp. hervor, die 2006 gegründet wurde, und erhielt seinen heutigen Namen im April 2023 nach der Abspaltung traditioneller Konzertsparten.

Das Geschäftsmodell ruht auf zwei Säulen. Die wichtigste ist das Sphere-Segment: ein kugelförmiges Veranstaltungsgebäude in Las Vegas mit Platz für 20.000 Gäste, ausgestattet mit einer rund um die Innenfläche verlaufenden hochauflösenden Leinwand sowie einem neuartigen Raumklangsystem. Einnahmen entstehen durch Konzertgastspiele, eigenproduzierte Erlebnisprogramme und Unternehmensveranstaltungen. Das zweite Standbein ist MSG Networks. Dies ist ein Anbieter von regionalen Sportsendern und einem Videostreaming-Dienst namens MSG+ im Raum New York. Die Außenhülle der Sphere, der sogenannte Exosphere, dient zusätzlich als digitale Werbefläche und generiert Sponsoring-Einnahmen von Marken wie Evian oder Lenovo.

Die übergeordnete „Story“, die der Markt gerade rund um Sphere schreibt, dreht sich um das Wachstum der Erlebnisökonomie. Verbraucher geben weltweit zunehmend mehr für einzigartige Erlebnisse aus als für materielle Güter. Sphere profitiert genau von diesem Trend und versucht, daraus ein skalierbares, globales Netzwerk zu bauen.

Im Wettbewerb steht Sphere vor allem mit Live Nation Entertainment, dem weltgrößten Veranstaltungskonzern, sowie mit Madison Square Garden Entertainment Corp., der abgespaltenen Schwestergesellschaft.

Am 5. Mai 2026 veröffentlichte Sphere Entertainment seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Der Umsatz erreichte 386 Millionen US-Dollar, ein Anstieg von 38 % gegenüber dem Vorjahresquartal und lag damit über den Erwartungen der Analysten. Der Gewinn je Aktie belief sich bei minus 0,04 US-Dollar, deutlich besser als die von Analysten erwarteten minus 0,49 US-Dollar. Das Sphere-Segment allein steigerte seinen Umsatz um 69 % auf 266 Millionen US-Dollar, getrieben durch das Erlebnisprogramm „Der Zauberer von Oz", das seit August 2025 im Einsatz ist und bis Ende März 2026 bereits nahezu drei Millionen Tickets verkauft hatte. Für den weiteren Jahresverlauf kündigte das Management neue Gastspiele an: Metallica plant ab Oktober 2026 eine Reihe von 24 Konzerten, die Backstreet Boys verlängern ihre Gastspielreihe auf insgesamt 56 Abende. Zudem schreiten die Planungen für neue Standorte in Abu Dhabi sowie in National Harbor im Großraum Washington D.C. voran.

In Folge der Zahlen setzte die Aktie zunächst zum 50 Tagedurchschnitt zurück. An diesem drehte sie wieder nach oben und konnte den Aufwärtstrend fortsetzen. Aktuell sehe ich kein Einstiegsszenario. Es bietet sich an, auf eine Konsolidierung zu warten und den Ausbruch zu handeln.

Sphere Entertainment Wachstumscheck

Quelle: Wachstums-Check TraderFox


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