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Mit 3000€ will Fabian hoch hinaus, das ist sein Plan

Influencer-Lifestyle Frederik Jung 4.140 Leser

Liebe Leser,


auf Social Media entwickelt sich die Finanz und Aktienszene immer weiter. Unser heutiger Interview Gast ist Fabian, er ist der Kopf hinter Snowball.Finanzen auf Instagram. Sein Ziel ist es, die Grundlagen der Aktien-Analyse zu vermitteln und so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Dabei will er vor allem dafür Sorgen, dass seine Community nicht die selben Fehler, wie er an der Börse macht. 



Hallo Fabian, wer bist Du und was machst Du?


Guten Tag und vielen Dank für die Einladung zu diesem Interview. Wie bereits erwähnt wurde, heiße ich Fabian und ich bin ein 20-jähriger Schüler aus dem schönen Süden Bayerns. Ich beschäftige mich nun schon seit einigen Jahren leidenschaftlich mit der Börse und bin beteilige mich seit dem 18. Lebensjahr auch am aktiven Handel. Dem Corona-Crash Anfang 2020 habe ich es zu verdanken, dass ich meine Aufmerksamkeit nun schon seit rund einem Jahr besonders der technischen Analyse widme. Damals musste ich leider auf die harte Tour feststellen, dass alleine das Bauchgefühl keinen Indikator für langfristigen Erfolg an der Börse darstellt. In diesem Zusammenhang habe ich im März 2020 auch meinen Instagram Account „Snowball.Finanzen“ eröffnet. Mein persönlicher Anspruch ist es möglichst vielen Menschen die technische Analyse so simpel und unkompliziert wie möglich beizubringen. So will ich gleichzeitig auch Börsenneulingen helfen, die typischen Anfängerfehler zu vermeiden unter denen meine Rendite in der Vergangenheit extrem gelitten hat.

Wie bist Du zum Investieren gekommen?


*Lacht* Die Frage ist tatsächlich nicht so einfach zu beantworten. Schon in meiner Kindheit hatte ich Freude daran mit Geld zu arbeiten. So habe ich es immer genossen meine Eltern auf den Flohmarkt begleiten zu können und das Verhandeln und Kassieren zu lernen. Außerdem besuche ich in meiner Schule nun schon seit 7 Jahren den Wirtschaftszweig und erhalte regelmäßigen Unterricht in Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. Diese Äußeren Einflüsse erhöhen natürlich die Wahrscheinlichkeit früher oder später über die Börse „zu stolpern“. Schon vor dem Erreichen des 18. Lebensjahrs war mir klar, dass ich als Erwachsener so schnell wie möglich lernen möchte, wie man an sein Geld an der Börse vermehrt.

Was hat dich dazu gebracht, mit deiner Seite anzufangen?


Neben meiner Leidenschaft für Geldanlage träume ich nun schon seit Jahren von der Selbstständigkeit. Besonders im Alter von 16-18 Jahren hat mich der Gedanke sehr gequält wie ich mir etwas Eigenes auf seriösem Wege aufbauen könne und habe mir Zuflucht in einigen Erfolgsbüchern gesucht, die mir leider auch nicht konkret helfen konnten. Ich will meine Geschichte nicht über dramatisieren, aber ich war wirklich oft verzweifelt und wusste nicht so wirklich wo ich anfangen soll. Während des Jahreswechsels von 2019 auf 2020 hab ich mir dann geschworen endlich ins handeln zu kommen. Nur so könne ich bei dem nächsten Jahreswechsel stolz in den Spiegel schauen. Januar & Februar 2020 habe ich dann zur Vorbereitung genutzt um dann im März, mit meinem Social-Media Auftritt, starten zu können. Es war alles von vorne bis hinten durchgeplant: Der Name, welche Art von Content, wie oft ich diesen hochlade, wie genau ich den Menschen helfen will und und und. Ich muss aber wirklich zugeben: Was aus meiner Instagram-Seite mittlerweile geworden ist, hätte ich damals nie und nimmer geglaubt. Für mich war es damals ein verzweifelter Versuch etwas aus mir und meiner Zukunft zu machen. Dass ich eines Tages aber mehr als 11.000 Menschen erreichen würde hätte ich mir nie erträumen können.

Was war dein größter Fehler und Learning aus deiner Zeit an der Börse?


Mein größter Fehler war es auf Aktien zu setzen, ohne jegliche Form der Aktienanalyse zu beherrschen. Habe ich eine Aktie gesehen, die stark gefallen ist, habe ich gedacht sie sei ein Schnäppchen. Ich dachte wirklich technische Analyse sei nur für Daytrader wichtig und eine Strategie hatte ich auch nicht so wirklich. Alles in allem bin ich wirklich in jedes Fettnäpfchen getreten das man sich nur so vorstellen kann. Anfangs bin ich mit 4400€ an die Börse gestartet. Dann kam der Corona-Crash, dann kamen noch zittrige Hände und als Krönung hatte ich noch rund 600€ Wirecard im Depot. So hat sich mein Vermögen innerhalb von wenigen Monaten halbiert. Spätestens als sich dann nach dem Crash die Ersten über steigende Gewinne erfreut haben, während ich alles an Aktien verkauft hatte, war mir klar, dass sich was ändern muss. Es lag ganz offensichtlich an mir und meinen Fähigkeiten. So kam ich dann mehr und mehr zur technischen Analyse und ich kann auch wirklich jedem Anleger ans Herz liegen sich damit zu beschäftigen. Erst seit dem ich die technische Signale meinem Bauchgefühl vorziehe, erwirtschafte ich solide Gewinne.

Mit welcher Strategie investiert Du?


Meine Strategie lautet: Swingtrading. Ich möchte meine Kenntnisse der technischen Analyse perfektionieren. Mit einer Buy & Hold Strategie werde ich da nicht weit kommen. Deswegen investiere ich einen Teil meines Vermögens in eine Hand voll Unternehmen von denen ich langfristig, eisenfest überzeugt bin und mit dem anderen Teil Trade ich. Dabei ist es mir wirklich nicht wichtig, ob ich am Ende des Jahres 10 oder 40% Rendite erwirtschaftet habe. Natürlich freue ich mich über Gewinne, aber viel wichtiger ist es Fehler zu machen aus denen ich für die Zukunft lernen kann. Dadurch bin ich oft auch „gezwungen“ hohe Risiken einzugehen, die sich potentiell negativ auf meine Rendite auswirken. Diese Risiken gehe ich aber gern ein, wenn ich dadurch selbst lernen und diese Erkenntnisse dann auch mit meinen Abonnenten teilen kann. Während des Tradings setze ich überwiegend auf volatile Wachstumsaktien mit einem attraktiven Chance-Risiko-Verhältnis. Man kann sich das so vorstellen: Ich durchforste das Internet nach spannenden Trading-Ideen (das kann schon mal mehrere Stunden dauern) und mache zu jeder einzelnen Aktie eine grobe technische Analyse. Es ist wirklich die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, aber diese grobe Analyse hilft ziemlich schnell spannende Ideen von weniger spannenden zu unterscheiden. Spannend bedeutet in diesem Zusammenhang übrigens, dass technische Kauf- oder Verkaufssignale bevorstehen. Treffen diese technischen Signale noch auf ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis und ein ansteigendes Umsatzverhältnis, bin ich bei dem Trade dabei.

Wer ist deine größte Inspiration an der Börse oder im Unternehmertum?


Ganz klar Lars Erichsen. Ich habe festgestellt, dass gerade im Bereich Unternehmertum & Finanzen einige Content-Creator halbherzige Arbeit abliefern. Oder anders gesagt: Vielen geht es ganz offensichtlich darum so schnell wie möglich Geld zu verdienen, anstatt den Menschen wirklich zu helfen. Stichwort: „Kostenloses Buch“ oder „100% Erfolgsgarantie“. Auch wenn ich Herrn Erichsen noch nicht persönlich kennenlernen durfte, aber durch die vielen Videos & Podcasts die ich bisher von ihm gesehen/gehört habe, glaube ich in ihm jemanden zu erkennen, der wirklich das Bedürfnis hat zu helfen und hochwertiges Wissen zu vermitteln. Außerdem besitzt dieser Mann einfach ein unbeschreibliches Charisma *lacht* und ist derjenige, der mich für die Börse inspiriert hat. Er ist für mich ein großes Vorbild, denn er zeigt, dass finanzieller Erfolg nicht nur mit grenzenloser Gier möglich ist, sondern auch verbunden mit dem Bedürfnis zu helfen.

Was sind deine Ziele für die nächsten 5 Jahre?


Noch vor einem Jahr hätte ich niemals geglaubt dort zu stehen wo ich heute bin. 11.000 Abonnenten. Das war für mich schon der Inbegriff eines „Influencers“ (Ich würde mich heute jedoch nie als Influencer bezeichnen). Und so möchte ich mir auch die nächsten 5 Jahre beweisen, dass das Unmögliche möglich ist. Ich werde also weiter an meinem Instagram Account arbeiten und dort möglichst viel kostenlosen Content produzieren, um so vielen Anlegern wie möglich zu helfen. Ich werde auch regelmäßig gefragt, ob ich Coachings oder ähnliches im Bereich der technischen Analyse anbiete & werde deshalb noch in diesem Jahr, für alle die „mehr“ wollen, auch an zahlungspflichtigen Angeboten arbeiten.

Social-Media bietet heute unendlich viele Möglichkeiten, um Menschen zu erreichen. Deshalb ist langfristig auch geplant, dass ich neben Instagram auch auf Plattformen wie Youtube oder Twitch übergreife. Youtube ist im Gegensatz zu Instagram ideal geeignet, um ausführliche Erklär-Videos mit einer Länge von 10-30 Minuten hochzuladen, aber eben qualitätstechnisch auch deutlich anspruchsvoller. Deshalb zähle ich Youtube & Co. eher zu Projekten für Ende 2021 oder 2022, während ich mich jetzt erstmal auf Instagram fokussieren möchte. Aber auch an Podcasts führt für mich langfristig kein Weg vorbei.

Natürlich sollte die Schule auch erwähnt werden, denn dieses Jahr werden ich außerdem noch mein Abitur machen und die nächsten Jahre für ein wirtschaftswissenschaftliches oder betriebswirtschaftliches Studium nutzen. Neben der Schule werde ich natürlich auch das Selbststudium der technischen & fundamentalen Analyse fortsetzen und meine Fähigkeiten perfektionieren. Zusammengefasst lässt sich sagen: Es gibt noch eine Menge zu tun. Und das ist auch gut so.



Danke für das Interview

 

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