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Erfolgreiche Influencerin und leidenschaftliche Pokerspielerin - Diana Valko (alias Pokertussi) im Gespräch

Artikel, Influencer-Lifestyle Philipp Karges 2.536 Leser

Liebe Leser,

Diana ist vielen von euch sicher bereits als Freundin von Kolja Barghoorn bekannt, der vor allem durch seinen YouTube Kanal „Aktien mit Kopf“ bekannt geworden ist. Doch auch sie selbst ist eine erfolgreiche Influencerin auf TikTok (svetlanas_sugarworld) sowie auf Instagram (poker_tussi) und außerdem eine begabte Pokerspielerin.

Hallo Diana, wer bist du und was machst du?

Hallo, ich bin Diana. Vielleicht kennt Ihr mich auch als die Freundin von Kolja Barghoorn vom YouTube Kanal „Aktien mit Kopf“. Ich bin im Bereich Social Media tätig, sowohl als Social Media Managerin, als auch mit zwei eigenen TikTok Accounts.

Du bist ja auch auf TikTok aktiv, wie bist du dazu gekommen?

Ich habe auf Instagram angefangen mit einem russischen Akzent zu sprechen und das ist dann erstaunlicherweise richtig gut angekommen. Das waren ähnlich wie auf TikTok auch kürzere Videos und viele haben mir dann gesagt, dass ich das unbedingt auf TikTok hochladen soll. Weil ich die Videos zu dem Zeitpunkt ja sowieso schon hatte, habe ich mir dann gedacht: „also warum denn nicht!“ Die Idee war also schon da und ich habe es dann einfach auf gut Glück versucht und seitdem bin ich auch bei TikTok aktiv.

Du bist dort ja als Svetlana aktiv, wie viel Svetlana steckt denn in dir?

Außer das Wertlegen auf Aussehen und Geld, in meinem Fall ist es mein eigenes (lacht), gibt es nicht sehr viele Parallelen. Mein Freund hat das mal ganz süß beschrieben: „Viele Frauen sind im wahren Leben Svetlana, versuchen sich aber auf Social Media & Co als Unternehmerin darzustellen.“ Bei mir ist das genau umgekehrt: ich tue so, als wäre ich eine Svetlana, bin aber eigentlich diese Unternehmerin. Das ist beispielweise ein Punkt, der mich und Svetlana sehr unterscheidet. Ich lasse mich auch nicht gerne von Männern finanzieren und genau das macht sie ja. Sie ist wirklich ein Sugar Baby und sucht gezielt nach älteren, wohlhabenden Männern. Das ist wahrscheinlich der größte Unterschied, denn das steckt überhaupt nicht in mir.

Wie wird man auf TikTok erfolgreich, gibt es da einen Unterschied zu Instagram?

Es ist wichtig auf TikTok seine eigene Nische zu finden in der man sich wohlfühlt. Sei es Tanzen, Comedy oder Wissensvermittlung (der Hashtag „lernenmittiktok“ ist sehr beliebt). Dann ist es noch wichtig seiner Linie treu zu bleiben. TikTok ist ja vor allem bekannt für das „Lip Syncing”. Dabei habe ich einen Sound und den benutze ich. Allerdings ist die Stimme und die Idee dahinter nicht meine. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das auf Dauer deine Community langweilt. Ich merke das selbst bei meinen beiden TikTok Accounts, nicht nur bei Svetlana, sondern auch bei dem von unserem Hund Chabbo. Wenn du deine eigenen Sachen machst und du deine eigenen Ideen einbringst, dann wissen die Leute, dass man auf deiner Seite auch wirklich Originale und eigene Ideen findet und das merken sie sich. Ich glaube es ist auch sehr wichtig, dass man sich selbst und seinen Ideen treu bleibt. Denn auch auf TikTok gibt es aufgrund des Algorithmus Zeiten, in denen man nicht so erfolgreich ist und wenn man dann anfängt zurückzurudern und weniger Leistung bringt, kann das schnell schief gehen. Ich habe auch solche Phasen, aber ich mache dann trotzdem in derselben Qualität weiter. Natürlich ist es auch wichtig, sich selbst weiterzuentwickeln und neue Dinge auszuprobieren. Ich habe das zum Beispiel gemacht, indem ich mit „Kommentar des Tages“ eine neue Rubrik angefangen habe oder auch mal eine dritte Person zusätzlich erfunden habe. Ich glaube zudem ist es noch wichtig, viel mit der eigenen Community zu kommunizieren, was mir persönlich vor allem am Herzen liegt.

Wie lässt sich TikTok monetarisieren?

Es ist deutlich leichter auf TikTok den eigenen Content ohne Kooperationen zu monetarisieren als auf Instagram, da man auf Instagram erst ab einer relativ hohen Reichweite anfangen kann Geld für Posts, Links oder Storys zu verlangen. Erst ab etwa 10.000 Followern wird man langsam interessant für Unternehmen. Bei TikTok bekommst du ab 10.000 Followern Zugang zum TikTok Creator Fonds. Dazu gibt es ein paar Richtlinien und wenn du diese erfüllst, kannst du dort Mitglied werden. Bist du einmal drinnen, werden deine Videos monetarisiert. Für jeden Like und Aufruf den man bekommt, wird man bezahlt. Diese 10.000 Follower sind deutlich leichter zu erreichen als auf Instagram. Das tolle daran ist, dass du dich nicht selbst um Kooperationspartner kümmern musst, sondern TikTok das für dich tut. Ab 100.000 Followern kann man sich dann für den TikTok Creator Marcet Place bewerben, auf dem die Firmen dein Profil sehen und dann mit dir in Kontakt treten können. Diese Funktion fehlt bei Instagram völlig. Die Plattform führt dann Influencer und Unternehmen zusammen.

Wie gut bist du denn wirklich im Pokern?

Das ist eine sehr gute Frage. Leider spiele ich aktuell gar nicht mehr so aktiv Poker, da ich aktuell einfach nicht mehr die Zeit dafür habe. Für mich war das auch schon immer nur ein Hobby. Aber ich habe auf jeden Fall eine positive Bilanz. Ich habe auch eine relativ hohe Sparsumme und für mich war das Geld, das ich beim Pokern gewonnen hab, immer das Geld, mit dem ich shoppen gehe oder mir Dinge kaufe, die ich nicht unbedingt brauche. Aber ich möchte auf keinen Fall davon leben, da sehe ich in anderen Bereichen viel mehr Potential. Ich bin auch kein Online Poker Spieler. Ich liebe es ins Casino zu gehen, mit allem Drum und Dran und das ist natürlich zurzeit leider nicht möglich.

Ihr wohnt seit einiger Zeit auf Mallorca, wie ist es dazu gekommen?

Mein Freund hat hier bereits gewohnt und mich hat in Deutschland auch nicht wirklich etwas gehalten. Ich habe ihn damals über das Internet kennengelernt und irgendwann haben wir uns getroffen. Wir haben beide dann relativ schnell gemerkt, dass das zwischen uns etwas Ernstes ist und dann bin ich zu ihm nach Mallorca gezogen.

Wir haben gesehen, dass du sehr viel ehrenamtlich im Tierheim hilfst. Warum ist dir das so wichtig?

Als mein Hund damals gestorben ist, war es ein komisches Gefühl für mich, nach Hause zu kommen und dort von keinem Hund begrüßt zu werden. Mein Hund war sehr krank und nachdem er gestorben ist, bin ich ins Tierheim gegangen. Dort habe ich mich auch sofort in einen Hund verliebt. Er war und ist leider sehr krank und er hat mich damals auch einfach ein bisschen an meinen Hund erinnert. Aufgrund seiner Krankheit benötigt er spezielles Futter und dann habe ich irgendwann gesagt: Ok, ich koche ihm jetzt einfach mal was und habe mich mit der Ernährung von Hunden auseinandergesetzt. Anschließend kamen einige aus meiner Community auf mich zu und wollten das unterstützen. Ich bin gar nicht mit der Erwartungshaltung, Spenden zu sammeln, da reingegangen. Sondern ich habe gemerkt, sehr vielen gefällt das was ich mache und dadurch habe ich dann angefangen, auch für die anderen Hunde zu kochen. Ich finde es auch einfach schön, dass die Menschen ein Gefühl dafür bekommen, wie viele Hunde im Tierheim sitzen und auf ein schönes Zuhause warten. Dort gibt es so viele Tiere, die ein schönes Zuhause verdient haben, in dem sie geliebt werden. Dafür möchte ich auch einfach meine Reichweite nutzen.

Warum genau dieses Tierheim?

Es war das erste, welches mir bei Google unter „Tierheim Mallorca” angezeigt wurde. Wobei man auch leider sagen muss, dass man in anderen Tierheimen in Mallorca mit den Hunden nicht einmal rausgehen darf. Das sind dann städtische Auffang- oder sogar Tötungsstationen, die gar keine Volunteers haben, welche mit den Hunden zum Beispiel Gassi gehen. Und was uns natürlich sehr freut ist, dass wir unseren neuen Hund Chabbo durch die Arbeit im Tierheim kennengelernt und adoptiert haben. Mit Chabbo mache ich ja auch die TikToks.

Welche Ziele hast du dir für die nächsten 5 Jahre gesetzt?

Ich will auf jeden Fall sehr bald mit YouTube anfangen und habe auch richtig Lust mit anderen Accounts Kooperationen zu starten und vielleicht auch Merch anzubieten. Im Hinterkopf habe ich auch noch, ein Fernstudium im Bereich Tierpsychologie zu beginnen. In letzter Zeit ist dieser Wunsch immer größer geworden und ich lese auch schon sehr viele Bücher darüber. Ich fände es sehr schön, wenn ich für die Zeit, in der ich mich sowieso schon in diesem Thema weiterbilde, auch noch ein Zertifikat bekommen würde. Das schafft dann auch noch mehr Vertrauen, wie wenn ich beispielsweise sagen würde, ich habe zwei Bücher zu diesem Thema gelesen. Die Idee mit dem Studium ist aber noch nicht ausgereift.

Vielen Dank für das Interview!

(Das Interview führte Frederik Jung)