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Ende des Job-Booms - Microsoft will bis zu 10.000 Stellen abbauen

Hot-News Luca Bißmaier 193 Leser

Hallo Investoren, Hallo Trader,

"Wir leben in Zeiten großer Veränderungen, und wenn ich mich mit Kunden und Partnern treffe, werden einige Dinge deutlich. Während unsere Kunden in der Pandemie ihre digitalen Ausgaben beschleunigt hatten, sehen wir jetzt, dass sie ihre digitalen Ausgaben optimieren, um mit weniger mehr zu erreichen.“ Damit hat Microsoft-Chef Satya Nadella jüngst die umfassenden Stellenkürzungen begründet. Der Technologiekonzern will insgesamt 10.000 Stellen bis zum Ende des 3. Quartals 2023 abbauen. Das würde weniger als 5 % der Belegschaft betreffen. Damit hat die Kündigungswelle auch Microsoft erreicht. Zuletzt hatten Konzerne wie etwa Twitter oder Goldman Sachs einen umfassenden Stellenabbau angekündigt. Die Entwicklungen verdeutlichen ein jähes Ende des Job-Booms im Technologiesektor. Während der Pandemie hatten die Geschäfte floriert. Zwischenzeitlich macht das von Inflation und Rezessionssorgen geprägte Umfeld, den Firmen zu schaffen.  

Die Kürzungen bei Microsoft kommen wenig überraschend, sie wurden bereits erwartet. Nadella erklärte zudem, dass die Kostenstruktur mit den Umsätzen in Einklang gebracht werden muss. Doch es sollen hier auch Neueinstellungen und Investitionen in Bereichen von hoher strategischer Bedeutung erfolgen. Denn der US-Konzern setzt inzwischen verstärkt auf das Cloud-Geschäft. Der Technologieriese sieht sich hier hohen Kosten gegenüber. Denn sowohl für die Änderungen am Hardware-Portfolio als auch für Abfindungen rechnet das Unternehmen im 2. Quartal mit Kosten in Höhe von 1,2 Mrd. USD.

Microsoft Anwendungen sollen künftig mit K.I. ausgestattet werden

Beim World Economic Forum (WEF) hat Nadella zudem angekündigt, dass Anwendungen für künstliche Intelligenz möglichst zeitnah kommerzialisiert werden sollen. Der Technologieriese plane daher die Verwendung von K.I. in seinen Produkten. Sämtliche Produkte sollen über einige K.I.-Fähigkeiten verfügen, um das Produkt zu transformieren.

Ich wünsche euch noch eine schöne Woche.

Bis zum nächsten Mal,

Luca Bißmaier

Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Aktien von Microsoft.


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