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Metaversum: Die fünf besten Aktien rund um den neuen Megatrend laut TraderFox-Härtetest

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Führende Weltkonzerne wittern im so genannten Metaversum für die Zukunft sehr gute Geschäftschancen. Facebook nennt sich deswegen neuerdings sogar Meta Platforms. Auch an der Börse nimmt das Thema mit Megatrend-Potenzial zusehends Fahrt auf. Jedenfalls gibt es bereits erste dazu passende strukturierte Anlageprodukte. Wir haben unter den Aktien mit Bezug zum Metaversum anhand des TraderFox-Härtetests die fünf besten Aktien in Sachen Qualität, Wachstum und Bilanz-Solidität herausgefiltert.

Das Schachtelwort Metaverse sorgt derzeit für einige Schlagzeilen. Es handelt sich dabei um eine Vermischung der griechischen Vorsilbe «meta», die «nach» oder «jenseits» bedeutet, und dem Wortteil «vers», das für «Universum» steht, wie die Bank Julius Bär erklärt.

Laut dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) hat das Metaversum drei Eigenschaften. Die Autoren stellen es sich als eine Sammlung virtueller Welten vor, dreidimensional dargestellt. Man bewege sich durch sie mit einem Avatar, einer Figur, die uns repräsentiert. Alle Teilnehmer des Metaversums seien in Echtzeit verbunden und könnten interagieren. Es bleibe bestehen, unabhängig davon, ob wir zugeschaltet seien oder nicht. Veränderungen der Welt wirkten sich auf alle Teilnehmenden aus und es sei verbunden mit der realen Welt.

Wie beim Internet sollten auch am Metaversum alle teilnehmen können, die wollen. Das Metaversum kann unendlich viele Welten enthalten, einige davon öffentlich, andere nur eingeschränkt zugänglich, heißt es weiter. Es hat eine funktionierende Wirtschaft – es können im Metaversum also Gegenstände und Dienstleistungen erstellt, verkauft oder vermietet werden. Das könne sich auf die reale Welt auswirken.

Neu ist die Idee gemäß SRF allerdings nicht. Den Begriff habe jedenfalls schon Neal Stephenson für den Roman «Snow Crash» im Jahr 1992 erfunden. Seither tauche die Vorstellung immer wieder in Science Fiction auf.

Facebook setzt aggressiv auf den Trend


Im hier und jetzt handelt es sich aber auch um eine Idee mit wachsender Anziehungskraft und es ist ein Ziel realer technologischer Entwicklungen. Microsoft oder Facebook sehen es beispielsweise als potenziellen Nachfolger oder Weiterentwicklung des heutigen Internets, so SRF. Facebook hat seinen Namen in der Vorwoche sogar auf „Meta Platforms Inc.“ geändert. Der Hintergrund dafür ist der, dass man damit auch namentlich den Fokus auf die geplante digitale Welt "Metaverse" lenken will, die physische und virtuelle Elemente vereint.

Konzernchef Marc Zuckerberg glaubt, dass das Metaverse der Nachfolger des mobilen Internets sein wird. Der Konzern hofft, zum Jahr 2030 eine Milliarde Nutzer im "Metaverse" zu haben - und dort hunderte Millionen Dollar umzusetzen. Allein in diesem Jahr kostet die Entwicklung zehn Milliarden Dollar, schreibt die Agentur dpa-AFX in einer Meldung zu dem Thema.

Ob und wie schnell sich dieser potenzielle Megatrend durchsetzt, bleibt abzuwarten. An der Börse ist die Idee aber in der Form von darauf ausgerichtete Investmentprodukte bereits angekommen. So gibt es unter anderem beispielsweise den Roundhill Ball Metaverse ETF (ISIN: US53656F4173) oder den Vontobel Metaverse Basket (ISIN: DE000VX18E77, Fälligkeitstag: 27.10.2023).

Der letztgenannte Schweizer Emittent stellt rund um die Einführung des eigenen Metaverse ETF die Frage in den Raum, ob das Metaverse das Zeug dazu hat, zum nächsten großen Ding nach dem mobilen Internet zu werden? Die indirekte Antwort darauf lautet, dass viele Tech-Visionäre und Unternehmen daran glauben, dass das Metaversum der nächste große Durchbruch sein könnte.

Laut Software-Ingenieuren laufen im Metaversum viele wichtige Technologietrends, wie beispielsweise das Internet der Dinge, die Cloud, Künstliche Intelligenz, 5G sowie Automatisierung und Robotik, zusammen, heißt es weiter. Sam George von Microsoft sei zudem der folgenden Ansicht: „Digitale Zwillinge, Mixed Reality und autonome Systeme sind Schlüsseltechnologien einer riesigen Innovationswelle“.

Das Rennen für Tech-Unternehmen, zuerst die „richtigen“ Technologien zu entwickeln, ist somit aus Sicht von Vontobel eröffnet. Es sei in der Folge wenig überraschend, dass diverse Unternehmen an der Vision arbeiten, ein solches Metaversum zu erschaffen, so die Schweizer Privatbank.

Starkes Marktwachstum für Augmented-, Mixed- und Virtual Reality erwartet


Der Markt für Augmented-, Mixed- und Virtual Reality weise nach der Boston Consulting Group in den kommenden Jahren ein enormes Wachstumspotenzial auf. Für die Teilnahme am Metaverse benötigten die Nutzer Virtual- bzw. Augmented Reality-Headsets. Auch wenn Facebook 2020 mit knapp 54 % beispielswiese den Markt an VR- und AR-Brillen beherrscht habe, wollten weitere Firmen diesen Wachstumsmarkt nicht kampflos dem Social-Media-Giganten überlassen.

Der Softwareriese Microsoft richte beispielsweise seinen Fokus besonders auf die Arbeits- und Unternehmenswelt im Hinblick auf diesen stark wachsenden Zukunftsmarkt. Microsoft strebe an, dass die Mitarbeitenden globaler Unternehmen mit der hauseigenen AR-Brille „HoloLens“ sowie der Mixed-Reality-Plattform „Mesh“ zukünftig die Möglichkeit haben, mit eigens erzeugten Hologrammen oder Avataren miteinander zu interagieren. Trotz räumlicher Trennung soll so der Eindruck entstehen, dass sich das gesamte Team gemeinsam in einem Raum befindet. Holografische Architekturbüros und Forschungslabors wären weitere potenzielle Anwendungsbereiche.

Quellen: Statista.com. Vontobel

Vontobel räumt zwar ein, dass sich die Technologie noch in den Kinderschuhen befindet. Doch falls der Sprung ins Metaversum gelingt, könnte es sich um die nächste große technologische Entwicklung handeln. Sich früh genug zu positionieren und dann einzusteigen, wenn der Trend Fahrt aufnehmen könnte, könnte sich für Anleger auszahlen, so die Vermutung.

Sieger-Quintett mit Top-Noten beim Anlage-Check


Wir haben die Zusammensetzung des Roundhill Ball Metaverse ETF und des Vontobel Metaverse Baskets als Ausgangsbasis genommen, um die Aktien der darin enthaltenen Unternehmen dem TraderFox-Härtetest zu unterziehen. Das dabei verfolgte Ziel besteht darin herauszufinden, was diese Gesellschaften schon heute in Sachen Qualität, Wachstum sowie Bilanz-Solidität (zur Methodik sind am Textende noch weiterführende Erläuterungen zu finden) zu bieten haben.

Die unterstellte Annahme lautet, dass Titel mit einem guten Ergebnis theoretisch schon jetzt so gute Geschäfte machen, dass sie als Investments in Frage kommen. Wobei die potenziell lukrative Einnahmequelle Metaversum als Sahnehäubchen obendrauf noch hinzukommt.

Die Top-5-Werte kommen mit Adobe Systems, Advanced Micro Devices, Nvidia, Microsoft und Alphabet allesamt aus der Führungselite des US-Techsektors. Das erstgenannte Trio steht mit jeweils 37 Punkten gemeinsam auf dem Siegerpodest. Microsoft und Alphabet kommen auf den Rängen vier und fünf auf ebenfalls sehr akzeptable 36- bzw. 35 Punkten von maximal möglichen 39 Zählern.

Über Höhe und Angemessenheit der diesen Werten zugeständen Bewertungsrelationen mögen Marktexperten streiten, Fakt ist aber, dass dieses Quintett auch in Sachen Chartbilder dank völlig intakter langfristiger Aufwärtstrends sehr gut dasteht. Folglich kommen diese 5 Aktien für Wetten auf das Metaversum als Anlagealternative durchaus in Frage.

Platz 01/02/03:

Adobe Systems Inc. (Gesamtpunktzahl: 37 von maximal möglichen 39 Punkten, ISIN: US00724F1012)

QUALITÄTS-CHECK 15/15

WACHSTUMS-CHECK 15/15

PIOTROSKI F-SCORE 07/09

Quelle: Qualitäts-Check TraderFox

Platz 01/02/03:

Advanced Micro Devices (Gesamtpunktzahl: 37 von maximal möglichen 39 Punkten, ISIN: US0079031078)

QUALITÄTS-CHECK 15/15

WACHSTUMS-CHECK 14/15

PIOTROSKI F-SCORE 08/09

Quelle: Qualitäts-Check TraderFox

Platz 01/02/03:

Nvidia (Gesamtpunktzahl: 37 von maximal möglichen 39 Punkten, ISIN: US67066G1040)

QUALITÄTS-CHECK 15/15

WACHSTUMS-CHECK 15/15

PIOTROSKI F-SCORE 07/09

Quelle: Qualitäts-Check TraderFox

Platz 04:

Microsoft (Gesamtpunktzahl: 36 von maximal möglichen 39 Punkten, ISIN: US5949181045)

QUALITÄTS-CHECK 15/15

WACHSTUMS-CHECK 14/15

PIOTROSKI F-SCORE 07/09

Quelle: Qualitäts-Check TraderFox

Platz 05:

Alphabet (Gesamtpunktzahl: 35 von maximal möglichen 39 Punkten, ISIN: US02079K3059)

QUALITÄTS-CHECK 15/15

WACHSTUMS-CHECK 15/15

PIOTROSKI F-SCORE 05/09

Quelle: Qualitäts-Check TraderFox

Zusatzinformationen zur angewandten Methodik beim TraderFox-Härtetest

Zur angewandten Methodik muss man wissen, dass der TraderFox Qualitäts-Check jeder Aktie bis zu 15 Punkte zuweist. Wir verwenden dabei Kennzahlen, die sich in der Finanzwissenschaft durchgesetzt haben, um Quality von Junk zu unterscheiden. Das Besondere an unserem Qualitätscheck ist, dass die 15 Kriterien immer im Kontext zu den restlichen Aktien des Marktes betrachtet werden. Nach dem Prinzip: Eine Kennzahl gilt als erfüllt, wenn die Firma darin besser abschneidet als z.B. 65 % aller anderen Firmen des jeweiligen Referenzmarktes. Der Qualitäts-Check soll Anlegern erstens helfen, das Risiko bei Investments zu reduzieren und ist zweitens dazu gedacht, um auf hervorragende Investment-Chancen aufmerksam zu werden.

Der Wachstums-Check prüft die Attraktivität von Wachstums-Aktien. Wachstums-Aktien sind keine Aktien zum sorgenfreien Kaufen und Liegenlassen. Wachstums-Aktien können auf Sicht von 2-3 Jahren außerordentliche hohe Gewinne abwerfen. Anleger müssen mit größeren Kursschwankungen und Fehlschlägen rechnen. Als drittes Benotungs-Kriterium kommt noch der Piotroski F-Score hinzu. Dabei handelt es sich um eine Zahl zwischen 0 bis 9 zur Bestimmung der finanziellen Stärke eines Unternehmens.

Hinweis: Auf traderfox.com findest du im Explorer in den Anlagetrends eine Kursliste mit möglichen Profiteuren aus dem Bereich VR/Metaverse


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